Keeper Security Insight Report 2024 KI hebt Cyberangriffe auf ein neues Level

Von Ira Zahorsky 2 min Lesedauer

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Überall liest man nur noch von Künstlicher Intelligenz: Wo sie drin ist, was entwickelt wird und wie toll sie ist. Doch KI hat auch Schattenseiten, gerade in puncto Cyberattacken. Welche neuen Herausforderungen müssen Unternehmen bewältigen?

Cyberangriffe mit Unterstützung durch KI-Tools werden weiter zunehmen.(Bild:  S... - stock.adobe.com)
Cyberangriffe mit Unterstützung durch KI-Tools werden weiter zunehmen.
(Bild: S... - stock.adobe.com)

Deutsche IT-Führungskräfte sind, dem Insight Report 2024 von Keeper Security zufolge, am häufigsten mit Phishing (64 %), Malware (53 %), Ransomware (39 %) und Passwortangriffen (26 %) konfrontiert und fühlen sich mit der Bekämpfung überfordert.

Fast alle (97 %) gaben an, dass die Zahl der Cyberangriffe im Vergleich zum Vorjahr zugenommen hat. 95 Prozent erleben zudem, dass die Attacken durch den Einsatz von KI-Tools auch ausgefeilter und schlechter zu erkennen sind. Besonders Phishing-Angriffe sind davon betroffen. Sie gaukeln Echtheit vor und profitieren von erhöhter Glaubwürdigkeit. Zudem können sie in hohem Umfang eingesetzt werden.

Folgende neue Angriffsvektoren sehen IT-Führungskräfte als schwerwiegend:

Angriffsart deutsche Befragte Befragte gesamt
KI-gestützte Angriffe 50 % 51 %
Deepfake-Technologie 31 % 36 %
Angriffe auf die Lieferkette 31 % 36 %
Angriffe auf das IoT 29 % 34 %
Angriffe auf 5G-Netzwerke 29 % 34 %
Dateilose Angriffe 24 % 24 %
Cloud Jacking 22 % 35 %

Auch beim Knacken von Passwörtern nutzen Cyberkriminelle vermehrt KI. Gestohlene oder schwache Passwörter sind eine der Hauptursachen für Security Breaches. Knapp die Hälfte (48 %) der deutschen Befragten gab zu, dass gestohlene Passwörter eines der größten Probleme der IT-Verantwortlichen sind. Insgesamt fühlen sich die Befragten gegenüber dieser neuen Art der Angriffe schlecht gerüstet. Es fehle ihnen an Abwehrmöglichkeiten, vor allem gegen Deepfake-Technologie und die Ausnutzung von 5G-Netzwerken (je 34 %), aber auch gegen KI-gestützte Angriffe (30 %).

Die vermehrt raffinierteren Attacken führen auch zu höheren finanziellen Verlusten. Neben den direkten Kosten für Lösegeldzahlungen oder die Unterbrechung des Geschäftsbetriebs müssen die Betroffenen auch dauerhafte Umsatzeinbußen, Verlust von Kunden und Geschäftspartnern sowie Rufschädigung einkalkulieren. „Dies zeigt klar die Notwendigkeit eines kontinuierlich aktiven Ansatzes für die Cybersicherheit, der fortschrittliche Verteidigungsmechanismen und Best Practices kombiniert, um neue Bedrohungen zu erkennen und Cyberangriffe abzuwehren“, fasst Darren Guccione, CEO und Mitbegründer von Keeper Security, die Lage zusammen.

Über den Keeper Security Insight Report 2024

Die Umfrage für den Insight Report 2024 „The Future of Defense: IT Leaders Brace for Unprecedented Cyber Threats“ wurde von TrendCandy Research im Auftrag von Keeper Security durchgeführt.
Das unabhängige Marktforschungsunternehmen befragte im ersten Quartal 2024 rund 800 IT- und Sicherheitsverantwortlichen weltweit, darunter 100 aus Deutschland. Die anderen Teilnehmer stammten aus USA und Kanada (201), UK (100), Frankreich (100), Japan (100) sowie Australien und Neuseeland (200).

Download des Reports

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