Digitale Souveränität: Interview mit Harald Mannheim, Schwarz Digits
„Souveränität heißt Autonomie, nicht Autarkie“

Von Sylvia Lösel 6 min Lesedauer

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Seit Juni leitet Harald Mannheim den Defence-Bereich von Schwarz Digits. Der IT-Quereinsteiger aus Wehrtechnik und Militär spricht über Milliardeninvestitionen, Digitale Souveränität – und warum der Mensch der größte Engpass bleibt.

Harald Mannheim ist Head of Defence bei Schwarz Digits.(Bild:  Schwarz Digits)
Harald Mannheim ist Head of Defence bei Schwarz Digits.
(Bild: Schwarz Digits)

Seit Juni 2026 baut Harald Mannheim den neuen Defence-Bereich von Schwarz Digits auf. Der Manager, der zuvor bei Airbus und Rheinmetall tätig war, will Streitkräften, Sicherheitsbehörden und Industrie souveräne Cloud- und KI-Infrastruktur liefern. Die Schwarz-Gruppe investiert dafür „massiv" in eigene Rechenzentren, ohne auf Subventionen zu warten und ohne Quartalsdruck. Im Interview erklärt Mannheim, warum der Konzern zuerst für sich selbst baut und was die Resilienz einer Lidl-Filiale beim Berliner Stromausfall mit Militär-IT zu tun hat. Er erläutert, warum er die klassischen Beschaffungszyklen der öffentlichen Hand kritisch sieht und wie ernst gemeinte Souveränität aussieht. Außerdem verrät er, was an den Gerüchten über ein Palantir-Pendant dran ist.

IT-BUSINESS: Herr Mannheim, Sie sind seit Juni bei Schwarz Digits, haben vorher eine Karriere bei Airbus, Rheinmetall und im militärischen Umfeld gemacht. Weshalb der Wechsel?