Die Kosten des Klimawandels werden bis 2050 alleine in Deutschland auf 280 bis 900 Milliarden Euro geschätzt, wie das Bundesministerium für Klimaschutz berichtet. Um den Klimawandel und die damit verbundenen Kosten einzudämmen, sind dringend Maßnahmen erforderlich.
Das dicke Ende kommt bestimmt: Mit nachhaltiger Transformation können auch IT-Unternehmen die Kosten des Klimawandels so klein wie möglich halten.
(Bild: ColdFire - stock.adobe.com)
Die Klimakosten setzen sich aus materiellen und immateriellen Schäden zusammen, die durch den Klimawandel verursacht werden. Materielle Klimakosten wie Ernteausfälle sind gut messbar und daher in Politik und Wirtschaft stark präsent. Die immateriellen Kosten, (beispielsweise Beeinträchtigungen digitaler Infrastruktur) lassen sich hingegen nur schwer monetär erfassen. Dennoch beeinträchtigen sie die gesellschaftliche Wohlfahrt genauso wie die materiellen Kosten.
Nachhaltigkeit in der IT-Branche
Die IT-Branche verursacht durch ihr bloßes Sein, wie durch Rechenzentren und Software-Betrieb, natürlich Treibhausgasemissionen. Gleichzeitig bietet sie aber auch Lösungen zur Effizienzsteigerung und Emissionsreduktion. IT-Unternehmen können also durchaus aktiv Nachhaltigkeit fördern, ob bei sich selbst oder bei anderen.
Doch unabhängig von den Emissionen, die ein IT-Unternehmen selbst verursacht oder einspart, wird es direkt oder indirekt von den Kosten des Klimawandels betroffen sein, beispielsweise durch Lieferengpässe oder Schäden an der Infrastruktur. Um diese Kosten möglichst gering zu halten, sollten Unternehmen in der IT-Branche schon mitten in der nachhaltigen Transformation sein – auch um gesetzlichen Anforderungen wie der CSR-Berichtspflicht und gesellschaftlichen Ansprüchen von Konsumenten gerecht zu werden.
Maßnahmen zur Reduktion der Klimakosten
Zunächst sollten sich Unternehmen in der IT-Branche Gedanken machen, wie sie ihre Kosten reduzieren und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Nur so können sie gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und modernen Kundenansprüchen gerecht werden. Hier sind einige spezifische Maßnahmen, die Unternehmen in der IT-Branche jetzt ergreifen können:
1. Cloud Computing: Cloud-Computing-Dienste ermöglichen es Unternehmen, IT-Ressourcen bedarfsgerecht und effizient zu nutzen, anstatt eigene Rechenzentren betreiben zu müssen. Durch die Nutzung von Cloud-Diensten können Unternehmen ihre IT-Infrastruktur optimieren, den Energieverbrauch reduzieren und Kosten einsparen.
2. Nachhaltige Beschaffung: Unternehmen sollten bei der Beschaffung von IT-Hardware und -Ausrüstung auf Nachhaltigkeitskriterien achten. Dies umfasst den Einsatz energieeffizienter Geräte, die Verwendung von recycelten Materialien und die Berücksichtigung der sozialen und ökologischen Standards der Lieferanten. Zwar gibt es in diesem Bereich bisher kaum perfekte Lösungen, der Best-in-Class-Ansatz kann allerdings bereits einen großen Unterschied machen.
3. Emissionsreduktion bei der Softwareentwicklung: Die IT-Branche kann auch dazu beitragen, Emissionen zu reduzieren, indem sie nachhaltige Softwareentwicklungspraktiken einführt. Dazu gehört die Optimierung von Code, die Verwendung energieeffizienter Algorithmen und die Reduzierung von Datenübertragungen.
4. Remote-Arbeit und virtuelle Meetings: Durch die Förderung von Remote-Arbeit und virtuellen Meetings können Unternehmen Reise- und Transportkosten einsparen, den CO2-Fußabdruck verringern und gleichzeitig die Work-Life-Balance der Mitarbeitenden verbessern.
5. Kreislaufwirtschaft: Unternehmen können ihre elektronischen Geräte und ihre IT-Ausrüstung recyceln oder wiederverwenden, anstatt sie zu entsorgen. Durch die Implementierung von Kreislaufwirtschaftskonzepten können Ressourcen gespart und Kosten reduziert werden.
6. Treibhausgase-Ausgleich: Als letzter Schritt, um Klimaneutralität zu erreichen, können Unternehmen übrige CO2-Emissionen ausgleichen. Zum Beispiel durch die Unterstützung von Aufforstungsprojekten oder die Investition in Technologien zur CO2-Entnahme aus der Atmosphäre – doch hierbei ist Vorsicht geboten und man sollte sich die Projekte genau anschauen, um Greenwashing zu vermeiden.
Diese Maßnahmen sind nur einige Beispiele für das, was Unternehmen in der IT-Branche tun können, um Kosten zu senken und gleichzeitig einen positiven Beitrag zur Bewältigung des Klimawandels zu leisten.
Die nachhaltige Transformation gemeinsam angehen
All diese Maßnahmen sind Teil der nachhaltigen Transformation in IT-Unternehmen. Damit sie konsequent umgesetzt werden, müssen alle Betroffenen willens und fähig sein, sich an ihnen zu beteiligen. Denn nur wenn alle Mitarbeitenden wissen, warum die Maßnahmen umgesetzt werden und wie sie dazu beitragen können, ist die Transformation zukunftssicher.
Daher empfiehlt es sich, Mitarbeitende zu Umwelt- und Klimafragen zu schulen – auf allgemeiner Ebene sowie mit Bezug auf ihre Aufgaben und Bereiche. Anbieter wie die AXA Climate School bieten Unternehmen entsprechende Lerninhalte für ihre Mitarbeitenden an. Sind diese richtig geschult, wissen sie an welchen Stellen das Unternehmen Emissionen verursacht, welche Auswirkungen diese haben und wie sie gegebenenfalls verringert werden können. So werden Mitarbeitende motiviert, selbst Teil der nachhaltigen Transformation zu werden und Maßnahmen zu unterstützen oder sogar selbst anzuregen.
Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen
Die Kosten des Klimawandels stellen eine erhebliche Herausforderung für Unternehmen dar, insbesondere in der IT-Branche. Um diese Kosten zu minimieren und gleichzeitig einen positiven Beitrag zur Bewältigung des Klimawandels zu leisten, ist eine ganzheitliche Strategie erforderlich. Wird diese unternehmensweit umgesetzt und unterstützt, können Kosten gesenkt und gesellschaftliche Verantwortung übernommen werden. Diese Verantwortung zu tragen, ist heute für Unternehmen in jeder Branche nötig, um einen Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaft zu leisten und sich konkurrenzfähig und krisensicher aufzustellen.
Die nachhaltige Transformation erfordert ein Umdenken in der gesamten Organisation, die Einbindung der Mitarbeitenden und die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren in der Branche. Nur durch gemeinsame Anstrengungen können Unternehmen die Kosten des Klimawandels reduzieren und eine nachhaltige Zukunft schaffen.
* Die Autorin Valerie Hutterer ist Head of Market des deutschsprachigen Raums für die AXA Climate School. Zuvor sammelte sie wertvolle Erfahrungen in den Bereichen Klimawandel, Bildung, Sozialwissenschaften und Umweltpolitik, unter anderem während ihrer Arbeit im Europäischen Parlament, internationalen Organisationen und verschiedenen NGOs. Als Mitgründerin von Education.Climate, bietet sie Workshops rund um die Klimakrise an deutschen Hochschulen, unter anderem an der TU München, an. Die Climate School ist Teil von AXA Climate, die komplette Geschäftsbereiche zur Anpassung an den Klimawandel betreibt (die Climate School, Versicherungen, Industrie/Agrar/Finanzen/öffentliche Anpassung), und unterstützt Firmen und Organisationen bei der nachhaltigen Transformation.
Bildquelle: AXA Climate School
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Stand: 08.12.2025
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