Anbieter zum Thema
ITB: Welche Umfrageergebnisse haben Sie am meisten überrascht?
Kraus: Am meisten überrascht hat mich, dass nur 59 Prozent der Befragten „unklare Verantwortlichkeit“ zu den hauptsächlichen Ursachen für die mangelnde Datenqualität rechnen. Ich hätte gedacht, dass dieser Prozentsatz noch weitaus höher liegt.
ITB: Ihr Unternehmen beschäftigt sich mit Datenqualitätsmanagement. Was genau bieten Sie an?
Kraus: Wir helfen den Unternehmen dabei, hohe Datenqualität in kleinen, überschaubaren Schritten in allen IT-Bereichen und über alle Datensilos hinweg zu verankern. Der Omikron Data Quality Server stellt einen zentralen Bereinigungsservice zur Verfügung, der von allen Systemen wie CRM, ERP und PPS genutzt werden kann und so eine einheitliche Vorgehensweise für Datenqualität im gesamten Unternehmen unterstützt.
ITB: An welchen Stellen hapert es denn am meisten in puncto Datenqualität im ERP-Umfeld?
Kraus: Zum einen hapert es daran, dass viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus getroffen werden, also etwa nach einer guten Präsentation des Vertriebsmitarbeiters der jeweiligen Anbieterfirma, statt zumindest das jeweils akute Problem wirklich zu analysieren. Die meisten Unternehmen prüfen auch nicht, wie gut die ihnen angebotenen Systeme das Problem lösen. Zum Zweiten: Oft wird das Thema nur an einer Stelle angepackt, und dann schleichen sich schlechte Daten über ein anderes System gewissermaßen von hinten her ein. Man kann durchaus schrittweise vorgehen, sollte aber nicht nach dem ersten Schritt stehen bleiben. Bei unseren Projekten ist es so, dass meist zunächst das SAP-System mit einer Data-Quality-Firewall ausgestattet wird, dann folgen aber Salesforce und die anderen Systeme nach.
ITB: Inwieweit arbeiten Sie mit Systemhäusern und IT-Dienstleistern zusammen?
Kraus: Unsere Kunden schließen unseren Data Quality Server an eine Vielzahl von Systemen an. Weil er von Grund auf für SOA entwickelt wurde, geht das zwar recht einfach; trotzdem sind immer Fachkenntnisse des Systems erforderlich – die wir einfach nicht alle haben können. Wir arbeiten daher mit verschiedenen Spezialisten zusammen, die das jeweilige System sehr gut kennen. Für SAP, Salesforce und einige weitere Systeme haben wir vorbereitete Integrationspackages, die den Aufwand reduzieren. Der Spezialist ist aber trotzdem erforderlich, gegebenenfalls kann dies auch das Stamm-Systemhaus sein, mit dem der Kunde bereits zusammenarbeitet.
(ID:40214460)