Shared-Responsibility-Modell Hash-Bäume für M365-Backups

Von Dr. Stefan Riedl

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Viele Produktivsysteme in Unternehmen laufen browserbasiert und brauchen dennoch ein professionelles Backup für den Fall der Fälle. Keepit nutzt mit den so genannten ­Hash-Bäumen dafür ein Konzept aus der Blockchain-Welt.

Ralph C. Merkle ist ein US-amerikanischer Wissenschaftler, der wegen seiner Erfindung der Hash-Bäume zu den Pionieren asymmetrischer Kryptosysteme gehört.(Bild:  robodread - stock.adobe.com)
Ralph C. Merkle ist ein US-amerikanischer Wissenschaftler, der wegen seiner Erfindung der Hash-Bäume zu den Pionieren asymmetrischer Kryptosysteme gehört.
(Bild: robodread - stock.adobe.com)

Hash-Bäume (auch Merkle-Bäume) können verwendet werden, um Daten zu überprüfen. Das Konzept wurde nach Ralph Merkle benannt, der es 1979 patentieren ließ.

Dabei werden Daten wie ein Baum mit ­Verästelungen angeordnet, die aus Hashes bestehen und bei dem die Blätter wiederum Hashes von früheren Datenblöcken sind. Ein Hash ist ein (meist ganzzahliger) Wert, zu dem eine Datei mittels einer Hashfunktion reduziert wurde. Aus dem Hashwert kann also keine Datei rekonstruiert werden, er kann aber anzeigen, ob die Datei manipuliert wurde. Keepit nutzt mit den Merkle-Bäumen im Segment des SaaS-Backup ein Verfahren, das man vor allem aus der Blockchain-Welt kennt. Die Integrität der Daten, die mittels Hashes sichergestellt wird, spielt beispielsweise dann eine Rolle, wenn es darum geht, nicht überschreibbare Backup-Dateien anzulegen. Ein weiterer Vorteil dieser Technologie liegt in der Schnelligkeit bei der Wiederherstellung der Daten.

SaaS-Data-Backup im Fokus

Michael Heuer, Vicepresident DACH-Region, Keepit (Bild:  Keepit)
Michael Heuer, Vicepresident DACH-Region, Keepit
(Bild: Keepit)

„Keepit ist eine spezialisierte Lösung für SaaS-Data-Backup“, betont Michael Heuer, Vicepresident DACH-Region, Keepit. Es geht also nicht um Backups von beispielsweise virtuellen Maschinen oder Datenbanken. Vielmehr sichert Keepit Daten aus dem Microsoft-365-Umfeld – das ist der meistverkaufte Anwendungsfall – aber auch aus Dynamics CRM 365, Google Workspace, Azure Active Directory, Salesforce und seit neuestem auch Zendesk und Power-BI. Was die Sicherung von M365-Daten angeht, werden alle Segmente berücksichtigt: Exchange, Sharepoint, Teams, OneDrive und Planner. Die Daten sind ­jeweils als Ganzes oder auch einzeln wiederherstellbar.

„Wir nutzen keine US Hyperscaler wie ­Azure oder AWS, um unser Angebot zu realisieren“, sagt Heuer, „sondern eine selbstentwickelte Plattform, die sich in Rechenzentren in Frankfurt befindet.“ Dadurch könne die Einhaltung der deutschen Datenschutzgesetze sichergestellt werden. Weitere Rechenzentren befinden sich in USA, Kanada, Dänemark und Australien.

Eigenverantwortung für die Daten

Das Shared-Responsibility-Modell spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle, denn es greift zu kurz, davon auszugehen, dass die Daten in einem Microsoft-Rechenzentrum schon gut aufgehoben sein werden. Vielmehr müssen sich die Anwender selbst um den Schutz Ihrer Accounts und Daten kümmern – das steht so auch in den Lizenzbestimmungen, ist aber vielen Firmen nicht bekannt.

Zwar bietet Microsoft Office 365 einige ähnliche Funktionen, die aber ein Backup letztlich nicht ersetzen können, Versionierung oder Litigation Hold (Einfrieren von Dokumenten bei einem sich anbahnenden Rechtsstreit). Das gilt auch für den Papierkorb (Recycle Bin), der nur eine kurze Zeit eine Wiederherstellung der Daten ermöglicht. „Vor ­allem bietet keine dieser Funktionen einen Schutz gegen den Verlust der ­Daten im Falle einer Ransomware Attacke“, so der Vicepresident für die DACH-Region.

Marktpotenzial

Nach Heuers Kenntnisstand gibt es weltweit etwa 320 Millionen M365-User. „Und Prognosen gehen davon aus, dass es in zwei Jahren 500 Millionen sein werden. Nur rund zehn ­Prozent davon haben trotz des Shared-Responsibility-Modell ein Backup“, skizziert er das Marktpotenzial.

Es gibt eine eine Free-Trial-Option, bei der Keepit-Dienste für Microsoft 365 ein Monat lang kostenfrei getestet werden können.

Mit einem Büro in München-Laim, aktuell 10 Mitarbeitern und einer Partner-Kickoff-Veranstaltung, hat Keepit die Präsenz im deutschsprachigen Raum ausgebaut. Gegründet wurde Keepit im Jahr 2007 in Dänemark und hat weltweit etwa 300 Mitarbeiter.

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