Produkt- und Prozess-Strategien für NGN

Next Generation Networks bringen neue Herausforderungen

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ABRECHNUNG NEUER DIENSTE

Dieser Entwicklung müssen sich auch die Service-Anbieter mit neuen Produkt- und Prozess-Strategien stellen. Dabei sind gerade die etablierten Abrechnungssysteme, separiert nach Online- und Offline-Billing, für die Verrechnung dieser neuartigen Dienste eine besondere Hürde. Einige Kommunikationsleistungen werden zwar wie bisher nach Zeiteinheiten, andere aber auch nach Datenvolumen, Qualität der Verbindung und Inhalten abgerechnet. Dazu sind eine flexible Prozesslandschaft und ebenso adaptierbare Abrechnungssysteme zwingend erforderlich. Gefordert sind standardisierte, modulare, hersteller- und betreiberunabhängige Lösungen, damit Verrechnungen zwischen den verschiedenen Servicegebern sichergestellt sind.

Hier hat sich in den letzten Jahren eine Organisation etabliert, die einen offenen Standard für die Next-Generation-Network-Abrechnungssysteme in der Telekommunikation propagiert: Das Tele-Management Forum (tmForum). Dieser Organisation sind die weltweit wichtigsten Netzbetreiber, Content-Anbieter und Software-Entwickler der Telekommunikationsbranche beigetreten.

VERÄNDERTE PROZESSE

Auf der Prozessebene hat das tmForum ein Modell, bezeichnet als Enhanced Telecom Operations Map (eTOM), definiert, das den kompletten Umfang an Geschäftprozessen beschreibt, die ein Telekommunikationsunternehmen zur Umsetzung seiner Wertschöpfungskette benötigt. eTOM wurde als Internationale Empfehlung M.3050 von der International Telecommunication Union (ITU-T) angenommen. Es erlaubt die Integration von neuen Prozessen in ein bestehendes Unternehmen. Durch Soll-/Ist-Vergleiche können fehlende Prozesse erkannt und die Arbeitsweise eines Unternehmens optimiert werden. eTOM unterstützt die Kommunikation mit Kunden, Partnern und anderen Serviceanbietern durch klar definierte Schnittstellen.

Lesen Sie mehr zur Definition der Schnittstellen per NGOSS auf der nächsten Seite.

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