In der IT-Branche hört man derzeit viel über Observability. Und das ist kein Wunder – angesichts von komplexen Umgebungen ist das Versprechen einer ganzheitlichen Überwachung, die eine vollständigere und visuelle Analyse der Umgebungen ermöglicht, faszinierend.
(Bild: Solarwinds)
Multi-Cloud, Datenmanagement, verteilte Architekturen, Cloud-native Anwendungen, Microservices, Containerisierung und zunehmende Sicherheitsbedrohungen sind nur einige der Herausforderungen, denen sich Führungskräfte und ihre Teams im Unternehmen stellen müssen. Die Überwachung der Systeme spielt nach wie vor eine entscheidende Rolle für die Leistung, den Betrieb und die Integrität einer jeden IT-Umgebung. Doch je mehr Teams in Silos isoliert ihre eigene Datenquelle mit herkömmlichen Tools generieren, desto wichtiger wird eine zukunftsorientierte Überwachungs-Strategie. Bis 2024 werden laut Gartner 30% der Unternehmen mit Cloud-basierten Architekturen Observability-Techniken einsetzen. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 waren es nur 10%.
IT-Monitoring auf dem Weg zu Observability
Wenn sich Führungskräfte ausschließlich auf herkömmliche Überwachungstools verlassen, kann sie ein ständiger Mangel an Transparenz in die Enge treiben. Denn gar nicht oder falsch informiert zu sein, ist der Stoff, aus dem die Albträume von Technologieführern sind. Führungskräfte unterschätzen dies oft, und so führt diese Unachtsamkeit zu „blinden Flecken“, mit denen sie in ihren Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen dann konfrontiert sind.
Blinder Fleck Nummer 1: Keine verlässliche Quelle der Wahrheit
Unterschiedliche Tools führen oft zu verpassten Warnungen und geringer teamübergreifender Zusammenarbeit. Das kann eher zu Schuldzuweisungen anstatt zu einer einzigen Datenquelle führen, auf die sich Führungskräfte verlassen können – was inkonsistente, fehleranfällige Reaktionen und schlechte Serviceleistungen bedeutet.
Teil des Observability-Ansatzes ist es, dass alle Teams auf dieselben Daten zugreifen können. Dadurch wird die Zusammenarbeit gefördert, zuvor getrennte Teams werden zu Partnern mit einem gemeinsamen Ziel.
Blinder Fleck Nummer 2: Unfokussierte Automatisierung und Behebung
Manuelle Aufgaben sind anfällig für menschliche Fehler und sind oft die Ursache von Problemen. Die Automatisierung ist schon seit Jahren ein Thema und heute gibt es eine ganze Reihe neuer Automatisierungssysteme. Die Frage ist dabei nicht mehr, welche Aufgaben automatisiert werden können, sondern wie die Teams ihre Investitionen in Automatisierung und Problembehebung maximieren können.
In Kombination mit AIOps und maschinellem Lernen kann Observability den Prozess mit automatisierten Analysen, umsetzbaren Erkenntnissen und vorausschauenden Empfehlungen beschleunigen. KI und maschinelles Lernen können dabei helfen, nicht blindlings auf Alarmgeräusche und -spitzen zu reagieren. Vielmehr kann man feststellen, ob die Spitzen innerhalb eines bestimmten Normalbereichs liegen, und wenn sie außerhalb dieser Grenzen liegen, können VMs automatisch hochgefahren werden, um das Problem zu beheben.
Blinder Fleck Nummer 3: Übermäßiges Alarmrauschen
Der Einsatz zu vieler Tools führt zu einer Unmenge an laufenden Anwendungen und einer geringen und langsamen Datenkorrelation. Das vielleicht größte Problem ist jedoch das übermäßige Alarmrauschen, das zu ineffizienten ITOps und geringer Produktivität führt, wenn die Teams nicht wissen, wo sie anfangen sollen oder wie sie Prioritäten setzen sollen. Wenn 50 Warnmeldungen eingehen, handelt es sich dann um 50 einzelne Probleme oder um 10 Probleme mit fünf Warnmeldungen pro Problem? Wie können Teams Warnungen bündeln und Empfehlungen aussprechen?
Observability trägt dazu bei, das Alarmrauschen zu reduzieren. Außerdem hilft es den Teams, unterschiedliche Datenpunkte visuell zu einem vollständigen und detaillierten Bild der Umgebung zusammenzustellen. Und so die Bereitstellung von Geschäftsservices sicherzustellen.
Blinder Fleck Nummer 4: Kostenineffizienz
Eine ausufernde Anzahl an Überwachungstools erhöht auch die Lizenzgebühren – und verschwendet somit Budget. Auch werden mehr Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen benötigt, um diese Tools zu warten und zu betreiben.
Mit einer konsolidierten Tool-Strategie können die Ausgaben für Tools und Lizenzen gesenkt werden. Dadurch kann man sicherstellen, dass alle Datenpunkte miteinander in Beziehung stehen und verbunden sind. Dafür wird kein zusätzliches Personal benötigt, und es besteht sogar die Möglichkeit, Mitarbeiter für andere Aufgaben einzusetzen. Man kann also sagen, dass Observability die Kosten senkt und die Zeit bis zur Wertschöpfung verkürzt, indem die Teams einen schnelleren Einblick in das Zusammenspiel der jeweiligen Komponenten, Abweichungen und Abhängigkeiten erhalten.
Blinder Fleck Nummer 5: Patchwork-Sichtbarkeit
Die IT-Überwachung bezieht sich in der Regel auf einzelne Bereiche und ist in erster Linie für Rechenzentren gedacht. Da Hybrid- und Multi-Cloud-Lösungen (und deren Komplexität) explosionsartig zunehmen, können blinde Flecken entstehen, die zu unnötigen Investitions- und Betriebskosten führen. Woher weiß man bei so vielen Daten, die ein- und ausgehen, wessen Daten genau das sind? Wie sammeln die Tools die Daten und in welchen Abständen?
Stand: 08.12.2025
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Observability bietet einen tiefen Einblick in umfangreiche Echtzeit- und historische Metriken, Protokolle und Trace-Daten und fördert die Zusammenarbeit zwischen ITOps-, DevOps- und Sicherheitsteams. Damit können Führungskräfte ihre blinden Flecken beseitigen und das gesamte Bild um sich herum sehen.