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Nachfolger fürs Eigenmarken-Geschäft?
Ob Teile des Cemos-Geschäftes – insbesondere die Eigenmarke – tatsächlich in die Hände neuer Eigner übergegangen sind, ist unklar. Denn Insolvenzverwalter Schröder macht gegenüber IT-BUSINESS deutlich: „Eine Übertragung der Geschäftsbereiche (Eigenmarkengeschäft des Brandes Jersey, Anm. d. Red.) durch mich, beziehungsweise mit meiner Zustimmung, ist nicht erfolgt. Die abschließende Prüfung des rechtlichen Bestandes einer etwaig vorinsolvenzlich erfolgten Übertragung ist dagegen dem eröffneten Insolvenzverfahren vorbehalten.”
Hintergrund ist die Tatsache, dass die Website für Jersey-Produkte auf einen bislang nicht im Markt bekannten Distributor namens Acos verweist, dessen Website sich noch teilweise im Aufbau befindet. Bei diesem ist als Geschäftsführer Uwe Turkiewicz eingetragen, der ebenso Geschäftsführer der Turkiewicz GmbH ist, einem Dienstleister, der Hausbesitzern Garten-, Hausmeister- und Winterdienste bietet. Acos ist eine Gesellschaft, die 1993 von ihm gegründet wurde. Der ursprüngliche Geschäftszweck war, Fußwegreinigung als Dienstleistung anzubieten sowie Kehr- und Räumgeräte für diesen Zweck zu vermieten.
Dass Acos nun als IT-Distributor auftritt, mit der Eigenmarke Jersey und der Distribution von Origenae-Produkten, beides bislang im Sortiment von Cemos zu finden, dürfte an Wolfgang Nenz liegen. Er betreibt nicht nur seit 16 Jahren ein eigenes Geschäft vor den Toren der Hanssestadt. Zuletzt bei Cemos als Import-/Export-Director und Network-Storage-Manager angestellt, früher auch zuständig für Netzteile, kennt er sich mit beiden Marken, den Beschaffungs- und Vertriebswegen, bestens aus. Und so dürfte es kein Zufall sein, dass Nenz als Geschäftspartner von Uwe Turkiewicz bei zwei von dessen Firmen auftaucht, die unter der gleichen Adresse firmieren: als vertretungsberechtigter Geschäftsführer der all 4 immo GmbH, und – nicht ganz so öffentlich – bei der bereits erwähnten Acos GmbH.
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