Künstliche Intelligenz im Channel KI-Tools überfluten den Markt

Von Dr. Stefan Riedl 2 min Lesedauer

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Lange Zeit war KI ein Thema für die Science Fiction oder den Hörsaal. Mit ChatGPT kam die Wende und KI-Werkzeuge wurden Teil der Bildschirmarbeit. Der IT-Channel kann mit Beratung, Schulungen, Lizenz- oder Aboverkauf und Orientierungshilfe am Geschäft mit dem Trendthema partizipieren.

Wer AI-Tools beherrscht, kann zum Superhelden im Büro werden.(Bild:  KI-generiert / Canva)
Wer AI-Tools beherrscht, kann zum Superhelden im Büro werden.
(Bild: KI-generiert / Canva)

Geht man nach einer aktuellen Erhebung von Canva, stimmen drei Viertel der CIOs in Deutschland zu, dass es zu viele KI-Tools auf dem Markt gibt. Die ketzerische Bemerkung, dass Canva daran nicht ganz unschuldig ist, bietet sich regelrecht an. Im „Magic Studio“ des Unternehmens finden sich KI-gestützte Bild- und Videoerstellungs-Apps, KI-Apps, die Firmenlogos erstellen, Bildausschnitte vergrößern, indem sie passende Inhalte generieren, Text-to-Video-KIs, Morphing-KI, Formulierungshilfen, Text-zu-Speech-KI und etliche mehr. Aber auch die Konkurrenz ist groß und mannigfaltig. Die KI-Branche boomt und die berühmtesten Tools, ChatGPT und Midjourney, sind nur die Spitze des Eisbergs.

Die Qual der Wahl

Jorge Bestard, Head of Sales, Canva(Bild:  Canca)
Jorge Bestard, Head of Sales, Canva
(Bild: Canca)

Aus der Perspektive von Jorge Bestard, Head of Sales EMEA bei Canva, ist nicht nur die Menge an KI-Tools für die Unternehmen überwältigend, sondern in Folge auch die Schwierigkeit, eine fundierte Auswahl unter ihnen zu treffen. Aber: Fast alle CIOs, erhöhen ihr Budget für Investitionen in KI-Anwendungen, wobei rund ein Viertel (23 %) plant, das Budget um mehr als 50 Prozent aufzustocken – ein lukrativer Markt, auch für den IT-Channel.

Es ist nicht nur die Menge an KI-Tools, die überwältigend ist, sondern auch die Schwierigkeit, eine fundierte Auswahl unter ihnen zu treffen.

Jorge Bestard, Head of Sales EMEA, Canva

KI als Handelsware

Die Umfrage will auch ermittelt haben, dass 65 Prozent der CIOs in Deutschland angeben, dass ihre IT-Teams zu klein sind, um die Angestellten für neue Anwendungen zu schulen. Hier könnten IT-Dienstleister ihr Knowhow in bare Münze verwandeln und vom KI-Business profitieren.

Canva geht strategisch den Weg, die Unübersichtlichkeit des KI-Marktes für sich zu nutzen, indem sich das Unternehmen mit einer All-in-One-Plattform etablieren will. „Mit der Einführung von Magic Studio im Jahr 2023 hat Canva einen wichtigen Schritt unternommen, um die Fragmentierung innerhalb des Design- und Kreativ-Ökosystems zu verringern“, so Bestard.

Datensicherheit und Urheberrecht

Zwei spezifischen Problemen des KI-Markts widmet das Unternehmen ein besonderes Augenmerk: Datensicherheit und Urheberrecht. „Wir gehen diese Herausforderungen durch mehrere wichtige Initiativen proaktiv an“, so der Manager.

So wurden mit „Canva Shield“ eine Reihe von Datenschutzfunktionen eingeführt. Kunden sollen damit die Möglichkeit haben, Inhalte insofern sicher zu erstellen, dass IT-Admins die Kontrolle darüber haben, wie Magic-Studio-Produkte aktiviert und verwendet werden.

KI-Lizenzprogramm

Was das Thema Urheberrecht angeht, sollen Kreative von einem KI-Lizenzprogramm profitieren können. „Dieses Programm stellt sicher, dass Canva-Creators eine Vergütung erhalten, wenn sie zustimmen, dass ihre Inhalte für das Training von KI-Modellen verwendet werden“, so Bestard. Im Rahmen des Programms werden in den nächsten drei Jahren 200 Millionen US-Dollar an Content- und KI-Lizenzgebühren an die Kreativ-Community von Canva gezahlt. „Diese Initiative respektiert nicht nur die Rechte am geistigen Eigentum der Kreativen, sondern fördert auch ein transparentes und ethisches Umfeld für die Entwicklung und Nutzung von KI“, findet der Manager.

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