Angetestet: Dell Latitude 7455 Mit Snapdragon-KI-CPU: Flachster Dell Latitude aller Zeiten

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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Mit einer Höhe von 16,9 mm ist das Latitude 7455 das bislang flachste Business-Notebook der Latitude-Serie von Dell. Welche Qualitäten der KI-fähige Mobilrechner mit Qualcomm-Snapdragon-X-Elite-CPU und 14-Zoll-QHD+-Touch-Display noch besitzt, erfahren Sie in unserem Hands-on-Test.

Das Herzstück des schlanken Dell Latitude 7455 ist der ARM-Prozessor Snapdragon X Elite X1E-80-100 von Qualcomm. Bei dieser Variante können zwei der 12 Oryon-CPU-Cores mit einer höheren Taktfrequenz arbeiten, was die Performance von Anwendungen verbessert, die nur mit einem oder zwei Threads arbeiten.  (Bild:  Vogel IT-Medien)
Das Herzstück des schlanken Dell Latitude 7455 ist der ARM-Prozessor Snapdragon X Elite X1E-80-100 von Qualcomm. Bei dieser Variante können zwei der 12 Oryon-CPU-Cores mit einer höheren Taktfrequenz arbeiten, was die Performance von Anwendungen verbessert, die nur mit einem oder zwei Threads arbeiten.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Mit dem Latitude 7455 bietet Dell ein Premium-Business-Notebook mit einem Snapdragon-X-Elite-Prozessor an, dessen Aluminiumgehäuse mit einer Dicke von 16,9 mm flacher ist, als alle bisherigen Latitude-Modelle. Allerdings ist er mit 1,44 kg kein ausgesprochenes Leichtgewicht, wofür das verwindungssteife Aluminium-Gehäuse verantwortlich ist. Zudem ist das Gerät das erste Latitude, das die Copilot+-PC-Anforderungen von Microsoft erfüllt.

Das Herzstück des Latitude 7455 ist ein Snapdragon X Elite X1E-80-100. Er verfügt über 12 Oryon-CPU-Cores mit Dual-Core-Boost, die kleinere Adreno-GPU mit 38 TFLOPS und natürlich die Hexagon-NPU mit 45 TOPS für die stromsparende Ausführung von KI-Funktionen. Beim Dual-Core-Boost können bis zu zwei der 12 Kerne mit 4 GHZ statt 3,4 GHz arbeiten. Auf dem kleinen Mainboard sitzen als Arbeitsspeicher 16 GB LPDDR5x-8448 und als Massenspeicher eine Kioxia-BG6-SSD im kurzen M.2-2230-Format mit 512 GB Speicherplatz, die eine ordentliche Performance bietet. Insgesamt ist das Latitude mit einer Punktzahl von 14.602 Zählern im PCMark-10-Applikations-Benchmark das bislang schnellste Snapdragon-Notebook im Test. Die Akkulaufzeit ist mit fast 15 Stunden im Office-Betrieb sehr gut, reicht aber nicht an die mehr als 19 Stunden des HP Elitebook Ultra G1q mit ebenfalls Snapdragon-X-Elite-CPU heran, der allerdings im Test ein gutes Stück langsamer war. Dass die Snapdragon-X-Notebooks immer noch etwas ein „Work in Progress“ sind, zeigte sich daran, dass ein BIOS- und Treiber-Update während des Tests die Leistung noch verbessert haben. Zuvor erreichte das Gerät 13.853 Punkte im PCMark 10.

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Entspiegelter Touchscreen mit hoher Auflösung

Das entspiegelte und bis zu 400 Nits helle 14-Zoll-Display im 16:10-Format stellt mit 2.560 x 1.600 Pixel die QHD+-Auflösung dar und erkennt Touch-Eingaben. Es stellt kräftige Farben dar, arbeitet aber nur mit 60 Hz. Über dem IPS-Panel sitzt eine hochwertige Full-HD-Kamera mit Windows-Hello-Unterstützung, die per Schieber abgedeckt werden kann. Einen Anwesenheitssensor bietet das Latitude ebenso wie auf der NPU laufende Windows Studio Effekte. In dem flachen Aluminium-Gehäuse sitzen links zwei USB4-Ports im USB-C-Format und ein MicroSD-Card-Leser, rechts ein USB-A-Port und eine Audiobuchse. Einen HDMI-Ausgang gibt es nicht und auch keine Aussparung für einen Kensington-Lock. Der von Dell verwendete WLAN-Controller Fastconnect 7800 von Qualcomm unterstützt Wi-Fi 7, über das optionale 5G-Modul verfügt das Testgerät nicht. Es ist auch nicht nachrüstbar, da beim reinen WLAN-Modell der SIM-Karten-Einschub im Gehäuse fehlt.

Das Keyboard des 14-Zöllers gefällt durch große Tasten mit knackiger Betätigung. Der Hub ist eher gering. Beim Testgerät für 2.156 Euro sitzt in der Power-Taste zusätzlich der optionale Fingerprint-Leser. Das Touchpad mit integrierten Tasten ist gemessen am Formfaktor groß. Einen für ein Business-Notebook sehr ordentlichen Sound bietet das Gerät ebenfalls. Das Gehäuse des Notebooks besteht laut Dell zu 50 Prozent aus Recycling-Aluminium, und auch weitere Teile sind teilweise aus wiederverwertetem Material gefertigt.

Schnelles Business-Notebook bei den passenden Anwendungen

Das schlanke Dell Latitude 7455 war im Test das bislang schnellste Snapdragon-X-Notebook. Auch die Akkulaufzeit kann mit fast zwei Arbeitstagen überzeugen, ebenso die Qualität des QHD+-Displays und des soliden Gehäuses. Nicht unbedingt schlank ist der Preis mit 2.156 Euro, der damit etwas über dem Niveau der bisherigen Snapdragon-X-Geräte in unserem Hands-on-Test liegt. Allerdings bleibt wie bei allen Snapdragon-Notebooks mit Windows die Einschränkung, dass nur ARM-native Anwendungen mit voller Performance laufen, während x86-Software durch die Emulation ausgebremst wird und etliche Anwendungen, die eigene Treiber benötigen, gar nicht laufen. Allerdings wächst die Zahl der ARM-Anwendungen beständig. Auf der IFA wurde angekündigt, dass einige populäre VPV-Anwendungen und ein Client für Google Drive noch dieses Jahr als ARM-Versionen erscheinen sollen. Auch die Zahl der Anwendungen, die von der NPU im Snapdragon-X-Prozessor Nutzen ziehen, soll weiter wachsen. So unterstützt etwa Microsofts DirectML, die Basis der Copilot-Runtime, seit August die Hexagon-NPU in den Qualcomm-Prozessoren.

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