Best Practice aus Belgien Expert International legt Fokus auf E-Commerce

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Sarah Maier / Sarah Gandorfer

Immer mehr Konsumenten informieren sich im Internet über technische Produkte und kaufen diese auch dort. Entsprechend setzte Expert International den „E-Commerce“ als Tagesordnungspunkt auf die Agenda der Generalversammlung. Auf der Veranstaltung wurde zudem eine Lösungsidee aus Belgien vorgestellt.

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Dieter Mathys, Geschäftsführer Expert International
Dieter Mathys, Geschäftsführer Expert International
(Bild: Expert)

Auf der zweimal jährlich stattfindenden Generalversammlung von Expert International lag diesmal der Schwerpunkt auf dem Thema E-Commerce. Laut GfK nehmen auf dem europäischen Markt die Verkäufe via Internet einen immer bedeutenderen Anteil am Gesamtumsatz im Bereich der technischen Konsumgüter ein. Demnach steigerte sich der E-Commerce-Anteil in den vergangenen vier Jahren kontinuierlich um rund sieben Prozent auf aktuell 19,4 Prozent. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Länder sind jedoch sehr stark ausgeprägt: So verzeichnet Tschechien als Spitzenreiter einen Online-Umsatzanteil von 39,9 Prozent, während in Portugal lediglich 3,1 Prozent der Umsätze aus E-Commerce-Aktivitäten stammen.

„Umso wichtiger ist der Erfahrungsaustausch und der Informationsfluss zwischen unseren Mitgliedsländern“, stellt Expert-International-Geschäftsführer Dieter Mathys fest. „Denn für alle Länder ist klar, dass die Beschäftigung mit den Themen E-Commerce, Multi-Channel und Omni-Channel unerlässlich ist und enorme Chancen bietet, die es gilt best- und frühstmöglich zu nutzen.“

Erfolgreiches Belgien

Auf der Veranstaltung wurden entsprechende Best-Practice-Beispiele gezeigt. Darunter die nach Angaben der Kooperation „sehr erfolgreiche“ Strategie der belgischen Mitglieder. Die Händler bekommen hier individuelle Homepages mit integriertem Online-Shop zur Verfügung gestellt, die in einer mobilen Version auch via Smartphone und Tablet abrufbar sind. Endkunden haben Zugriff auf ein Sortiment von 15.000 Artikeln, die sie sich direkt vom Zentrallager nach Hause oder zur Abholung in einen Expert-Markt liefern lassen können.

Zudem sind alle Fachmärkte in Belgien mit einer interaktiven Konsole ausgestattet, über die der Kunde das gesamte Sortiment einsehen und direkt bestellen kann. Somit kann der Partner sein stationäres Produktangebot virtuell ausweiten und eine noch größere Auswahl anbieten.

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Seit dem Start der belgischen Online-Strategie verzeichnet die Verbundgruppe steigende Zugriffe auf den Händler-Websites und steigende Verkaufszahlen. Insbesondere die Verzahnung von On- und Offline-Maßnahmen funktioniere sehr gut: Elf Prozent aller Besuche in stationären Geschäften, lasse sich auf die Online-Ansprache zurückführen.

„Das erfolgreiche Beispiel aus Belgien zeigt uns, dass wir das Internet nicht als Feind des stationären Handels verstehen dürfen. Das Ziel muss sein, mit unseren Kunden auf allen Kanälen in Kontakt zu treten, die Bedürfnisse zu erkennen und somit ihnen On- und Offline außergewöhnlichen Service zu bieten“, ist sich Mathys sicher.

Die nächste Expert International Generalversammlung findet Ende Oktober in Budapest statt. □

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