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ITB: OK, mangelnde Transparenz kann man Ihnen nicht vorwerfen, aber was springt am Ende des Monats für den Zeitarbeiter heraus, im Vergleich zu einem regulär beim Unternehmen angestellten?
Pientka: In der Regel natürlich weniger. Es ist ganz klar, dass sich auf Basis der Kalkulation nicht die Bruttogehälter ergeben, wie sie beispielsweise in einem Siemens-Tarifvertrag stehen. Aber auch in unserer Branche gibt es Tarifverträge, und in der IT ist es tatsächlich so, dass die Unternehmen gerne dazu bereit oder aufgrund von Bewerbermangel gezwungen sind, wirklich anständige Gehälter zu zahlen. Über Tecops können sie dies tun und trotzdem die Flexibilität von Zeitarbeit genießen.
ITB: Laut Bundesagentur für Arbeit fehlen 26.000 IT-Fachkräfte, der Branchenverband Bitkom kommt sogar auf 40.000. Über die absoluten Zahlen kann man streiten, aber in der gegenwärtigen Situation werden die Bewerber doch tendenziell eher Arbeit in höherbezahlten Festanstellungen finden als bei einem Personaldienstleister wie Tecops, oder?
Pientka: Es gibt durchaus gute Gründe, sich für Zeitarbeit in der IT-Branche zu entscheiden. Wir haben einige Mitarbeiter, die nach der Uni erst einmal in mehreren verschiedenartigen Projekten arbeiten möchten, um Praxisluft zu schnuppern. Andere sehen Zeitarbeit als Orientierungsphase und möchten über uns verschiedene Bereiche ausprobieren, beispielsweise im Helpdesk-Bereich einerseits und später dann im Außendienst andererseits. Für diejenigen ist Zeitarbeit dann auch oft ein Sprungbrett in eine Festanstellung, wenn in einem Unternehmen die Chemie stimmt. Viele wollen aber auch langfristig bei uns bleiben, weil sie sich so freier und unabhängiger fühlen. Die haben einfach Spaß an der Projektarbeit und daran, immer wieder was Neues zu sehen.
ITB: Welche Bereiche sind denn momentan am meisten vom Fachkräftemangel betroffen?
Pientka: Gegenwärtig ist es sehr schwierig, IT-Profis aus verschiedenen hochspezialisierten Bereichen zu bekommen. Kaum auf dem Arbeitsmarkt verfügbar sind zur Zeit High Skills in der Java-Entwicklung und Programmierer für Embedded Systems. SAP-Consultants und gute Vertriebsmitarbeiter sind aber auch ein Dauerthema.
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