Kabinett Dr. Karsten Wildberger wird Digitalminister

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Es ist ein Name, den niemand auf der Liste hatte: Karsten Wildberger wird der erste Bundesdigitalminister. Friedrich Merz hat ihn in sein Kabinett berufen.

Der erste Bundesdigitalminister: Dr. Karsten Wildberger(©  Oliver Roesler)
Der erste Bundesdigitalminister: Dr. Karsten Wildberger
(© Oliver Roesler)

Er ist die große Überraschung: Topmanager Karsten Wildberger soll das neue Digitalministerium im Kabinett von Friedrich Merz (CDU) übernehmen. Als Vorstandschef des Ceconomy Konzerns (Düsseldorf) und Vorsitzender der Geschäftsführung der Media-Saturn-Holding mit rund 1.000 Märkten in vielen Ländern bringt der 56-Jährige einschlägige Praxiserfahrung mit. In den vergangenen Jahren gehörte die digitale Transformation in Wirtschaft und Unternehmenswelt zum Kern seiner Tätigkeiten.

Direkt nach Bekanntgabe seiner Berufung bat Wildberger den Aufsichtsrat der Ceconomy darum, ihn zum 5. Mai von seinen Aufgaben zu entbinden. Am 6. Mai soll Merz zum Bundeskanzler gewählt werden. „Ich fühle mich geehrt über das Vertrauen, das Friedrich Merz in mich setzt, und die Möglichkeit, der neue Minister für Digitales zu werden“, erklärte er.

Dr. Karsten Wildberger

Geboren am 5. September 1969
Studium der Physik an der TU München und
RWTH Aachen (Abschluss: Master in Physik)

Promotion an der RWTH Aachen und
Forschungszentrum Jülich in Festkörperphysik
(Abschluss: PhD)

Studium an der Business School INSEAD
Fontainebleau/Frankreich (Abschluss: MBA)

Seit August 2021: Vorstandsvorsitzender und Arbeitsdirektor der CECONOMY AG und Vorsitzender der Geschäftsführung der Media-Saturn-Holding GmbH

2016 – 2021: Mitglied des Vorstands (COO) der E.ON SE

2013 – 2016: Mitglied des Vorstands der Telstra Group Limited, Australien, zuletzt
als Group Executive Telstra Retail

2011 – 2012: Partner and Managing Director bei The Boston Consulting Group

2006 – 2011: Verschiedene Positionen innerhalb der Vodafone Group als CFO,
zuletzt als CCO, Bukarest

2003 – 2006: Verschiedene Positionen bei T-Mobile in UK und Deutschland, zuletzt
als Executive Vice President Channel Management

1998 – 2003: Consultant bei The Boston Consulting Group

Internationale Führungspositionen bekleidete Wildberger auch bei T-Mobile, Vodafone oder dem australischen Telekommunikationsunternehmen Telstar. Von 2016 bis Sommer 2021 war Wildberger dann beim Energiekonzern E.ON als Vorstandsmitglied für den digitalen Wandel zuständig. Unter seiner Führung hat Ceconomy als Elektronikmärkte-Betreiber das Online-Geschäft ausgebaut – und im Werbeslogan verspricht der Konzern Konsumenten, das Leben in der digitalen Welt zu „vereinfachen“. In seinem neuen Minister-Job dürfte es – grob umschrieben – um eine ähnliche Zielsetzung gehen.

Wildberger stammt aus Gießen, hatte Physik in München und Aachen studiert und auch promoviert. Als Unternehmensberater der Boston Consulting Group hatte er zunächst Unternehmen in verschiedenen Branchen zu Fragen der Strategie und Digitalisierung beraten.

Eine Liste mit Namen für die einzelnen Ministerien, die zuvor kursierte, hatte noch Dr. Kristina Sinemus, Digitalministerin in Hessen, als künftige Bundesdigitalministerin ausgewiesen.

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