IFA 2022: LG mit OLED-TV und Monitoren Gaming-OLED-TV mit einstellbarer Krümmung

Von Klaus Länger

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OLED-Pionier LG zeigt auf der IFA als Premiere den OLED Flex, einen biegsamen 42-Zoll-OLED-TV mit Funktionen für Computer- und Konsolen-Spieler. Zusätzlich werden ein gekrümmter 45-Zoll-OLED-Gaming-Monitor und das Ultrafine Display Ergo AI gezeigt.

Der auf der IFA präsentierte LG OLED Flex mit 42 Zoll Diagonale ist nicht nur ein TV-Gerät, sondern auch ein leistungsfähiger Gaming-Monitor. Er verfügt als Weltneuheit über ein biegsames OLED-Panel mit einstellbarer Krümmung.(Bild:  LG)
Der auf der IFA präsentierte LG OLED Flex mit 42 Zoll Diagonale ist nicht nur ein TV-Gerät, sondern auch ein leistungsfähiger Gaming-Monitor. Er verfügt als Weltneuheit über ein biegsames OLED-Panel mit einstellbarer Krümmung.
(Bild: LG)

Ein Vorteil von OLED-Panels ist, dass sie selbstleuchtend sind und sich so sehr dünn und sogar flexibel bauen lassen. Deshalb kommen sie auch in faltbaren Smartphones, Tablets und in dem rollbaren 65-Zoll-Fernseher Signature OLED R zum Einsatz, den LG 2019 vorgestellt hat. Beim 42 Zoll großen TV-Gerät OLED Flex LX3 nutzt LG die Flexibilität eines OLED-Panels für das erste Gerät mit einstellbarer Krümmung zwischen komplett flach und gebogen mit 900R. Den Grad der Biegung stellt ein Motor in 20 Schritten ein, gesteuert über die Fernbedienung. Dort lassen sich zudem zwei Voreinstellungen wählen, die über eine eigene Taste abgerufen werden. Flach oder nur wenig gekrümmt eignet sich der OLEX Flex als Fernseher mit größerem Betrachtungsabstand. Mit starker Krümmung wird das Gerät zum großen Gaming-Monitor, der den Spieler geradezu ins Geschehen hineinzieht. Für die Anpassung an die verschiedenen Rollen sorgen ein um 140 mm höhenverstellbarer Standfuß, an dem auch die Neigung des Panels verändert werden kann. Für Gamer hat LG außer dem biegsamen Panel noch weitere Funktionen eingebaut. Abhängig von der Art des Spiels kann entweder die gesamte Fläche des Screens genutzt werden, oder aber nur ein Ausschnitt im 21:9-Format. Zudem ist der LX3 kompatibel zu Nvidia G-Sync und unterstützt AMD Freesync Premium sowie Dolby Vision Gaming mit 120 Hz bei 4K-Auflösung. Der HDMI-2.1-Eingang ermöglicht eine variable Bildwiederholrate (VRR) und einen Auto Low Latency Mode (ALLM). Umfangreiche Sound-Optionen beinhalten AI Game Sound und Dolby Atmos. Für die Wiedergabe sind zwei 40-Watt-Lautsprecher zuständig. Für Online-Games steht ein integriertes Mikrofon bereit, eine Switching Hub-Funktion steuert die Verwendung von am Monitor angeschlossenen USB-Geräten. Alle Funktionen sind über eine Gaming-App und den Game Optimizer zugänglich, die direkt auf dem ARM-SoC des Displays laufen. Der OLED Flex LX3 soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen und etwa 3.200 Euro kosten.

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Gaming-Monitor mit gekrümmtem OLED-Panel

Mit einem festen Kurvenradius von 800R ist das 45-Zoll-OLED-Panel im Gaming-Monitor 45GR95QE gekrümmt. Das 21:9-Display stellt die WQHD-Auflösung von 3.440 x 1.440 Pixel dar und schafft das mit bis zu 240 Hz, sofern im Gaming-Rechner eine entsprechend leistungsstarke Grafikkarte arbeitet. Zudem unterstützt das Display HDR10 und soll durch seine Anti-Glare- und Low-Reflection-Beschichtung (AGLR) störenden Spiegelungen vorbeugen. Der Monitor bietet zwei HDMI-2.1-Eingänge sowie einen DisplayPort 1.4. Die große Fläche des um 110 mm höhenverstellbaren Panels kann mittels Picture-by-Picture (PBP) und Picture-in-Picture (PIP) von zwei Rechnern gleichzeitig genutzt werden, kommt Anwendern aber auch bei der Bildschirmarbeit, etwa mit Grafikprogrammen oder beim Videoschnitt, entgegen. Der 45GR95QE deckt den DCI-P3 zu 98,5 Prozent ab.

Automatisierte Ergonomie: Ultrafine Display Ergo AI 32UQ890

Der 32-Zoll-4K-Business-Monitor Ergo AI 32UQ890 gehört zu LGs Ultrafine-Serie. Gleichzeitig ist das auf der CES schon kurz vorgestellte Gerät auch ein Ergo-Monitor mit einem Gelenk-Standfuß, der extrem viele Einstellmöglichkeiten bietet. Beim 32UQ890 geht der Hersteller noch einen Schritt weiter, als bei den bisherigen Ergo-Modellen. Denn hier verändert ein KI-System mit Bilderfassung per Kamera und Motoren im Standfuß subtil die Höhe und Neigung des Displays abhängig von der Sitzposition des Anwenders, um so zu verhindern, dass dieser zu lange in einer Position verharrt oder eine ungesunde Sitzposition einnimmt. Dabei bietet der Monitor drei verschiedene Modi: Continuous Motion mit permanenter Neujustierung, Periodic Motion mit periodischer automatischer Verstellung und den eigentlichen AI-Modus, der die Augenhöhe des Nutzers erkennt und davon abhängig den Standfuß anpasst. Das IPS-Panel mit 31,5 Zoll Diagonale liefert eine Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten. Angaben zu Preis und Verfügbarkeit der beiden Monitore macht LG derzeit nicht.

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