Einschränkung von Gemini und Co.
KI-Abhängigkeiten: Wenn der Müller den Bäcker in der Hand hat

Von Dr. Stefan Riedl 7 min Lesedauer

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Plötzlich ändert der Müller die Lieferbedingungen, und der Bäcker steht ohne Mehl da. Bei Künstlicher Intelligenz ist das gerade Realität, denn Google schränkt den Zugang zu Gemini 2.5 ein. Ludwig Groten, CEO bei Tobit Laboratories, zeigt, wie Unternehmen handlungsfähig bleiben.

Gegenseitige Abhängigkeit kann eine Partnerschaft stärken – wie bei Bäcker und Müller: Der Bäcker braucht das Mehl, der Müller einen Abnehmer. Doch bei Künstlicher Intelligenz kann sich das ganz anders ausspielen.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Gegenseitige Abhängigkeit kann eine Partnerschaft stärken – wie bei Bäcker und Müller: Der Bäcker braucht das Mehl, der Müller einen Abnehmer. Doch bei Künstlicher Intelligenz kann sich das ganz anders ausspielen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Abhängigkeit muss an sich nichts Schlimmes sein, formuliert Ludwig Groten, CEO, Tobit Laboratories, als Prämisse. „Gegenseitige Abhängigkeit kann eine gute Partnerschaft sein, wie zwischen Bäcker und Müller: Der eine braucht das Mehl, der andere den Abnehmer.“ Doch die Metapher hat ein „aber“, denn kritisch wird es, wenn nur eine Seite noch handlungsfähig ist und die andere sich dauerhaft unterordnen muss.

Aktueller Bezug: Künstliche Intelligenz

„Solche Abhängigkeiten kennen wir nicht nur aus der KI, sondern auch aus Cloud-Plattformen, proprietären Datenformaten und einzelnen SaaS-Angeboten. Wer selbst gestalten will, braucht Wahlmöglichkeiten und tragfähige Partnerschaften“, so Groten. Die angekündigte Einschränkung des Zugangs zu leistungsfähigeren Gemini-Modellen zeigt, wie schnell sich die Bedingungen eines KI-Angebots ändern können. Für Unternehmen, die Arbeitsprozesse darauf aufgebaut haben, hat dies Konsequenzen.