Bitkom-Studie Hackerangriffe durch Security-Schulungen verhindern

Von David Binnig 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Laut einer Bitkom-Studie wurden innerhalb eines Jahres vier von zehn Unternehmen Opfer von „Social Engineering“. Sicherheitsschulungen der eigenen Mitarbeiter könnten Angriffe verhindern, doch setzen nicht alle Unternehmen konsequent auf Weiterbildung.

Die Bitkom-Studie kommt zu dem Ergebnis: Jedes dritte Unternehmen schult alle Beschäftigte in IT-Sicherheitsfragen, weitere 51 Prozent nur solche in bestimmten Positionen und Bereichen.(Bild:  PandaStockArt - stock.adobe.com)
Die Bitkom-Studie kommt zu dem Ergebnis: Jedes dritte Unternehmen schult alle Beschäftigte in IT-Sicherheitsfragen, weitere 51 Prozent nur solche in bestimmten Positionen und Bereichen.
(Bild: PandaStockArt - stock.adobe.com)

Im Film „Who Am I – Kein System ist sicher“ aus dem Jahr 2014 spielt Tom Schilling einen unscheinbaren Hacker, der sich auch durch psychologisches Geschick Zugang zu verschiedenen Institutionen verschafft. Der Thriller zeigt, dass der schwächste Punkt in der Sicherheitskette oft der Mensch selbst ist.

So klicken Beschäftigte in Unternehmen auf unbekannte E-Mail-Anhänge und geben am Telefon dem vermeintlichen IT-Support-Mitarbeiter Passwörter durch. In einer aktuellen Studie des Digitalverbands Bitkom gaben 42 Prozent der befragten Unternehmen an, dass es in den vergangenen 12 Monaten Versuche gab, mit Hilfe von Social Engineering Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage vorzubereiten. 28 Prozent der Unternehmen berichteten von vereinzelten Versuchen, 14 Prozent sogar von mehrfachen.

Wissen als Schlüssel

Während technische Sicherheitslücken mit Softwareupdates geschlossen werden können sind menschliche Verhaltensweisen schwerer zu ändern. Das beste Mittel, um Angriffe zu verhindern, ist das Schulen der Mitarbeiter. Das wissen auch die Unternehmen: So schulen 33 Prozent der befragten Unternehmen grundsätzlich alle Mitarbeitenden zu IT-Sicherheitsfragen. Weitere 51 Prozent führen Schulungen für bestimmte Positionen und Bereiche durch. Lediglich 15 Prozent der Unternehmen gaben an, überhaupt keine IT-Sicherheitsschulungen durchzuführen.

Die Mehrheit der Unternehmen schult zwar seine Beschäftigten, um Social Engineering vorzubeugen, tut dies jedoch nicht konsequent.(Bild:  Bitkom e.V.)
Die Mehrheit der Unternehmen schult zwar seine Beschäftigten, um Social Engineering vorzubeugen, tut dies jedoch nicht konsequent.
(Bild: Bitkom e.V.)

Ein Manko: Viele Unternehmen, welche die gesamte oder zumindest einen Teil ihrer Belegschaft zur IT-Sicherheit weiterbilden, tun dies nicht regelmäßig. So gaben lediglich 24 Prozent der befragten Unternehmen an, mindestens einmal im Jahr Schulungen durchzuführen. Weitere 37 Prozent erklärten, zwar regelmäßig entsprechende Schulungen anzubieten, diese aber seltener als einmal pro Jahr stattfinden zu lassen. 70 Prozent gaben an, die Beschäftigten bei Bedarf zu schulen. Eine Schulung beim Eintritt in das Unternehmen führen 23 Prozent der befragten Unternehmen durch.

Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst kommentiert: „IT-Sicherheit beginnt bei den Menschen. Wer weiß, wie Cyberangreifer vorgehen, fällt nicht so leicht auf deren Tricks rein. Und regelmäßig geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können einen erfolgreichen Angriff frühzeitiger erkennen und so den Schaden für das Unternehmen begrenzen.“

Methodik der Studie

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.002 Unternehmen ab 10 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mindestens 1 Million Euro in Deutschland quer durch alle Branchen telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Schulen Sie Ihre Beschäftigten zu IT-Sicherheitsfragen und wenn ja, wie häufig?“ und „Gab es in den vergangenen 12 Monaten in Ihrem Unternehmen Versuche, mit Hilfe von Social Engineering Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage vorzubereiten?“

(ID:49704696)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung