PC-Hersteller hoffen auf Synergien Lintec angelt sich Chiligreen

Redakteur: Regina Böckle

Mit dem Linzer BtO-Fertiger Chiligreen hat die Lintec AG jetzt rund 60 Mitarbeiter samt Management übernommen. Die PC-Produktion soll ins Lintec-Werk nach Taucha wandern, die Server-Fertigung in Linz verbleiben.

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Lange hat der Lintec-Konzern nach einem Partner gesucht. Jetzt wurde man offenbar fündig – bei der Chiligreen Computer GmbH in Linz. Das Unternehmen fertigt Notebooks, PCs, Desktops und Server und setzte im vergangenen Geschäftsjahr laut eigenen Angaben mit mehr als 60 Mitarbeitern rund 50 Millionen Euro um. Chiligreen arbeite sehr profitabel, konkrete Zahlen würden hier allerdings generell nicht veröffentlicht. Einige Branchenkenner bezweifeln allerdings die Profitabilität. Lintec-Vorstand Thomas Goletz bezeichnet das 2003 aus dem IPC-Archtec-Konzern hervorgegangene Unternehmen als Wunschpartner, bei dem »einfach alles gepasst« habe: Positionierung, Produkte, Zahlen, Team und Führung. »Rechtlich ist dies zwar eine Übernahme der Chiligreen, de facto aber eine Fusion zweier sich ergänzender Partner. Chiligreen ergänzt uns genau in den Bereichen, in denen Lintec nicht mehr stark genug war, in den Markt zurückzukommen: Im Handel, bei den Produkten, im Verkauf«, so Goletz.

Chiligreen soll auch künftig als eigenständige Gesellschaft unter Leitung des bisherigen Inhabers und Geschäftsführers Gerald Wirtl in Österreich agieren. Geplant ist allerdings, Teile der Serienproduktion von Desktops und externen Festplatten an den Lintec-Standort nach Taucha zu verlegen. Diese Aufgaben hatten bislang andere Dienstleister übernommen. Die gesamte Server-Produktion jedoch bleibt in Linz. Lintec wiederum will die eigenen Stärken einbringen, die Goletz zufolge in der »Infrastruktur, der Verankerung im Osten Deutschlands, den Servicekonzepten und dem Zugang zum Kapitalmarkt« liegen. »Hier entsteht jetzt ein schlagkräftiges Unternehmen, das 2007 und 2008 weiter wachsen kann«, zeigt sich der Lintec-Vorstand überzeugt. Lintec produzierte für Chiligreen schon in der Vergangenheit und habe »hier enorme Flexibilität bewiesen«, so Chiligreen-Chef Wirtl. »Das war ausschlaggebend für die Fusion«.

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