Partner Kick-Off in Sonthofen Lenovo beschreitet mit der Idea-Produktfamilie neue Wege

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Das Think-lastige Portfolio im Premium-Segment lässt sich in Krisenzeiten nicht so gut verkaufen wie Consumer-Produkte im unteren Preissegment. Mit dem Idea-Portfolio und neuen Absatzwegen reagieren die Chinesen auf gegenwärtige Herausforderungen.

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Mark Fischer, Chef von Lenovo Deutschland, ist ein Mann der klaren Worte. Auf der Partner-Kick-Off-Veranstaltung in Sonthofen machte er keinen Hehl daraus, dass die aktuelle Wirtschaftskrise sein Unternehmen besonders hart trifft. Denn drei Einflussfaktoren verstärken sich gegenseitig:

  • Lenovo ist mit einem Umsatzanteil von 52 Prozent überdurchschnittlich stark in China vertreten (Durchschnitt: 15 Prozent) – und das China-Geschäft ist besonders stark eingebrochen.
  • Lenovo ist mit einem Umsatzanteil von 76 Prozent überdurchschnittlich stark im Geschäftskundenbereich vertreten (Durchschnitt: 53 Prozent) – und die aktuelle Investitionszurückhaltung betrifft insbesondere das Business-Segment.
  • Lenovo ist mit einem Umsatzanteil von 55 Prozent überdurchschnittlich stark im Premium-Segment vertreten (Durchschnitt: 29 Prozent) – und insbesondere im Premiumsegment sind besonders starke Umsatzeinbrüche zu verzeichnen.

Perfect-Storm-Szenario

Lenovo-intern habe man für diese, sich aufsummierenden Tendenzen schon den Begriff »Perfect Storm« verwendet. Auch wenn diese Effekte nur temporärer Natur seien und auf einen Abschwung bislang immer ein Aufschwung folgte, müsse man reagieren. Bis zum Start des Geschäftsjahres 2009/2010 am 1. April 2009 werden weltweit 2.500 Stellen abgebaut, also 11 bis 12 Prozent der Gesamtbelegschaft. Alle Bereiche seien davon betroffen, auch Management- und Support-Funktionen. Organisationseinheiten werden konsolidiert und die Bonifizierung geändert. Geografisch und strukturell werde man die Lasten und Einschnitte gerecht verteilen, so Fischer im Gespräch mit IT-BUSINESS.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie Lenovo reagiert und wie die neue Idea-Produktfamilie platziert wird.

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