Wie entwickelt sich das Monitoring für den Arbeitsplatz? Employee Experience ist omnipräsent

Von Oliver Oehlenberg 3 min Lesedauer

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Employee Experience wird ein immer wichtigeres Thema für Unternehmen jeder Branche. Eine weltweite Riverbed-Umfrage ergab, dass Millennials und Mitarbeitende der Generation Z die höchsten Erwartungen an Technologie und digitale Erfahrung am Arbeitsplatz haben.

Die Berücksichtigung der Employee Experience ist für die erfolgreiche Umsetzung von IT-Projekten unabdingbar geworden.(Bild:  © – JJAVA – stock.adobe.com)
Die Berücksichtigung der Employee Experience ist für die erfolgreiche Umsetzung von IT-Projekten unabdingbar geworden.
(Bild: © – JJAVA – stock.adobe.com)

Laut Riverbed Global Digital Employee Experience Survey 2023 glauben 91 Prozent der internationalen Entscheidungstragenden (87 % in Deutschland), dass sie eine fortschrittlichere digitale Erfahrung bieten müssen, um den Anforderungen gerecht zu werden. 69 Prozent der Befragten in Deutschland schätzen die Nichterfüllung der Anforderung sogar als geschäftsschädigend ein oder befürchten den Verlust von Mitarbeitenden dieser Generationen ohne eine nahtlose Digital Experience (64 %).

Viele sind bereits den Schritt weg vom Outsourcing und hin zum Insourcing mithilfe von Cloud-Technologien und Standardisierungen gegangen. Dabei wird immer deutlicher, wie wichtig es ist, Mitarbeitende und Stakeholder in den Prozess einzubinden. Laut der Studie erwarten rund 30 Prozent der befragten Führungskräfte in Deutschland zudem, dass die Technologie das Geschäft ankurbelt und ein Rekrutierungsinstrument ist, um die neu ankommenden jüngeren Generationen, die im digitalen Zeitalter aufgewachsen sind, zu beschäftigen und produktiv zu halten.

User Experience Monitoring ist auf dem Markt angekommen

Auf dem Markt gibt es immer mehr Anbietende im Bereich User Experience Monitoring. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Berücksichtigung von User Experience und Employee Experience für die erfolgreiche Umsetzung von IT-Projekten unabdingbar geworden ist und sich diese Art des Monitorings zunehmend am Markt etabliert.

Monitoring entwickelt sich zu Observability für den Desktop

Das traditionelle User Experience Monitoring hat jedoch auch seine Grenzen, wenn es darum geht, diese Einschränkungen zu überwinden. Es reicht nicht mehr aus, Daten von Endgeräten zu sammeln und gegebenenfalls mit Umfragedaten anzureichern. Um IT-Projekte erfolgreich zu planen und umzusetzen, muss die Nadel im „Heuhaufen“ der Daten gefunden werden. Die IT muss ein klares Verständnis davon haben, wonach sie sucht. Das Gleiche gilt, wenn Unternehmen Fehler mit Desktop-Monitoring-Tools beheben. Solange die Daten verfügbar sind, müssen sie mit Expertenwissen angereichert und interpretiert werden.

Die Zukunft des Employee und User Experience Monitorings liegt in der Observability. 92 Prozent der Befragten in Deutschland erkennen, wie wichtig durchgängige Observability ist, um eine außergewöhnliche Digital Employee Experience (DEX) zu bieten und wettbewerbsfähig zu bleiben – für 47 Prozent ist sie sogar entscheidend. Daten aus anderen Systemen müssen unter Umständen angereichert und automatisch voranalysiert und kontextualisiert werden, damit Unternehmen den notwendigen Mehrwert daraus ziehen können. Observability ermöglicht auch eine proaktive Interaktion mit den Daten, z.B. die Verwendung von Flussdiagrammen, um zu definieren, welche Maßnahmen bei der Analyse oder Lösung bestimmter Situationen ausgeführt werden sollen.

Observability und IT-Daten für ESG- und Nachhaltigkeitsinitiativen

Diese Observability und IT-Daten können auch zur Unterstützung von ESG- und Nachhaltigkeitszielen genutzt werden, welche für Unternehmen laut der Befragung einen immer höheren Stellenwert annehmen (84 % der befragten in Deutschland stimmen zu). So können beispielsweise User-Experience-Monitoring-Daten Aufschluss darüber geben, ob ein Endgerät die ganze Nacht über ohne Interaktion ohne Rechenprozesse betriebsbereit bleibt. Mit diesen Daten können verschiedene Aktionen automatisch ausgelöst werden.

Wenn der Mitarbeitende beispielsweise nur den Monitor ausgeschaltet und den Arbeitsplatz verlassen hat, kann die Datenkonstellation genutzt werden, um Aktionen automatisch auszuführen, z.B:

  • 1. Der Mitarbeitende kann am nächsten Tag ein Pop-up oder eine Umfrage erhalten, die ihn daran erinnert, seinen Computer nachts herunterzufahren, um Energie zu sparen.
  • 2. Darüber hinaus könnte die IT-Abteilung eine automatische Konfigurationsänderung anbieten, um den Computer in den Ruhezustand zu versetzen, wenn er längere Zeit nicht verwendet wird.

Oliver Oehlenberg.(Bild:  Timo Kirsten / Riverbed)
Oliver Oehlenberg.
(Bild: Timo Kirsten / Riverbed)

Die IT kann auch automatische Auswertungen durchführen, um im Vorfeld zu ermitteln, wie viel Energie oder CO₂ durch diese Funktion eingespart werden kann.

Über den Autor

Oliver Oehlenberg ist Field CTO, EMEA bei Riverbed Technology.

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