Verwirrende Rochade Softline verkauft Prometheus – mit Rückkauf-Option

Redakteur: Regina Böckle

Gestern erst verkaufte die Softline AG die Distributionstochter Trademail, um sich künftig ganz auf die Beteiligungen an IT-Dienstleistern zu konzentrieren. Heute nun veräußerte Softline ihre Anteile an Prometheus – dem einzigen IT-Dienstleister, den Softline im Portfolio führt –, um ihn später wieder zurückzukaufen. Wie passt das zusammen? Eine Analyse.

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„Ungewöhnliche Zeiten bedürfen ungewöhnlicher Mittel“, kommentierte Softline-Vorstand Christoph Michel die jüngsten Maßnahmen des Offenburger Beteiligungsunternehmens.

Allerdings ist es nicht ganz einfach zu verstehen, weshalb sich die Softline AG nur einen Tag nach dem Verkauf der Software-Distributionstochter Trademail, auch vom erfolgreichen IT-Dienstleister Prometheus trennt. Sämtliche Softline-Anteile an der Prometheus (65 Prozent) gingen heute in den Besitz eines nicht genannten Beteiligungs-Unternehmens über.

Dabei hatte Softline erst gestern noch die Losung ausgegeben, man wolle sich künftig verstärkt an IT-Dienstleistern beteiligen und sei bereits mit einem potenziellen Kandidaten in Übernahmeverhandlungen.

Obendrein hieß es in der heute verbreiteten Presse-Erklärung, man wolle Prometheus schon Ende des Jahres wieder in die Softline-Gruppe zurückführen.

Ein Blick auf das Gesamt-Konstrukt könnte die Verwirrung lichten. Wie das aussieht, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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