Devolo Sanierung Nach nur sechs Monaten ist Devolo wieder auf Kurs

Von Martin Droysen

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Mit Wirkung zum 31.Oktober 2022 wird das Schutzschirmverfahren von Devolo in Eigenverwaltung den Abschluss finden. Damit, so gibt das Unternehmen bekannt, steht der Hersteller nach der Sanierung wieder auf einem festen finanziellen Fundament.

Heiko Harbers, CEO von Devolo: „Die klare Botschaft lautet: Devolo ist auf Kurs! Mit unserem Investment hat Devolo eine hervorragende strategische Perspektive – national wie international.“(Bild:  Devolo)
Heiko Harbers, CEO von Devolo: „Die klare Botschaft lautet: Devolo ist auf Kurs! Mit unserem Investment hat Devolo eine hervorragende strategische Perspektive – national wie international.“
(Bild: Devolo)

Nach nur sechs Monaten kommt der vom Sachwalter Rüdiger Weiß ausgearbeitete Insolvenzplan für den deutschen Netzwerk- und Smart-Home-Spezialisten zu einem Ende. Zum 1. November 2022 übernimmt die Familie Harbers mit eigenen Gesellschaften die Firmenanteile der Devolo AG. Auch das Amtsgericht in Aachen habe dem bereits zugestimmt. Anfang des Jahres war der Aachener Pionier bei Powerline-Geräten aufgrund der anhaltenden Coronakrise und des weltweiten Chipmangels ins Straucheln geraten.

Restrukturiert und neue Investitionen

„Die Devolo AG geht aus dem Sanierungsverfahren als grundlegend restrukturiertes Unternehmen hervor“, berichtet Weiß. Der Sachwalter aus der Kanzlei WallnerWeiß und der Gläubigerausschuss hatten verschiedene Optionen durchgespielt, um mit einem finanzstarken und verbindlichen Investor dem Unternehmen einen erfolgreichen Neustart zu ermöglichen. Das sorgt nun für eine gute Ausgangslage für die Zukunft des Unternehmens, was Weiß zufolge ein Verdienst der Mitarbeiter und des Managements von Devolo sei. In den Monaten konnten im laufenden Sanierungsprozess neue Produkte entwickelt und erfolgreiche vermarktet werden.

So konnten, berichtet Heiko Harbers, CEO von Devolo, in dieser Phase eine Reihe wichtiger Restrukturierungsmaßnahmen realisiert werden, die das Unternehmen für die nun folgende Zeit rüstet. „Die klare Botschaft lautet: Devolo ist auf Kurs! Mit unserem Investment hat Devolo eine hervorragende strategische Perspektive – national wie international“, erläutert Harbers den weiteren Weg und ist von der nationalen und internationalen Perspektive überzeugt. Die Wachstumspläne erfordern in den kommenden Jahren Investitionen in Produkte, Technologie und die eigene Marke, sagt Harbers.

Mit der nun gefundenen Lösung ist die Liquidität gesichert und Devolo kann an den neuen Wachstumszielen mit voller Konzentration arbeiten.

Heiko Harbers, CEO von Devolo

Kräftiger Wachstumsmarkt Homeoffice

Optimistisch zeigt sich Harbers, da Geschäftsführung und Stakeholder gute Wachstumsperspektiven prognostizieren. So sei Harbers zufolge das Kerngeschäft und das weitere operative Business stabil und das Unternehmen verfügt über einen tragfähigen, finanziellen Rahmen. „Die mittel- bis langfristigen Marktaussichten sind positiv“, erläutert er. Denn durch die vermehrt stattfindenden Video-Chats im Homeoffice oder Video-Streamen in HD bleibt in jeder Ecke des eigenen Heimes schnelles Internet unverzichtbar und die Heimvernetzung bleibt weiter ein Wachstumsmarkt.

Um das Marken-Image weiter zu stärken, sollen aktuelle und noch geplante Produkt-Veröffentlichungen von internationalen Marketingmaßnahmen unterstützt werden, beschreibt Harbers. So soll die Marke Devolo über Omni-Channel-Konzpete noch stärker vermarktet werden.

Herausforderungen meistern – Märkte erweitern

Als Ursache für das nun abgeschlossene Restrukturierungsverfahren seien pandemiebedingte Effekte zu sehen, die trotz zuvor im Frühjahr erwarteter positiver Absatzentwicklung und Schließungen im deutschen Handel zu einem rückläufigen Nachfrage ab dem zweiten Quartal 2021 sorgten. Zugleich gab es hohe Wareneingänge aus den Produktionsstätten aus Fernost. Aufgrund des herrschenden Chipmangels, sorgte das für hohe Lagerbestände und Schwierigkeiten in der Liquidität.

Devolo hat vor kurzem neue Lösungen entwickelt und auf den Markt gebracht, mit denen die volle Leistung eines Glasfaseranschlusses im kompletten Haushalt via Koaxial- oder Telefonleitungen zur Verfügung steht. Auch der bereits Ende 2021 entwickelte Adapter für Powerline-Technologie und WiFi 6 soll weiter punkten.

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