Lünendonk-Studie: Business Innovation / Transformation Partner Dienstleistung aus einer Hand erleichtert die Abläufe
Praktisch. Unternehmen setzen aus zahlreichen Gründen lieber nur einen als mehrere Dienstleister ein. Oft ist nicht die Kostenersparnis der Hauptgrund, sondern die einfachere Koordination oder die bessere Kommunikation und Abstimmung.
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Das Marktforschungsunternehmen Lünendonk beschäftigt sich in der Studie „Der Markt für BITP – Business Innovation / Transformation Partner“ mit dem Einsatz von Gesamtdienstleistern in Unternehmen. Diese bieten „einen Mix aus Management- und IT-Beratung, Realisierung, Outsourcing und Business Process Outsourcing aus einer Hand“, erläutert Inhaber Thomas Lünendonk. „Entstanden sind sie aus Beratungsunternehmen, die ihre Leistungskette in Richtung Realisierung verlängert haben, und Dienstleistungsunternehmen, die diese Erweiterung genau entgegengesetzt konzipiert haben – also von der Realisierung und der IT kommend in den Beratungssektor hinein.“
Bündelung
Vorteile von dieser Art der Partnerschaft sehen die Befragten nicht nur in der Kostenersparnis. Ein Gesamtdienstleister bedeutet einfachere Koordination, bessere Kommunikation, gebündelte Prozessverantwortung sowie die Reduzierung von Abstimmungsprozessen und Schnittstellen.
„Diese Unternehmen nennen sich Business Innovation / Transformation Partner, weil sie eine langfristige Partnerschaft, eine unternehmerische Mitverantwortung und eine nachhaltige Unterstützung für ihre Kundenunternehmen anstreben“, fährt Lünendonk fort. Deshalb seien diese Partnerschaften auch nicht mit einfachen Outsourcing-Konzepten gleichzusetzen. Kunde und Dienstleister arbeiten hier wesentlich enger zusammen, das Portfolio von Leistungen und Lösungen ist komplexer. Die externen Partner übernehmen teilweise oder temporär unternehmerische Mitverantwortung.
Derzeit setzen hauptsächlich große Unternehmen auf dieses Konzept. Ihre Partner sind ebenfalls Großunternehmen, von denen sie sich die entsprechende Kompetenz und wirtschaftliche Stabilität erhoffen. Bei positiven Erfahrungen wird sich das Modell auch systematisch auf mittelständische Firmen ausweiten.
Mehrwert
Von einem externen Dienstleister versprechen sich die Unternehmen neben einer Ertragssteigerung beziehungsweise einer Reduzierung der Kosten vor allem eine Effizienzsteigerung oder Erhöhung der Unternehmensperformance. Auch vom Know-how des Partners und dem damit verbundenen Transfer erhoffen sich die Firmen einen Mehrwert. Außerdem wollen sie dadurch fehlende interne Ressourcen ergänzen und das Unternehmen flexibler machen.
Produktinnovation und die Unterstützung bei wirtschaftlicher Planung und deren Umsetzung sind dagegen kein Grund für eine Zusammenarbeit.
Die Experten empfehlen interessierten Unternehmen, die Partnerschaft gut zu planen. „Am erfolgreichsten lassen sich Business-Partnerschaften dort realisieren, wo funktionierende Strukturen bestehen, die – selbstverständlich mit Anpassungen – von externen Partnern zum weiteren Betrieb übernommen werden können“, so der Ratschlag der Marktforscher.
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