Geschäftsbetrieb wird fortgesetzt Prime Computer wird von PCP-Gruppe übernommen

Von Dr. Stefan Riedl

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Nachdem sich im September dieses Jahres eine Insolvenz anbahnte, hat sich für Prime Computer samt Abnehmer eine gute Lösung gefunden: Die PCP-Gruppe übernimmt die Firma samt Garantieverpflichtungen.

Mit der Übernahme durch die PCP-Gruppe bleibt die Marke „Prime Computer“ erhalten.(Bild:  Philip Steury - stock.adobe.com)
Mit der Übernahme durch die PCP-Gruppe bleibt die Marke „Prime Computer“ erhalten.
(Bild: Philip Steury - stock.adobe.com)

Eine Insolvenz der Prime Computer stand seit September dieses Jahres im Raum. ­Offen blieb die Frage nach der Garantie­abwicklung für bereits verkaufte Geräte. ­Inzwischen ist klar: Die PCP-Gruppe hat die Marke Prime Computer übernommen, inklusive der anstehenden Garantieverpflichtungen. Die Übernahme der Geschäfts­tätigkeiten des Ostschweizer PC- und Serverherstellers erfolgt mit sofortiger Wirkung. Die Marke „Prime Computer“ will der neue ­Eigentümer fortführen und weiterent­wickeln.

Insolvenz durch Übernahme abgewendet

Im Vorfeld verschickte Prime-Computer-CEO Sacha Ghiglione Schreiben an Geschäftspartner, in denen die Einstellung des Geschäftsbetriebes zum 31. Oktober 2022 angekündigt wurde. Als Grund ­wurde genannt, dass es trotz großer Bemühungen in den letzten Jahren nicht gelungen sei, in die Gewinnzone vorzudringen. Man verfüge demnach nicht mehr über die notwendigen Investorengelder, um die Geschäftstätigkeit fortzusetzen, so der ­Firmenchef in dem Schreiben. Laufende Bestellungen und Garantiefälle aus dem Tagesgeschäft werden regulär ausgeführt.

Garantiefrage ist geklärt

Unklar war zunächst wie genau mit den Garantien bereits verkaufter Altgeräte verfahren wird, also inwieweit Rückstellungen bereit stehen und welcher Dienstleister die Abwicklung übernehmen wird. Mit der Übernahme wurde hierfür eine für die Betroffenen sehr gute Lösung gefunden, denn die PCP-Gruppe wird die Garantieverpflichtungen übernehmen.

So heißt es aus der PCP-Gruppe, dass der Kundenservice weitergeführt werde: „Die Bearbeitung aller Anfragen von Kunden der Prime Computer AG ist weiterhin sichergestellt. Sämtliche Anliegen können künftig direkt an die PCP-Gruppe gerichtet werden“.

Klima-Thema bleibt erhalten

Die Green-IT-Ausrichtung von Prime Computer will der Dienstleister beibehalten und teilt mit, dass sich das übernommene Unternehmen „als Spezialist für nachhaltige IT-Hardware aus der Schweiz einen Namen“ erarbeitet habe. Im April 2021 gab das Unternehmen bekannt, vollständige Klimaneutralität erreicht zu haben. Marcel Weber, CEO von PCP.COM, führt diesbezüglich aus: „Die Werte und Ziele von Prime Computer ergänzen sich ideal mit unseren hohen Qualitätsansprüchen und wir freuen uns, das Produktportfolio für unsere Kunden zukünftig noch breiter ausrichten zu können.“

Zwei PC-Assemblierer finden zueinander

Zur PCP-Gruppe zählen auch Steg Electronics und Beck PC. Mit der Übernahme aus der Insolvenzsituation, die sich für Prime Computer ergeben hat, soll die eigene Marktposition als PC-Assemblierer gestärkt werden. PCP ist seit fast 30 Jahren in diesem Segment aktiv.

Die hauseigene, in Luzern gefertigten ­Geräte unter der Marke Steg PC ist eine PC-Serie, die auf einen breiten Anwendungsbereich ausgelegt ist. Die Marke Beck PC soll den Bedarf an kundenspezifisch ­konfigurierten Individual-PCs abdecken. CEO Weber ist sich sicher, dass die drei Marken durch die sich ergebenden Synergie-Effekte profitieren werden. „Hier kommt PC-Assemblierer zu PC- ­Assemblierer“, sagt PCP-Chef Weber.

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