Good-Morning-Editorial vom 14.10.2016 Nicht mehr menschlich?
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Mensch und Maschine nähern sich immer mehr an, so das Fazit einer aktuellen Betrachtung meiner Journalisten-Kollegen. Den vollmundigen Versprechungen der „Künstlichen Intelligenz“ (KI) lauschen wir ja schon seit einigen Jahrzehnten, doch die Autoren haben auch Recht: Wenn die Ingenieure das wünschen, erkennt man immer weniger Unterschiede zwischen Maschinen und Menschen.
Kommt es aber nicht vielmehr auf die inneren Werte an? Menschen können sich im Denken auf sich selbst beziehen, beziehungsweise auf den Vorgang des Denkens selbst. Die Fähigkeit, im Denken zu denken, dass man denkt – die Möglichkeit „mitlaufender Selbstreferenz“ also –, kenne ich nur vom Menschen. Weil diese Innerlichkeit sich dem erkennenden Zugriff entzieht, kann man sie auch nicht nachbauen.
Die Seele, auch die eines Tieres, lässt sich nicht von außen konstruieren. Bin ich zu religiös? Oder wie wollen Sie sich in Zukunft von den neuen Cyborgs unterscheiden? Schreiben Sie mir unter andreas.bergler@it-business.deoder nutzen Sie direkt online unsere Kommentarfunktion.
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