Insolvenzantrag beim Amtsgericht Essen

Maxdata meldet Insolvenz an

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Rettungsversuch I

Der Befreiungsschlag sollte im Rahmen einer Kernsanierung erfolgen: Fertigung und Vertrieb sollten eigenständig werden, denn bis dato war es so, dass sich die beiden Bereiche teilweise gegenseitig behindert haben. Durch Selbständigkeit zweier getrennt fungierender Gesellschaften, nämlich der Maxdata International GmbH (Vertrieb und Marketing), sowie der Maxdata Systeme GmbH (Produktion) sollte sich einiges grundlegend ändern. Nachdem die Produktions-GmbH mit einem neutralen Namen ausgestattet wurde, war sie so eigenständig, dass sie auch als Auftragsfertiger für Drittanbieter offen stand. Offenbar kamen nicht genügend Aufträge herein.

Das war die Hauptursache für den fehlenden Cash-Flow: Nach einer Millioneninvestitionen im Jahr 2005 in eine neue Kommissionierungsanlage war man hochflexibel, aber nicht ausgelastet.

Rettungsversuch II

Ein weiterer Versuch, die Auslastung zu erhöhen bestand darin, den hohen Bekanntheitsgrad und das gute Image des Brands Belinea stärker zu nutzen. Belinea blieb keine reine Display-Marke. 2007 kündigte Thomas Stiegler dann im Gespräch mit IT-BUSINESS an: »Gegenwärtig stehen wir vor der größten Produktoffensive in der Maxdata-Firmengeschichte. Wir haben unser Produktsortiment umfassend erneuert und werden damit in völlig neue Marktsegmente vordringen. Unter Belinea werden dabei nicht mehr nur wie bisher Monitore laufen, sondern weitere Produkte für Consumer – insbesondere Notebooks

Gesagt getan: Ab September 2007 wurden unter dem Belinea-Brand dann drei verschiedene Notebook-Serien angeboten. Bis zur Veröffentlichung der Meldung hat IT-BUSINESS bei Maxdata niemanden für eine Stellungnahme erreicht. Verständlich – der Insolvenzantrag wurde gerade erst abgegeben.

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