Strategie gegen Phishing Wie gut sind Führungskräfte auf Phishing-Attacken vorbereitet?

Quelle: Pressemitteilung Rosalia Mousse 3 min Lesedauer

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Phishing-Angriffe sind zu einer ernsthaften Gefahr geworden, wie eine Studie von GetApp zeigt. Die Ergebnisse werfen nicht nur einen Blick auf die zunehmende Häufigkeit und die Auswirkungen von Phishing-Angriffen, sondern auch darauf, wie gut Führungskräfte auf diese Bedrohung vorbereitet sind und welche proaktiven Maßnahmen sie ergreifen.

Phishing ist ein Thema für Unternehmen jeglicher Größe. Manager sollten sich dabei nicht auf ihre Mitarbeiter verlassen, sondern selbst mit gutem Beispiel vorangehen.(Bild:  jamesteohart - stock.adobe.com)
Phishing ist ein Thema für Unternehmen jeglicher Größe. Manager sollten sich dabei nicht auf ihre Mitarbeiter verlassen, sondern selbst mit gutem Beispiel vorangehen.
(Bild: jamesteohart - stock.adobe.com)

88 Prozent der der für eine Studie von GetApp befragten Führungskräfte geben an, dass Phishing-Angriffe immer raffinierter werden und schwerer zu erkennen sind. Daher ist es wenig überraschend, dass fast ein Viertel (23 %) der Manager Phishing-Angriffe in ihrem Unternehmen als einen ernsthaften Grund zur Sorge sehen.

Arbeit im Homeoffice führt zu höherem Risiko von Phishing-Angriffen

Die Arbeit im Homeoffice hat seit dem Beginn der COVID-19-Pandemie signifikant zugenommen. Gleichzeitig ist die Zahl der Cyberangriffe in Unternehmen in den letzten Jahren gestiegen. Laut den befragten Führungskräften hat das auch mit der Einführung der Homeoffice-Arbeit zu tun. 87 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Phishing-Angriffe für Unternehmen immer stärker zu einer ernsthaften Bedrohung werden, seitdem mehr und mehr Mitarbeiter im Homeoffice oder im Hybrid-Modell arbeiten.

Phishing-Schulungen und Anti-Phishing-Software als effektive Prävention

Damit es erst gar nicht zu einer Sicherheitsverletzung kommt, sollten Unternehmen Maßnahmen zur Prävention einführen. Dazu zählen beispielsweise Phishing-Schulungen sowie der Einsatz von Anti-Phishing-Software.

Laut der GetApp-Studie haben 72 Prozent der Unternehmen bereits Phishing-Schulungen durchgeführt. Davon gaben 85 Prozent an, dass sie einen Rückgang der erfolgreichen Phishing-Angriffe festgestellt haben, seitdem sie Schulungen dazu durchführen.

Auch Anti-Phishing-Software gilt als wirksame Lösung zur Prävention und Abwehr von Phishing-Attacken. Diese Software identifiziert und filtert schädliche Nachrichten von Akteuren, die sich als vertrauenswürdige Quellen ausgeben oder durch Social Engineering Vertrauen gewinnen wollen. Benutzer können proaktiv reagieren, indem sie Blockierungs- und Zulassungslisten erstellen, um ihre Sicherheitsvorkehrungen zu stärken.

76 Prozent der Unternehmen setzen laut der befragten Führungskräfte bereits eine Anti-Phishing-Software ein. Darunter gaben 57 Prozent an, dass ihre Software regelmäßig und 40 Prozent gelegentlich Phishing-Angriffe erfolgreich abwehren.

Zusätzliche Schutzvorkehrungen gegen Phishing-Attacken

Das Ziel von Phishing-Angriffen besteht darin, Daten zu stehlen. Cyberkriminelle setzen häufig Schadsoftware wie Ransomware ein, indem sie Angestellte dazu bringen, auf Links in Phishing-Nachrichten zu klicken. Bei einer Ransomware-Infiltration des Unternehmensnetzwerks erfolgt die Sperrung von einzelnen Dateien oder des gesamten Betriebssystems, und es wird ein Lösegeld für die Freigabe gefordert.

Um sich vor Ransomware zu schützen und nicht erpressbar zu sein, setzen Unternehmen verstärkt auf Backups. Durch regelmäßige Sicherung von Daten versuchen sie, im Falle eines Ransomware-Angriffs unbrauchbar gemachte Informationen wiederherzustellen und so einer Lösegeldzahlung zu entgehen.

Backups werden von 51 Prozent der Führungskräfte als entscheidender Schutzmechanismus betrachtet. Sie sehen darin essenzielle Maßnahmen zur Minimierung der Auswirkungen möglicher Angriffe und zur Gewährleistung einer sicheren Arbeitsumgebung. Zusätzlich gab die Mehrheit (51 %) an, dass ihr Unternehmen Daten häufiger als alle drei Monate sichert.

Um wirksamen Schutz vor Phishing zu gewährleisten, sollten Führungskräfte sowohl sich selbst als auch ihre Mitarbeiter regelmäßigen Schulungen unterziehen. Es empfiehlt sich, klare Sicherheitsrichtlinien, insbesondere für Passwörter, zu erstellen und geeignete Softwarelösungen auszuwählen.

Die zunehmende Relevanz von Phishing als Herausforderung für Unternehmen aller Größenordnungen betont die Notwendigkeit, die Sicherheitskultur in Organisationen zu stärken. Manager sollten nicht nur auf ihre Mitarbeiter vertrauen, sondern selbst als Vorbild agieren.

Über die Autorin: Rosalia Mousse ist Content Analyst für GetApp und unterstützt KMU mit Einblicken in IT-Themen und Software. Masterabsolventin der HHU Düsseldorf, lebt in Barcelona.

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