Künstliche Intelligenz hat in diesem Jahr nicht nur die IT-Landschaft, sondern auch unseren Alltag durcheinander gewirbelt. Inwiefern KI im Arbeitsalltag sinnvoll eingesetzt werden kann, war eins der viel diskutierten Themen des 18. IT-Executive Summit der Vogel IT-Akademie.
Am 4. und 5. Oktober tauschten sich auf dem Executive Summit 2023 Vorstände und Geschäftsführer führender Systemhäuser, Service Provider, Distributoren und Hersteller in Berlin über aktuelle Herausforderungen in der IT aus.
(Bild: Vogel IT-Akademie)
Keine Frage, der Hype um ChatGPT hat ebenso viele Hoffnungen wie Ängste genährt. Während sich IT-Experten durch den Einsatz von KI hohe Produktivitätsfortschritte versprechen, befürchten andere, dass ihre Jobs verloren gehen könnten. Was es bedeutet, Künstliche Intelligenz im Unternehmensalltag einzusetzen, hat Dr. Andreas Liebl, Geschäftsführer der UnternehmerTUM Projekt GmbH in seiner Eröffnungskeynote erörtert. „KI ist nicht einfach die Anwendung einer neuen Technologie, sondern ein Prozess, der grundlegende Veränderungen in Unternehmen hervorruft“, ist Liebl überzeugt. Damit diese Veränderung aber auch verlässlich und fair bleibe, müsse KI reguliert werden. Um Risiken durch KI ausschließen zu können, müssten unter anderem Trainingsdaten reproduzierbar und auditierbar sein. Reglementierungen dürften aber keine negativen Auswirkungen auf Innovationen und Wirtschaft haben.
Vehement gegen eine Regulierung von KI setzt sich Bart De Witte ein. Der Gründer der gemeinnützigen HIPPO AI Foundation plädierte in seinem Vortrag für eine auf Open-Source basierende Künstliche Intelligenz. De Witte ist der Ansicht, dass Daten als digitale Gemeingüter betrachtet werden müssen, um Fortschritte zum Beispiel in der Medizin zu sichern. Daten und Knowhow dürften nicht ausschließlich in die Hände besonders raffgierigen Megakonzerne liegen.
Next GenBusiness
Klar gegen unkalkulierbare Abhängigkeiten und gegen die Marktmacht der Hyperscaler hat sich auch Markus Schwind, Mitglied der Geschäftsleitung bei Schwarz IT, ausgesprochen. In seinem Vortrag erläutert der Manager, warum der Lidl-Mutterunternehmen in das profitable Cloud-Geschäft eingestiegen ist und welche Cloud-Zukunftsstrategien der Handelsriese verfolgt. Seit Ende September 2023 hat die Lidl-Gruppe mit Schwarz Digits eine neue Sparte für IT und Digitales mit insgesamt 7.500 Mitarbeitern. Doch selbst wenn das Cloud-Angebot des Handelsriesen die Hyperscaler nicht ersetzen soll, muss die Digitalsparte weiter wachsen.
Allerdings wird das ebenso wie bei anderen Unternehmen auch nur dann funktionieren, wenn der Fachkräftemangel, der sich in den nächsten Jahren noch weiter verschärfen wird, in den Griff zu kriegen ist. Welche Ansatzpunkte es dabei gibt, wurde heftig diskutiert. Ein wichtiger Aspekt dabei ist neben Quereinsteiger-Programmen der Generationenwechsel auch in den Führungsetagen der IT-Dienstleister – Next GenLeadership wird die kommenden Jahre prägen.
Dem Thema Fachkräftemangel widmeten sich auch Staatssekretär Werner Gatzer und Prof. Dr. Henrik Müller, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Journalistik an der TU Dortmund, in einem Schlagabtausch. Allerdings sind fehlende Fachkräfte für Dr. Müller ein Indiz dafür, dass sich Deutschland in einer Strukturkrise befindet und staatliche Finanzierungspakete für Bürger und Unternehmen diese strukturellen Probleme nicht lösen könnten. Nicht zuletzt weil Staatsmittel begrenzt seien. Dem widerspricht Gatzer. „Es ist genug Geld vorhanden, um die Probleme in Angriff zu nehmen“, ist der Finanzstaatssekretär überzeugt. So seien beispielsweise ein Großteil der Gelder für die Digitalisierung noch nicht abgerufen. Bürokratieabbau könnte bei der Antragstellung solcher Finanzierungsprojekte helfen, glaubt Gatzer. Damit gab er den Startschuss für angeregte Diskussionen.
Next GenSecurity
Im Zusammenhang mit den Möglichkeiten und Chancen der fortschreitende Digitalisierung und deren Auswirkungen auf Unternehmen und Gesellschaft lässt sich die IT-Security kaum ausklammern. Auch da spielen geopolitische Faktoren durchaus eine Rolle, wie Florian Oelmaier, Leiter IT-Sicherheit und Computerkriminalität Corporate Trust, in seinem Vortrag erklärt. So gehörten Gruppen russischer und ukrainischer Cyberkriminelle zu den aktivsten und erfolgreichsten Ransomware-Erpressern. Wird ein Unternehmen trotz Sicherheitsmaßnahmen Opfer eines Ransomware-Angriffs, sollte ein Notfallplan und ein CSIRT (Computer Security Incident Response Team) zur Stelle sein, um den Schaden auch durch Ausfallzeiten möglichst gering zu halten.
Stand: 08.12.2025
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Risiken für Unternehmen drohen laut Andreas Landwehr, langjähriger Chinakorrespondent und ehemaliger Bürochef in Peking der Deutschen Presse-Agentur. In seiner Keynote beleuchtete er unter anderem, welche Auswirkungen ein Krieg um Taiwan hätte.
Mit einer angeregte Diskussion über Wege und Strategien, um die Abhängigkeit von China zu verringern, endete der 18. Executive Summit.