Abhängigkeiten verringern, EU Souveränität schaffen
Digitale Souveränität: Europa greift nach den Zügeln

Von Mihriban Dincel und Margrit Lingner 9 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

93 Prozent der Unternehmen in Deutschland sind laut Bitkom abhängig von digitalen Technologien und Leistungen aus dem Ausland. Was Digitale Souveränität in der Praxis bedeutet, welche Chancen sie dem Channel eröffnet und warum sie sich rechnen muss.

Hält die EU bei Technologien die Zügel wieder in der Hand oder besteht weiterhin eine starke Abhängigkeit von US- und chinesischen Anbietern?(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Hält die EU bei Technologien die Zügel wieder in der Hand oder besteht weiterhin eine starke Abhängigkeit von US- und chinesischen Anbietern?
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Im November 2025 waren neun von zehn Unternehmen abhängig von Digitalimporten, wie eine Bitkom-Umfrage ermittelt hat. Zwar ist das Vertrauen in chinesische oder US-amerikanische Lösungen verloren gegangen, die Abhängigkeit ist geblieben (57 %). In diesem Jahr scheint sich das Blatt zu wenden. Der Studie „State of Digital Sovereignty 2026: Uncharted Waters“ von Myra Security zufolge sind Big-Tech-Firmen aus Übersee im Zuge der Souveränitätsdebatte weniger gefragt. Deutsche Unternehmen richten ihre Softwarestrategie zunehmend auf europäische Lösungen aus. Nur noch 4,6 Prozent der IT-Entscheider in Deutschland schließen deren Einführung aus. Im Vorjahr waren es 48 Prozent. Gleichzeitig führen knapp 40 Prozent europäische Lösungen ein (2025: 20,4 %).