SNP-Meta-Studie: Motivation für Migration sehr unterschiedlich Jeder dritte SAP-Kunde nutzt schon SAP S/4HANA

Von Elke Witmer-Goßner

Anbieter zum Thema

Das Software- und Beratungsunternehmen SNP Schneider-Neureither & Partner SE, hat in einer Meta-Studie Motivation, Timing und die Vorgehensweise zur Migration nach SAP S/4HANA bei SAP-Anwenderunternehmen zusammengefasst.

Technologische und betriebswirtschaftliche Gründe sprechen für die Migration nach SAP S/4HANA – die Wahl des Migrationsansatzes ist aber von individuellen Anforderungen abhängig.(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Technologische und betriebswirtschaftliche Gründe sprechen für die Migration nach SAP S/4HANA – die Wahl des Migrationsansatzes ist aber von individuellen Anforderungen abhängig.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

So sind es laut einer aktuellen Studie von Research Services by Foundry sowohl technologische, als auch betriebswirtschaftliche Gründe, warum 48 Prozent der Unternehmen nach SAP S/4HANA migrieren. 43 Prozent nannten eher oder eindeutig technische und neun Prozent eher oder eindeutig betriebswirtschaftliche Gründe. SAP S/4HANA wird als strategische Grundlage für weitere Innovationen und Technologiesprünge verstanden.

So fand das IT-Beratungsunternehmen Valantic in der SAP S/4HANA-Studie 2022 heraus, dass für eine große Mehrheit (81 %) der Unternehmen, die Modernisierung der bestehenden SAP-Landschaften und IT-Infrastruktur im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung und wachsenden Systemkomplexität eine übergeordnete Bedeutung hat. Für 74 Prozent ist das angekündigte Wartungs- und Supportende für SAP ERP bis 2027 ein weiterer Haupttreiber für die Einführung von SAP S/4HANA.

Zudem sehen viele SAP-Anwender ein mit der Einführung einhergehendes hohes Innovations- und Optimierungspotenzial für die digitale Unternehmensausrichtung. Veränderte Businessanforderungen wollen sie daher in der neuen SAP-Lösung abbilden. Dieser Tenor zeigt sich auch in den Umfrageergebnissen des Marktforschungsunternehmens Lünendonk sowie des US-Magazins SAPinsider. Ein Mehrwert wird in der Beschleunigung bestehender Prozesse und Geschäftsabläufe gesehen – etwa durch die Verbesserung der Performance, Effizienz und Nutzerfreundlichkeit. Ein weiterer Grund ist das Streben nach Automatisierung.

Individuelle Migrationsstrategien

Laut Investitionsreport 2022 der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) hat inzwischen mehr als jedes dritte der befragten Anwenderunternehmen SAP S/4HANA im Einsatz.

Dieses Bild wird auch von den Ergebnissen der Studie von Research Services by Foundry bestätigt: 35 Prozent der Unternehmen setzen SAP S/4HANA oder SAP S/4HANA Cloud im Rahmen des Business-Transformation-as-a-Service-Programms „RISE with SAP“ ein – weitere 37 Prozent planen die Implementierung. Die meisten Projektverantwortlichen wissen auch, dass sie für den Umstieg auf SAP S/4HANA zwischen den Migrationsansätzen Greenfield, Brownfield und Bluefield, einem hybriden (selektiven) Ansatz, wählen können. „Hinsichtlich des gewählten Ansatzes zeichnet die Studienlage kein eindeutiges Bild. Die Migrationsstrategie wird von individuellen Anforderungen und Gegebenheiten bestimmt“, erklärt Gregor Stöckler, COO von SNP.

Für ein Drittel der Befragten ist der hybride (selektive) Ansatz der Favorit. Er verbindet die Vorteile von Greenfield und Brownfield: Unternehmen können relevante Daten und Prozesse beibehalten und gleichzeitig Systeme entschlacken. Bei den Unternehmen mit einem Umsatz von über einer Milliarde Euro setzen mehr als 45 Prozent auf den selektiven Ansatz. Aber auch die Brownfield-Methode ist noch attraktiv. 31 Prozent der Unternehmen entscheiden sich für die technische Systemumstellung. Der Migrationsansatz eignet sich vor allem für Unternehmen ohne großen Optimierungsbedarf. Der Greenfield-Ansatz, der eine Neuimplementierung der SAP-Landschaft bedeutet und gemeinhin mit einem Prozess-Redesign einhergeht, ist für nur 22 Prozent interessant. Dieser Ansatz kommt vor allem dann infrage, wenn noch keine SAP-Software eingesetzt wird oder Anwenderunternehmen ihre Multi-ERP-Landschaften transformieren wollen.

Zur Studie
Die Meta-Studie beruht auf der Auswertung von Primär-Studien und Kundenumfragen der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG), der Americas SAP Users Group (ASUG), den Marktforschungsunternehmen Lünendonk und Research Services by Foundry sowie dem US-Magazin SAPinsider und dem IT-Beratungsunternehmen Valantic. SNP hat die Studien gesichtet, die Ergebnisse zusammengefasst und diese kommentiert und eingeordnet. Die komplette Studie hat SNP zum DSAG-Jahreskongress 2022 im Weißbuch „SAP S/4HANA: Das müssen Sie für Ihren erfolgreichen Umstieg wissen: Fakten, News und Praxiswissen von Experten für Experten“ veröffentlicht (Download nach Registrierung).

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:48668766)