Neues Projekt von Heino Deubner

Printer Care bereitet den Launch eines MPS-Portals vor

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Auf lange Sicht keine Chance gegen große Etailer

Die Zukunft von Printer Care, davon ist der Geschäftsführer überzeugt, liege in solchen Service-Konzepten. Denn für einen „kleinen Etailer“ werde es auf lange Sicht schwierig, sich gegenüber Großen wie Amazon, Cyberport oder Redcoon im ­reinen Handelsgeschäft zu behaupten. „Man kann nicht schneller als sie sein, nicht besser im Cross-Selling und schon gar nicht günstiger beim Preis“, ist Deubner überzeugt. Mit den Managed Services biete sein Unternehmen aber „ganz andere Mehrwerte, die über die Lieferung von Geräten und Verbrauchsmaterial weit hinausgehen“.

So stellt Printer Care für MPS-Kunden ­eine Vollkostenbetrachtung über die Vertragslaufzeit an. Mithilfe eines Online-Tools werden dabei, entsprechend den Druckermodellen und dem zu erwartenden Output, sämtliche Kosten für Hardware, Verbrauchsmaterial und Service ­berechnet. Für viele Mittelständler dürfte ein solches Angebot einen großen Fortschritt bedeuten. Denn die meisten Unternehmen sind nach Studien von IDC gar nicht in der Lage, ihre Druckkosten zu beziffern. Vor allem indirekte Kosten, die sich durch häufige Störungen und Helpdesk-Anfragen oder durch umständliche Beschaffungsprozesse deutlich erhöhen können, sind für die Verantwortlichen oft intransparent.

Mit MPS lässt sich IDC zufolge mehr Licht in das Dunkel bringen und die Effizienz erhöhen – zum Beispiel durch eine Software-gesteuerte, proaktive Wartung oder durch eine automatisierte und bedarfs­gerechte Nachbestellung von Supplies. Unterm Strich könnten Unternehmen ­ihre Druckkosten auf diese Weise um bis zu 30 Prozent senken. An solchen Einspareffekten orientiert sich Deubner. „Wir haben einen hohen Anspruch.“

Engere Kundenbindung

Es liegt auf der Hand, dass Printer Care über das MPS-Konzept eine wesentlich engere Kundenbindung erreicht, als das mit dem reinen Online-Handel möglich wäre. „Die Geschäftsbeziehung zu den Vertragskunden dauert in der Regel drei Jahre, in denen wir ihnen weitere Pro­dukte und Services anbieten können“, ­erläutert der Unternehmer. Ebenso klar ist aber auch, dass ein solches Service-­orientiertes Modell einer anderen Logik folgt als der Produktvertrieb. Deshalb baut Deubner dafür ein separates Portal auf: „Das Vertragsgeschäft lässt sich mit einem transaktionalen Shop nur unzu­reichend abbilden.“

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