Neue Servergeneration IBM stellt Power11 vor

Von Alexander Siegert 2 min Lesedauer

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IBM präsentiert mit Power11 eine neue Servergeneration, die auf die Anforderungen moderner IT-Landschaften ausgelegt ist. Die Server wollen mit hoher Ausfallsicherheit, integrierten KI-Funktionen und verbesserter Energieeffizienz überzeugen. Die Plattform ist zudem für RISE with SAP zertifiziert.

Der neue autonome und KI-fähige Server Power11 ist der Neuling von IBM.(Bild:  IBM)
Der neue autonome und KI-fähige Server Power11 ist der Neuling von IBM.
(Bild: IBM)

IBM hat mit Power11 die nächste Generation seiner Power-Server angekündigt. Die neue Plattform ist ab dem 25. Juli 2025 verfügbar und richtet sich an Unternehmen, die geschäftskritische Workloads in hybriden IT-Umgebungen betreiben. Power11 wurde auf hohe Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit ausgelegt und soll laut IBM bis zu 99,9999 Prozent Systemverfügbarkeit bieten. Ein zentrales Merkmal ist die Möglichkeit, geplante Wartungsarbeiten ohne Systemunterbrechung durchzuführen. Möglich wird das durch Funktionen wie autonomes Patching und Live Partition Mobility.

Einstieg ins KI-Zeitalter

„Mit Power11 können Kunden dank Innovationen, die auf ihre dringendsten Geschäftsanforderungen zugeschnitten sind, schneller in das KI-Zeitalter einsteigen“, verspricht Tom McPherson, GM, Power Systems bei IBM. Big Blue verfolgt mit der neuen Servergeneration das Ziel, Unternehmen eine Plattform zur Verfügung zu stellen, die sowohl in klassischen Rechenzentren als auch in der Cloud zuverlässig und skalierbar betrieben werden kann, insbesondere im Hinblick auf die zunehmende Bedeutung von KI-gestützten Anwendungen und automatisierten Prozessen.

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Neukonzeption

Power11 kommt erstmals gleichzeitig in verschiedenen Systemvarianten – vom Entry- bis zum High-End-Modell – sowie als Power Virtual Server in der IBM Cloud auf den Markt. Damit will IBM die Migration und Skalierung von Workloads zwischen On-Premises- und Cloud-Umgebungen vereinfachen. Zusätzlich ist die Plattform bereits für den Einsatz mit RISE with SAP zertifiziert.

Im Hinblick auf aktuelle IT-Herausforderungen setzt IBM auf Sicherheits- und KI-Innovationen. Die Lösung Power Cyber Vault soll Ransomware-Bedrohungen laut Anbieter in weniger als einer Minute erkennen und auf Basis des NIST-Frameworks automatisch reagieren. Ergänzend schützt eine NIST-geprüfte Verschlüsselung vor zukünftigen Angriffsszenarien wie „Harvest Now, Decrypt Later“.

Harvest Now, Decrypt Later

„Harvest Now, Decrypt Later“ bezeichnet eine Angriffsstrategie, bei der verschlüsselte Daten heute abgefangen und gespeichert werden, obwohl sie aktuell nicht entschlüsselbar sind. Angreifer warten darauf, dass künftige Technologien – insbesondere Quantencomputer – in der Lage sind, heutige Verschlüsselungsverfahren zu knacken. Dadurch könnten sensible Informationen rückwirkend entschlüsselt und missbraucht werden, sobald die nötige Rechenleistung verfügbar ist.

Zur Beschleunigung von KI-Inferenz-Workloads wird Power11 als erste Plattform den IBM Spyre Accelerator unterstützen, ein System-on-a-Chip, der ab dem vierten Quartal 2025 verfügbar sein soll. Die neue Architektur bietet laut IBM eine um bis zu 55 Prozent gesteigerte Prozessorkern-Leistung im Vergleich zu Power9-Systemen. Darüber hinaus stehen mehr Prozessorkerne in Entry- und Midrange-Varianten zur Verfügung als in der vorherigen Generation.

Automatisierung im Fokus

Ein Fokus der neuen Servergeneration liegt auf der Automatisierung und Modernisierung betrieblicher Abläufe. Die Integration von Red Hat OpenShift AI, watsonx.data sowie Tools wie Watson Code Assistant soll Unternehmen beim Einsatz von KI und bei der Weiterentwicklung bestehender Anwendungen unterstützen.

Auch in puncto Energieeffizienz will IBM neue Akzente setzen. Im Vergleich zu x86-Systemen wird laut interner Messungen die doppelte Leistung pro Watt erzielt. Ein neuer Energiesparmodus soll zudem bis zu 28 Prozent höhere Effizienz im Vergleich zum Betriebsmodus mit maximaler Leistung ermöglichen.

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