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Investitionen
ITB: Außerdem soll in den Produkt- und Partnerbereich investiert werden. Was für Investitionen stehen konkret an?
Springer: Wir werden im kommenden Jahr das nächste Major Release von Prevero p7 mit dem Arbeitstitel „Maple Leaf“ auf den Markt bringen. Neben Performance-Steigerungen liegt der Fokus auf der Steuerung und Navigation durch die Software. Hinzu kommen neue grafische Analysemöglichkeiten zur schnellen Erkennung von Zusammenhängen, Auffälligkeiten und Entwicklungen in den Daten, die wir „Visual Exploration“ nennen.
Da auch unser internationales Geschäft immer stärker in den Vordergrund rückt, haben wir unmittelbar nach dem Release von Prevero Professional Planner 8 eine englischsprachige Version nachgelegt. Damit bedienen wir die zunehmende Nachfrage über unsere internationalen Partner, wie beispielsweise im Raum Benelux und Nordeuropa. Um den Ausbau des Partnergeschäfts zu forcieren, wurde das Partner-Team bei Prevero auch personell auf nunmehr drei Personen erweitert.
ITB: Firmenzusammenschlüsse und -übernahmen gehen in der Regel Hand in Hand mit Personaleinsparungen. Bei Prevero und Winterheller wurden beispielsweise Standorte zusammengelegt. Welche Einschnitte im Personalbereich zog die Übernahme nach sich?
Springer: Mit der letzten Stufe der Firmenintegration haben wir auch Einschnitte im Personalbereich vornehmen müssen, um durch eine schlankere Organisation und schnellere Prozesswege für die Zukunft gerüstet zu sein. Die Einsparungen waren eine frühzeitige, aber auch notwendige Maßnahme im Personalbereich sowie die Zusammenlegung der Prevero Niederlassungen auf die Standorte in München, Graz, Wien und Zug in der Schweiz. Die Betreuung unserer Kunden vor Ort bleibt davon unberührt.
ITB: BI-Unternehmen stehen vor den Trends „Mobile BI“ und Cloud Computing. Inwieweit hat das Auswirkungen aus die Prevero-Strategie?
Springer: Wir halten diese Themen für wichtig und haben sie schon länger auf unserer Agenda. Wir werden sowohl den Ausbau der Funktionen zur intelligenten Planungsunterstützung und die Collaboration-Funktionen weiter vorantreiben, als auch den plattformübergreifenden Ausbau von Funktionen für Mobile BI und Mobile Performance Management sowie die Erweiterung des Software-as-a-Service-Angebots aus der Cloud.
ITB: Prevero propagiert den „Easy Modeling Ansatz“ und das so genannte „Predictive Planning“ was verbirgt sich hinter diesen Begriffen?
Springer: Der Ansatz des „Easy Modeling“ steht für die einfache Modellierung im Fachbereich ohne Programmierkenntnisse und unterstreicht unser Bestreben, einfach zu bedienende Softwarelösungen mit kurzen Implementierungszeiten anzubieten. „Predictive Planning“ bietet die Möglichkeit, mittels Software-Tools unterjährig ständig eine Prognose auf die nächste Zeitperiode – Monat, Quartal oder Jahr – generieren zu lassen. Diese Technik ist notwendig, da die wirtschaftlichen Zyklen sich tendenziell immer schneller abwechseln und immer heftiger ausschlagen. Ein Unternehmen kann mit diesem Ansatz frühzeitig ermitteln, wie sich Umsatz und Kosten zum Jahresende entwickeln werden. Und je früher dieses Wissen vorhanden ist, umso flexibler kann zum Beispiel mit einer Anpassung der Produktion oder Lagerbestände reagiert werden.
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