KI, Kommunikation und Kundenorientierung Schlüsselqualifikationen für die digitale Ära

Von Sylvia Lösel 3 min Lesedauer

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KI kann ein Schlüssel sein zur Bewältigung von Fachkräftemangel, Cyberbedrohungen und Digitalisierung. Doch es gilt, die passenden Skillsets zu finden. Dieter Stehle, General Manager Lenovo Deutschland, sieht viele Möglichkeiten, wie Unternehmen zukunftsfähig werden.

Dieter Stehle, General Manager, Lenovo Global Technology Germany (Bild:  Lenovo)
Dieter Stehle, General Manager, Lenovo Global Technology Germany
(Bild: Lenovo)

ITB: Ist KI ein Allheilmittel gegen die Schmerzen des Fachkräftemangels, der Cyberbedrohungen, der Digitalisierung?

Stehle: KI ist aktuell kein Allheilmittel gegen die Schmerzen des Fachkräftemangels, der Cyberbedrohungen oder der Digitalisierung. KI kann jedoch wesentlich dazu beitragen, diese Herausforderungen zu bewältigen. KI kann beispielsweise den Fachkräftemangel dadurch lindern, indem sie Routineaufgaben automatisiert und so Ressourcen freisetzt. Speziell im Kommunikationsbereich wie der schnellen Ermittlung und Aufbereitung von internen wie externen Information sehen wir jetzt schon Resultate. KI kann auch dazu beitragen, die Digitalisierung voranzutreiben, indem sie datengetriebene Erkenntnisse liefert, die für strategische Entscheidungen im Unternehmen unerlässlich sind.

ITB: Wie setzen Sie im eigenen Unternehmen schon KI ein oder wie planen Sie, KI einzusetzen?

Stehle: In Bezug auf den Einsatz von KI im eigenen Unternehmen nutzen wir bereits heute viele Möglichkeiten. KI trägt dazu bei, Prozesse zu optimieren, Daten effizienter zu nutzen und innovative Lösungen zu entwickeln. KI automatisiert Routineaufgaben, um Ressourcen freizusetzen, und sie kann Entscheidungen auf Grundlage von Daten treffen, um bessere Ergebnisse zu erzielen.

ITB: Welche Trends beobachten Sie bei Partnern und Kunden?

Stehle: Ein wichtiger Trend ist die Verbesserung des Kundenerlebnisses. Unternehmen setzen KI immer häufiger ein, um das Kundenerlebnis an allen Kontaktpunkten zu verbessern. Laut einer Forbes Advisor-Umfrage nutzen 73 Prozent der Unternehmen KI-gestützte Chatbots für Instant Messaging oder planen deren Einsatz.

ITB: Was hat Ihr Unternehmen konkret verändert, um auch in Zukunft als Keyplayer mitspielen zu können?

Stehle: Lenovo hat in den letzten Jahren viele Maßnahmen ergriffen, um auch in Zukunft als Keyplayer eine führende Rolle zu spielen. Dazu gehört die Einführung von Lenovo TruScale, einem flexiblen, abonnementbasierten Modell für Rechenzentrumsinfrastruktur welches den schnell wachsenden Hybrid Cloud Markt adressiert. Truscale bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre IT-Ressourcen bedarfsgerecht zu skalieren, ohne dass sie in Hardware oder Kapazitätsplanung investieren müssen. Zudem haben wir ein CO2-Ausgleichsprogramm gestartet, um den CO2-Fußabdruck unserer Produkte zu reduzieren und die Emissionen, die während der Herstellung und Verwendung entstehen, auszugleichen und in einem schnell ansteigenden Maße zu vermeiden. Des Weiteren arbeiten wir kontinuierlich an Produktinnovationen und Lösungen, um das Business unserer Kunden noch besser zu unterstützen.

Um weiter zu skalieren, haben wie unsere Channel-Strategie Lenovo 360 vorangetrieben. Diese wird es ermöglichen, Synergien im gesamten Unternehmen zu nutzen und gleichzeitig den Bedarf an Spezialisierung zu bewahren. Wir investieren weiter massiv in die Entwicklung des Channel-Ökosystems, um die Bedürfnisse von Partnern und Kunden noch besser zu erfüllen.

ITB: Welche Fertig- und Fähigkeiten sind Ihrer Meinung nach für Führungskräfte künftig ausschlaggebend?

Stehle: Auf jeden Fall Positivität. Eine erfolgreiche Führungskraft bleibt auch in schwierigen Situationen optimistisch und schafft dadurch ein motivierendes Arbeitsumfeld für das Team. Zudem sollten sie in der Lage sein, die individuellen Stärken und Fähigkeiten jedes Teammitglieds zu identifizieren und diese gezielt einzusetzen. Immer wichtiger wird die Fähigkeit, effektiv zu kommunizieren, insbesondere in einer hybriden Arbeitswelt, in der die Zusammenarbeit auf Distanz Teil des Arbeitsalltags ist. Essenziell ist es, Vertrauen aufzubauen und zu fördern, indem man transparent kommuniziert, Verantwortung übernimmt und Mitarbeiter unterstützt.

ITB: Die Anforderungen ändern sich rasant. Wie bekommt man Mitarbeiter mit den passenden Skillsets?

Stehle: Ein effektives Talentmanagement trägt dazu bei, die richtigen Mitarbeiter mit den passenden Fähigkeiten zu identifizieren und gezielt zu fördern. Deshalb müssen Unternehmen qualitativ hochwertige und zukunftsgerichtete Schulungen und Weiterbildungen anbieten. Zudem sind Mentoring-Programme ein zentraler Erfolgsfaktor, um Führungskräfte und Mitarbeiter bei der persönlichen und beruflichen Entwicklung zu unterstützen.

ITB: Herr Stehle, wir danken für das Gespräch.

Executive Summit 2024

Unsere Welt ist zunehmend von komplexen Abhängigkeiten geprägt, die durch politische Systeme, globale Lieferketten und technologische Dominanz bestimmt werden. Künstliche Intelligenz, insbesondere GenAI, bringt transformative Möglichkeiten, aber auch neue Abhängigkeiten mit sich, die Organisationen herausfordern.

Auf dem 20. IT-EXECUTIVE SUMMIT werden führende Köpfe der IT-Branche und Experten zum Motto „Zwischen Souveränität und Dependenz – Strategien für eine resiliente Zukunft“ entwickeln.

Termin: 10. & 11. September 2024, Hotel Rosewood München

Infos zur Agenda & Teilnahme: auf der Website www.it-executive-summit.de

und via Mail an eva.kanzler@vogel.de

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