ITK-Trends 2023 Natuvion erwartet Schicksalsjahr für digitale Transformation

Von Barbara Gribl

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Wo ein Wille, da ein Weg. Viele Unternehmen wollen die digitale Transformation umsetzen, schaffen es aber nicht. Woran liegt das? Keine Zeit, keine Kapazitäten oder zu teuer? Natuvion geht auf die größten Herausforderungen 2023 ein.

Natuvion analysiert die größten Herausforderungen für Unternemen mit Blick auf 2023 in puncto digitale Transformation. Fehlende Zeit und Ressourcen werden am häufigsten genannt.(Bild:  ipuwadol - stock.adobe.com)
Natuvion analysiert die größten Herausforderungen für Unternemen mit Blick auf 2023 in puncto digitale Transformation. Fehlende Zeit und Ressourcen werden am häufigsten genannt.
(Bild: ipuwadol - stock.adobe.com)

Fachpersonalmangel, kleine Zeitfenster oder Budget-Fragen sind Gründe dafür, dass die digitale Transformation bei Unternehmen nicht so schnell vorangeht, wie sie es gerne hätten. Die Hälfte der Befragten aus den Industrien Automotive, Life-Science und Energieversorgung berichten, dass sie die Transformationsziele noch nicht vollständig erreicht haben. Dabei müssen sie sich in dem Fall auf „spürbare Wettbewerbsnachteile einstellen“, erklärt Holger Strotmann, Geschäftsführer bei Natuvion.

In einer Studie hat Natuvion, Experte für Datentransformation, die Erfahrungswerte von Unternehmen ermittelt, die die technische Transformation bereits abgeschlossen haben. Der Fachkräftemangel und somit auch fehlende Transformationsberater machen es nicht leichter. Dennoch sollte man nicht allzu lange warten. „Denn die Modernisierung der Systeme wird drastisch teurer und langwieriger ausfallen als bei denjenigen, die bereits angefangen oder die Transformation schon abgeschlossen haben“, so Strotmann.

Flexibilität ist gefragt

Die Anzahl der Transformationsprojekte wird sich im kommenden Jahr steigern. Das wirkt sich verschärft auf das Transformations-Vorhaben von Unternehmen aus. In manchen Branchen – ein Beispiel sind Energieversorger – erhöht sich der Druck durch politische Entscheidungen. Sie müssen oft kurzfristig auf neue Regelungen, jüngst Gaspreisbremse oder Energiepreisdeckel, reagieren.

„Im Jahr 2023 werden vor allem regulierte Branchen intensiv daran arbeiten müssen, die Lage neu zu beurteilen und in die Transformationsprojekte einfließen zu lassen. Wenn man bedenkt, dass derartige Projekte oft eine Planungs- und Vorlaufzeit von bis zu zwei Jahren oder mehr haben, wird deutlich, welche hohe Flexibilität und Reaktionsschnelligkeit zukünftig von den Unternehmen verlangt wird“, erklärt Strotmann.

Zeitfenster schrumpft, Fachkräftemangel wächst

Für Umstellungen oder Stillstandzeiten sei keine Zeit – so die Ergebnisse der Umfrage. Gerade die Internationalisierung der Wirtschaft sorge dafür, dass Betriebe nahezu durchgehend laufen. Gefragt wären Near-Zero-Downtime-Migrationsansätze, die eine Modernisierungen von Plattformen ermöglichen, so Natuvion.

Near Zero Downtime Migration (NZDT) hat den Namen von SAP. Es handelt sich um eine Methode, die während einer Transformation die Systemverfügbarkeit aufrechterhält. Dies passiert unabhängig von Systemvolumen oder der Komplexität des Migrationsprojekts. So kann der Kunde während der Migration das Tagesgeschäft ohne Einschränkungen fortführen.

SAP hat zur Lösung dieser Herausforderung drei internationale Partner ins Boot geholt. Gemeinsam entwickeln sie im Rahmen der „SAP S/4HANA Transition Enablement Community“ Lösungen für eine schnelle und unterbrechungsfreie Migration.

Ressourcen- und Fachkräftemangel bleiben ein Dauerbrenner. Natuvion prognostiziert, dass „nicht optimal durchgeführte Transformationen, neue Projekte, Änderungen seitens des Gesetzgebers und der Politik, gepaart mit dem Druck der nationalen und internationalen Wirtschaft die intern verfügbaren Ressourcen und Experten im kommenden Jahr überfordern“ würden. Der erhöhten Nachfrage an Transformationsdienstleistungen aus dem Jahr 2021/22 kann wahrscheinlich nicht nachgekommen werden. Dabei würden Dienstleister Nachwuchs-Talenten eine abwechslungsreiche und attraktive Arbeit anbieten.

Dennoch bleibt man zuversichtlich. „Das Jahr 2023 hat das Potential, eines der spannendsten der letzten 25 Jahre zu werden“, sagt Strotmann. „Wir von Natuvion sind darauf vorbereitet, dass noch weitaus mehr Transformationsprojekte auf uns zukommen werden, als wir bereits haben. Dabei ist es ist besonders wichtig, trotz aller Unsicherheiten, dem Zeitdruck und den weltweiten politischen Einflüssen, niemals die Qualität der Transformationsprojekte aus den Augen zu verlieren. Derartige Projekte sind zeit- und ressourcenintensiv und eine erfolgreiche Migration ist alternativlos.“

Digitale Transformation bei Unternehmen

Es geht um einen strukturellen und systematischen Veränderungsprozess. Abläufe werden unternehmensübergreifend und langfristig neu definiert. Oft verändern sich das Geschäftsmodell und die Organisation nachhaltig, um mit dem digitalen Wandel Schritt zu halten und wettbewerbsfähig in digitalen Märkten zu bleiben.

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