IT-BUSINESS Podcast – Folge 16 Podcast „IT ImPuls“: KI frisst Software

Von Agnes Panjas 3 min Lesedauer

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Der Glaubenssatz „KI frisst Software“ macht die Runde und versetzt nicht nur Anleger an der Börse in Panik, sondern wirbelt auch die Software-Branche durcheinander. Mit welchen Konsequenzen und zu welchem Preis, zeigt die neue IT Impuls Podcastfolge auf.

In dieser Folge von IT ImPuls sprechen Stefan Riedl und Mihriban Dincel über den Glaubenssatz „KI frisst Software“.(Bild:  Carin Boehm / Vogel IT-Medien)
In dieser Folge von IT ImPuls sprechen Stefan Riedl und Mihriban Dincel über den Glaubenssatz „KI frisst Software“.
(Bild: Carin Boehm / Vogel IT-Medien)

Was passiert, wenn nicht mehr Menschen, sondern KI‑Agenten unsere Programme bedienen? Die Antwort: Weniger Lizenzen, mehr Rechenkosten — und ein Markt, der komplett neue Preis‑ und Monetarisierungsmodelle benötigt. Die IT-BUSINESS-Redakteure Mihriban Dincel und Stefan Riedl diskutieren in der neuen IT-ImPuls-Podcastfolge, wie Künstliche Intelligenz traditionelle Geschäftsmodelle in der Softwarebranche herausfordert und welche fundamentalen Veränderungen dadurch auf Softwareanbieter zukommen. Im Fokus stehen dabei nicht nur technische Fragen — wie schnell Claude Code und sogenanntes „Vibe Coding“ lauffähigen Programmcode erzeugen können — sondern auch wirtschaftliche und operative Konsequenzen.

Was hinter der Metapher„KI frisst Software“ steckt

Redakteur Stefan Riedl, der eine ausführliche Titelstory zu diesem Phänomen verfasst hat, bringt das Thema „KI frisst Software“ dabei wie folgt auf den Punkt: „Es ist ein Glaubenssatz, der an den Märkten eingepreist wird – die Erwartung, dass KI-Agenten und Vibe Coding die Branche auf den Kopf stellen.“ Allerdings hinkt die Metapher bei genauerer Betrachtung: Denn Software verschwindet durch KI keineswegs – im Gegenteil, durch KI-generierten Code entsteht sogar mehr davon. Die wahre Disruption spielt sich auf einer ganz anderen Ebene ab.

KI setzt das Pay-per-Seat-Modell unter Druck

Das traditionelle SaaS-Geschäftsmodell, bei dem pro Nutzer (Seat) bezahlt wird, gerät durch KI massiv unter Druck. Sobald KI-Agenten als „neue Bildschirmarbeiter“ auf Software zugreifen, werden automatisch weniger klassische User-Lizenzen benötigt. Was hat diese Entwicklung zur Folge? Mehr Datenverarbeitung bei gleichzeitig sinkenden Einnahmen für Softwareanbieter.

Es könnte durchaus passieren, dass große Unternehmen statt 2.000 Lizenzen nur noch zwei brauchen, weil der Rest als Proxy über AI-Agents läuft.

Ari Albertini, CEO bei Ftapi

Mit Statements von:

  • Ari Albertini ist CEO bei FTAPI Software. Albertini überlegt, wie die Monetarisierung des Wertes im KI-Zeitalter funktionieren kann.
  • Dr. Julia Pergande ist Managing Principal bei der Unternehmensberatung Microfin. Aus ihrer Sicht bedeutet „KI frisst Software“, dass reine Funktionssammlungen ohne KI‑Anreicherungen unter Druck geraten werden.
  • Dr. Christine Knackfuß-Nikolic ist Chief Sovereignty Officer bei T-Systems. Auch für sie verändert KI das Software as a Service Geschäftsmodell grundlegend.

Mehr zu diesem brisanten Thema können Sie jetzt in der spannenden neuen IT ImPuls-Podcastfolge „KI frisst Software“ hören! Und auch dieses Mal gibt es einen passenden KI-generierten Song. #Ohrwurm

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Hund entwickelt Software

Vibe Coding und ein Hund namens Momo

Hund Momo programmiert ein Computerspiel mithilfe von Vibe Coding.
(Bildquelle: Caleb Leak)

Caleb Leak, ein US‑Software‑ und Grafikingenieur aus dem Raum Santa Clara, ließ seinen Hund Momo auf einer Bluetooth‑Tastatur mithilfe von Vibe Coding Computerspiele programmieren. Für das Experiment hat Leak die Tastendrücke seines Hundes Momo von einem kleinen Computer (Raspberry Pi 5) aufgefangen und von einem Programm (DogKeyboard) an Claude Code geschickt. Die KI Claude Code las die zufälligen Zeichen wie kreative Hinweise und erzeugte daraus automatisch ein komplettes Videospiel – Grafik, Spielregeln und Code – das in einer Spiele‑Engine (Godot) läuft. Momo bekam als Belohnung ein Leckerli, sobald genug „Eingaben“ gemacht worden waren. Mehr Erklärungen und Bilder und zum Experiment auf Caleb Leaks Website.

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