Latenzzeiten durch Layer-2-Anbindung reduzieren Fünf Tipps für die Anbindung von Rechenzentren an Außenstellen

Redakteur: Daniel Feldmaier

Ausfallsichere und hochverfügbare Verbindungen zwischen Rechenzentren und Außenstandorten sind essenziell für den erfolgreichen Geschäftsbetrieb. Fünf Tipps, um die Konnektivität von Rechenzentren effizient und störungsfrei zu gestalten, kommen vom Netzwerkspezialisten Ciena. Der Schwerpunkt der Tipps liegt Ciena-typisch auf dem optischen Datentransport.

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1. Das richtige Tool

Zu den wichtigsten Fragen, die man sich stellen sollte, gehören: Welche Anwendungen laufen überhaupt über das Rechenzentrum und welche Auswirkungen haben Geschwindigkeit und Latenzzeiten für diese Anwendungen? Dabei sollte die Lösung den spezifischen Anforderungen der jeweiligen Anwendungen entsprechen und nicht umgekehrt. So unterscheidet sich beispielsweise eine High-End-Aktiv/Aktiv-Replikation von einem asynchronen Ansatz und benötigt eine völlig andere Herangehensweise an die Architektur.

2. Virtualisierung

Die Verbreitung von virtuellen Infrastrukturen stellt die Konnektivität von Rechenzentren vor neue Herausforderungen. Die Live-Migration von virtuellen Maschinen zwischen Rechenzentren erfordert zusätzliche Kapazitäten. Bestehende IP-Verbindungen sind ungeeignet für diese Migrationen; besser geeignet wäre eine Layer 2-Konnektivität. Um Virtualisierungsprojekte optimal zu unterstützen, werden also flache, hochkapazitive und zuverlässige Lösungen benötigt, die nicht die Schwachstellen des traditionellen Ethernets aufweisen oder durch bestehende IP-Konnektivität eingeschränkt sind. Beispiel für eine gute Lösung: Layer-2-SwitchMaximinilink von Black Box, der DSL-Strecken bündelt.

3. Geschwindigkeit durch den Wegfall von Layern

Da viele Rechenzentrumsanwendungen anfällig für Latenzen sind, ist ein hochkapazitives Netzwerk, das nur minimale Latenzzeiten aufweist, essenziell. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Standort des Rechenzentrums, denn vor allem das geographische Clustering für den Aktiv/Aktiv-Betrieb erfordert eine vorsichtige Betrachtung der Latenzzeiten zwischen den verschiedenen Standorten. Latenzen können selbst in Metro-Netzwerken zum Problem werden, wenn der Aufbau der Netzwerkarchitektur vernachlässigt wird. Eine Herangehensweise ist das Entfernen von Netzwerk-Layern, da Protokolle und auch Hardware, die über mehrere Layer verteilt sind, zusätzliche Latenzzeiten verursachen.

4. Entfernung muss kein Hindernis sein

Speicher-Replikation über große Distanzen ist eine wichtige Komponente vieler Rechenzentrumsstrategien, die gesondert betrachtet werden muss, da Glasfaser ein entfernungsempfindliches Medium ist. Verfügbare Alternativen zur Glasfaser finden sich im IP-Layer oder aber auch in den Anwendungen an sich. Beide Ansätze sind jedoch teuer und verursachen weitere Probleme. Um die Reichweite zu erhöhen, ist es am sinnvollsten, die Möglichkeiten des optischen Transport-Layers optimal auszunutzen.

5. Schützen Sie Ihre Daten

Es gibt viele Strategien, um die Sicherheit von ruhenden Daten zu gewährleisten. Aber es ergibt wenig Sinn, die Daten im Rechenzentrum abzusichern, während sie auf dem Transfer dazwischen gefährdet sind. Eine Verschlüsselung auf Anwendungs-Level kann von den Kosten und der Verwaltung her sehr aufwendig sein. Eine kosteneffiziente Lösung, die Daten auf ihrem Weg zwischen den Rechenzentren abzusichern, bietet die Verschlüsselung im optischen Transport-Layer. Insbesondere für das Latenz-Problem ist dies eine Lösung, da der Verschlüsselungsvorgang mit Wirespeed (der maximalem Datenübertragungsrate des Kabels/der Glasfaser) vorgenommen wird.

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