Alarmierende Umfrageergebnisse Eco warnt vor den Gefahren des Smart Home

Von Dr. Dietmar Müller 2 min Lesedauer

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Der vernetzte Haushalt wird durch immer mehr Smart Devices Wirklichkeit – der Online-Zugang von Kühlschränken und Fernsehern birgt aber auch Gefahren, so Eco-Vorstand IT-Sicherheit Prof. Norbert Pohlmann. Er gibt Tipps, wie wir uns weiter zuhause sicher fühlen können.

 Jeder zweite Haushalt in Deutschland hat mehr als vier Geräte mit Onlinezugang. Bei der Sicherheit hapert es aber oft.(Bild:  metamorworks - stock.adobe.com)
Jeder zweite Haushalt in Deutschland hat mehr als vier Geräte mit Onlinezugang. Bei der Sicherheit hapert es aber oft.
(Bild: metamorworks - stock.adobe.com)

Die Vision ist nicht mehr ganz jung, bereits Bill Gates wurde von ihr in seiner Zeit als CEO von Microsoft beständig verfolgt: Der vollkommen vernetzte Haushalt, in dem u.a. der Kühlschrank selbstständig Milch nachordert. Nun wird das „Smart Home“ durch das Internet of Things (IoT) mehr und mehr zur Wirklichkeit.

Wie der Eco – Verband der Internetwirtschaft e. V gerade mitteilte, nutzt bereits jeder zweite Haushalt in Deutschland (49,2 %) mehr als vier Geräte mit Onlinezugang. In 23,5 Prozent der Haushalte seien sogar mehr als sieben Geräte mit dem Internet verbunden. Nur maximal drei mit dem Internet verbundene Geräte melden 40,8 Prozent. Das sind die Ergebnisse einer neuen, bevölkerungsrepräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey unter 2.518 Deutschen im Auftrag des Eco-Verbands.

Prof. Dr. Pohlmann, Vorstand für IT-Sicherheit beim Eco(Bild:  Eco – Verband der Internetwirtschaft e. V)
Prof. Dr. Pohlmann, Vorstand für IT-Sicherheit beim Eco
(Bild: Eco – Verband der Internetwirtschaft e. V)

„Das steigende Interesse am Internet der Dinge zeigt die Offenheit unserer Gesellschaft für digitale Innovationen, ob im Smart Home, im Homeoffice oder bei Assistenz-Systemen für Ältere“, kommentierte der Eco-Vorstand IT-Sicherheit Prof. Norbert Pohlmann. Vielen Menschen sei jedoch nicht bewusst, wie viele Geräte zuhause tatsächlich online sind oder einzelne Familienmitglieder online bringen – von der Smartwatch über TV und Haushaltsgeräte bis zu Handy, Tablet und Co. „Immer mehr vernetzte Geräte zuhause bringen auch gesteigerte Sicherheitsherausforderungen mit sich“, so Pohlmann weiter. Alle Komponenten des smarten Zuhauses müssten sicher sein. Dazu gehören, außer den eigentlichen Geräten, auch die dazugehörigen Smartphone-Apps oder die Cloud des Anbieters.“

Cyberattacken auf das Smart Home

Allerdings seien sich die meisten Menschen in Deutschland (61,4 %) der möglichen Sicherheitsrisiken nicht bewusst, wie eine weitere Umfrage des Verbands aus dem Mai 2023 zeige. Er empfiehlt daher uns Nutzern, regelmäßig alle vernetzten Geräte zu überprüfen: Welches davon ist online? Sind sie alle auf dem neusten Stand? Sind sensible Daten besonders gesichert? Besondere Vorsicht sei bei Geräten geboten, die sensible Daten verarbeiten, beispielsweise smarte Türschlösser und Überwachungskameras. Wenn möglich, sollten solche Geräte nur mit ihrer Basisstation verbunden werden, das Steueraufgaben übernimmt, und nicht direkt mit dem Internet.

Auch das „IT Sicherheitskennzeichen“ des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) könne helfen, eine „Echtzeitüberwachung“ der Geräte durchzuführen: „Mittels QR-Code auf dem Gerät können Nutzer tagesaktuell prüfen, ob es Schwachstellen oder verfügbare Sicherheitsupdates gibt.“ Weitere Sicherheitsmechanismen, etwa der verschlüsselten Datenübertragung mittels https oder eine 2-Faktor-Authentifizierung, seien ebenfalls anzuraten. „Deaktivieren Sie auch nicht genutzte Funktionen und Verbindungen. Je mehr Funktionen Sie online steuern, desto vielfältiger sind die Angriffsmöglichkeiten. Viele Geräte bieten in den Einstellungen die Möglichkeit, nach dem Minimalprinzip alle nicht benötigten Schnittstellen und Funktionen zu deaktivieren.“

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