Enterprise Resource Planning ERP-Business: der ewige Kampf gegen Excel

Von Dr. Stefan Riedl 3 min Lesedauer

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Wer die Prozesse von Unternehmen in einem ERP abbilden will, muss deren Branche kennen. Mit dem richtigen Wording klappt es dann auch, „altbewährte“, aber leider ineffiziente ­Excel-Listen mit professionellen Lösungen zu ersetzen. Bei Microtech hat man in dieser Hinsicht schon viel erlebt.

Der ERP-Ritter ist der natürliche Feind des Ecxel-Monsters.(Bild:  KI-generiert / Midjourney)
Der ERP-Ritter ist der natürliche Feind des Ecxel-Monsters.
(Bild: KI-generiert / Midjourney)

Das ERP-Business ist im Grunde genommen ein immerwährender Kampf gegen Excel. Unternehmen, die mit 100 und mehr Mitarbeitern Millionenumsätze generieren und ihre Ressourcen sowie das Lager mit Excel-Tabellen planen, kommen da durchaus vor. Da muss deren Endprodukt schon wirklich gut sein, dass man hier trotzdem profitabel arbeitet. Doch das Bessere ist des Guten Feind und die Effizienzsteigerungen, die Unternehmen mit einer ERP-Lösung erzielen können, werden dann gerne mitgenommen, insbesondere, wenn der finanzielle Druck steigt.

Mit Branchenwissen der Partner gewinnt man Projekte

Microtech ist in Hargesheim angesiedelt.(Bilder:  Microtech)
Microtech ist in Hargesheim angesiedelt.
(Bilder: Microtech)

Ein wichtiger Erfolgsfaktor, um im ERP-Geschäft ein Projekt zu gewinnen, ist das Branchenwissen der Partner. „Damit wird der Kunde dort abgeholt, wo er sich in seinem Tagesgeschäft befindet, und das ERP wird auf die speziellen Erfordernisse in der Branche angepasst“, sagt Chris Jakob, Head of Sales beim ERP-Anbieter Microtech. Das Unternehmen aus Hergesheim übernimmt für die Partner die vertriebliche Akquise und generiert neue Interessenten und Projekte. Diese Projekte werden dann von Microtech bis zur Vertragsunterzeichnung geführt. Dann übernehmen Partner mit ihrem Knowhow die anstehenden Dienst­leistungen bis zum Go-Live. „Die Wertschöpfung für unsere Partner besteht klassischerweise aus Customizing, Datenintegration, branchenspezifische Anpassungen, Schnittstellenarbeit, das Ergänzen mit eigenen Lösungen, Schulungen und der Go-Live-Betreuung“, präzisiert Jakob. Die Partner werden nach Fähigkeiten und der räumlichen Nähe zu dem Interessenten ausgewählt.

Das Wording ist entscheidend

Branchenwissen im Channel zeigt sich unter anderem darin, dass man den Kunden bei seinem Wording abholt. So sind beispielsweise spezielle Begriffe in der Obst- und Lebensmittelbranche zu beachten. „Werden Birnen im ERP abgebildet, ist nicht von Chargen, sondern von Partien die Rede, die üblicherweise gemäß der dargebotenen Qualität in A, B oder C klassifiziert werden“, so Jakob.

Das Branchenwissen der Partner ist ein wichtiger Erfolgsfaktor im ERP- Geschäft.

Chris Jakob, Head of Sales, Microtech

Die Eigenheiten verschiedener Branchen

In der Fertigungsbranche – beispielsweise bei der Produktion von Elektronikbauteilen – gilt es, Ressourcen in einer Auftrags­planung in Einklang zu bringen. Der Vertriebschef veranschaulicht: „Nehmen wir an, Hans ist für Maschine A geschult, gilt es, in Mensch-an-Maschine-­Kombinationen zu planen. Fällt entweder Hans oder die Maschine A aus, gilt es, andere passende Kombinationen in der Auftragsabwicklung zu finden und umzuplanen.“

Anderes Beispiel: Ein Fußball-Bundesligist nutzt die ERP-Software aus Hergesheim, inklusive der enthaltenen Finanzbuch­haltung. Hier wird nicht nach HGB gebucht, sondern nach Vorgaben und Kennzahlen der Deutschen Fußball Liga – auch das wurde entsprechend angepasst.

Cloud Computing

In die Cloud – aber sachte

Der Übergang zur Cloud muss nicht abrupt erfolgen. Microtech setzt demnächst auf ein hybrides Modell, bei dem eine 3-Schicht-Architektur zum Einsatz kommt. Hierbei kann der Kunde das für ihn präferierte Modell wählen: Sind die Daten in der Microtech-Cloud oder sollen diese On-Premises zur Verfügung stehen? Im Zuge des Umbaus von einer 2-Schicht- zu einer 3-Schicht-Architektur wird der Client „dümmer“, indem Rechenoperationen auf einen Anwendungsserver übertragen werden. Langfristig gesehen, könnte der Client womöglich auch rein Browser-basiert zur Verfügung stehen.

Chris Jakob, Head of Sales, Microtech(Bild:  Microtech)
Chris Jakob, Head of Sales, Microtech
(Bild: Microtech)

Häufig kommen dabei Zusatzmodule der Partner zum Einsatz. Typische Erweiterungen hierbei sind beispielsweise das Einbinden von MDE-Geräten (Mobile Datenerfassung) für das Picken und Packen im Lager, Tourplanungssoftware oder das Anflanschen einer Außendienst-App, mit der Aufträge erfasst und Lieferungen mit einer digitalen Unterschrift bestätigt werden können.

Möglichkeiten der Zusammenarbeit

Apropos Schnittstellen: Technologiepartner können ihre Lösungen über eine Schnittstelle an das ERP anbinden. Das sind beispielsweise Firmen wie Oxid, ­Shopware oder die DHL, damit Versandlabels aus der ERP heraus generiert werden können. Neben Vertriebspartnerschaften hat Microtech auch ein Tipp­geber-Programm, bei dem honoriert wird, wenn Leads zugetragen werden.

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