Deutsche Konsumenten sind überfordert Forsa-Studie: Heimvernetzung ist ein Buch mit sieben Siegeln

Redakteur: Katrin Hofmann

Connected Home beziehungsweise Heimvernetzung: „Was`n das?“ und „Wie is`n das umsetzbar?“, fragen sich nach wie vor viel zu viele Verbraucher. Um letztlich das mögliche Umsatzpotenzial zu heben, ist deshalb erst einmal Aufklärungsarbeit vonnöten.

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Über 80 Prozent der Konsumenten fühlen sich in Sachen Heimvernetzung nicht genügend informiert. Dem Forschungsinstitut Forsa und der Kommunikationsagentur Waggener Edstrom Munich zufolge fühlt sich nur jeder zehnte der 1.000 befragten Bundesbürger gut oder sehr gut über Heimvernetzung informiert. Mehr als 80 Prozent kennen weder die Unternehmen, noch die Geräte, die auf dem Markt verfügbar sind. Weil dies so ist, sei den potenziellen Kunden auch das Potenzial meist unklar, folgern die Studienautoren.

Und selbst die Begriffe sind manchem Deutschen – befragt wurden Personen im Alter von 18 bis 69 Jahres – noch gänzlich unbekannt: Nur 48 Prozent haben überhaupt schon einmal von Heimvernetzung oder Connected Home gehört. 89 Prozent kennen die Anbieter nicht. 82 Prozent wissen nicht, welche Geräte auf dem Markt verfügbar sind. Da verwundert es nicht weiter, dass 81 Prozent keine Ahnung haben, wie die technische Umsetzung funktioniert.

Und auch das Interesse ist wenigstens bei knapp der Hälfte der Befragten dementsprechend gering ausgeprägt. Zwar finden 56 Prozent die Möglichkeit der Heimvernetzung in der eigenen Wohnung interessant beziehungsweise sehr interessant, allerdings sind 41 Prozent eher nicht oder überhaupt nicht daran interessant.

Gründe, die den Verbrauchern bei dem Gedanken an das vernetzte Zuhause Bauchschmerzen bereiten, liegen vor allem im Bereich des Datenschutzes beziehungsweise der Datensicherheit. So bezweifeln 54 Prozent, dass ihre persönlichen Daten ausreichend gegen Hacker-Angriffe geschützt wären. Weitere Barrieren sind die Kosten einer Heimvernetzung (39 Prozent) sowie die Tatsache, dass es noch keinen einheitlichen technischen Standard für die Geräte oder deren Vernetzung gibt.

Tipp für die Anbieter

Susanne Häckel, Associate Director bei Waggener Edstrom im Münchner Büro, rät deshalb dringend zu mehr Öffentlichkeits-Arbeit: „Um den Menschen das Thema Heimvernetzung näher bringen zu können, muss von den Unternehmen Aufklärungsarbeit geleistet werden über die verfügbaren Produkte und die konkreten Anwendungsmöglichkeiten einer Heimvernetzung. Erst wenn die Konsumenten wissen, was möglich ist und was nicht, kann ein konkreter Kaufwunsch geweckt werden.“

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