Informationsquellen für Cybersecurity IT-Channel genießt großes Vertrauen

Von Ira Zahorsky

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Wenn es um die Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit von Informationsquellen in puncto Cybersicherheit geht, stehen einer Umfrage von Vectra AI zufolge der IT-Channel und Institutionen wie das BSI ganz oben. Unsicherheit herrscht allerdings bei der konkreten Absicherung vor Angriffen.

Im IT-Security-Markt gibt es unzählige Lösungen. Für eine Orientierung vertrauen Unternehmen dem IT-Fachhandel.(Bild:  shorty25 - stock.adobe.com)
Im IT-Security-Markt gibt es unzählige Lösungen. Für eine Orientierung vertrauen Unternehmen dem IT-Fachhandel.
(Bild: shorty25 - stock.adobe.com)

„Egal ob große oder kleine Unternehmen, sie alle haben damit zu kämpfen, dass in der Welt der Cybersicherheit stellenweise eine große Kakophonie zu hören ist. Produkte, Konzepte, Philosophien – das Angebot ist immens und die Bandbreite riesig“, erklärt Andreas Riepen, Head Zentral- und Osteuropa bei Vectra AI. Als besonders kompetente Informationsquelle, um sich im Dschungel der Lösungsangebote zurecht zu finden, sehen die von Vectra AI befragten 200 Unternehmen fast übereinstimmend (94 %) ihre Partner aus dem IT-Channel. Auch Institutionen wie das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) werden zur Information herangezogen und geschätzt.

Doch obwohl das Vertrauen in Reseller und Systemhäuser groß ist, sind die Unternehmen skeptisch, „was ihre tatsächliche Widerstandsfähigkeit gegen schwerwiegende Cyberangriffe angeht“, erläutert Riepen. So halten 88 Prozent der Befragten traditionelle Sicherheitsansätze nicht mehr für ausreichend, um mit den Cyberkriminellen Schritt zu halten. Fast ebenso viele (87 %) glauben, dass zahlreiche Tools und Konzepte nicht ausreichen, um mit den raffinierten, aktuellen Taktiken, Techniken und Prozessen der Angreifer mitzuhalten. Rund 80 Prozent vermuten, dass Angreifer gar einen jahrelangen Vorsprung haben. Ebenfalls 80 Prozent sind der Meinung, dass reine Präventions-Tools zur Abwendung von Attacken ungeeignet sind und auch Lösungen zur Erkennung laufender Angriffe wichtig sind. Die steigende Nachfrage nach solchen Lösungen stimmt Riepen zuversichtlich, „dass ein Großteil der Befragten verstanden hat, dass Cybersicherheit mehr als Prävention ist.“

BSI: 10 Tipps zur Cyber-Sicherheit für Unternehmen

Institutionen wie das BSI werden ebenfalls als kompetent wahrgenommen, wenn es um Informationsquellen zur Cybersicherheit geht. Von den „10 Tipps zur Cyber-Sicherheit für Unternehmen“ des BSI haben alle Befragten schon gehört, 86 Prozent haben sie auch gelesen. Von diesen 86 Prozent empfinden wiederum

  • 86 Prozent die Empfehlungen als hilfreich,
  • 62 Prozent sehen darin eine gute Hilfestellung, wenn es darum geht die eigenen Bemühungen rund um die Erkennung und Reaktion auf Cyberbedrohungen zu verbessern,
  • 64 Prozent glauben, dass die Tipps sinnvoll sind, um sich gegen eine Mehrzahl der Angriffe zu schützen und
  • 57 Prozent meinen, dass die Ratschläge gegen moderne Attacken effektiv sind.

11 Prozent der Umfrageteilnehmer, die die BSI-Ratschläge gelesen haben, bescheinigen diesen nur eine geringe Wirksamkeit. Von den 11 Prozent halten jeweils 43 Prozent die Richtlinie für veraltet beziehungsweise zu oberflächlich. 38 Prozent denken, dass eine laufende Attacke nicht mit den Tipps gestoppt werden kann. 14 Prozent halten die Vorschläge grundsätzlich für ungenügend.

Für die Studie befragte Vectra AI im Winter 2021/2022 200 Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern in Deutschland.

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