2025 AI Readiness Report Die große Angst vor der KI-Lücke

Von Agnes Panjas 3 min Lesedauer

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Der Distributor Climb Channel Solutions hat eine Studie zur KI-Entwicklung großer Unternehmen in Deutschland, Großbritannien und Irland veröffentlicht. Die Studie zeigt, wie groß die Angst der Unternehmen ist, bei der KI-Entwicklung abgehängt zu werden.

Der „2025 AI Readiness Report“ von Climb Channel Solutions zeigt, wie groß die Sorge der befragten Unternehmen ist, in der KI-Entwicklung zurückzufallen.(Bild:  Canva / KI-generiert)
Der „2025 AI Readiness Report“ von Climb Channel Solutions zeigt, wie groß die Sorge der befragten Unternehmen ist, in der KI-Entwicklung zurückzufallen.
(Bild: Canva / KI-generiert)

In der modernen Geschäftswelt werden Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) zunehmend als entscheidend für den Unternehmenserfolg angesehen. Der „2025 AI Readiness Report” des Distributors Climb Channel Solutions untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei den KI-Investitionen in Deutschland, Großbritannien und Irland. Dabei deckt die Studie eine Reihe von Unzulänglichkeiten und Widersprüchen im Zusammenhang mit der KI-Entwicklung in Unternehmen auf.

Vergleich der KI-Investitionen

Mit rund 56 Prozent geben mehr als die Hälfte der Befragten an, dass die Nachfrage nach KI-Lösungen und -Services gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen ist, in Deutschland sind es 52 Prozent. Folgerichtig haben 52 Prozent der Unternehmen ihre KI-Investments erhöht. Trotzdem sagen 41 Prozent (Deutschland: 42 %) der Befragten, dass diese Investitionen nicht ausreichend sind. Immerhin werden die Unternehmen in Deutschland 2025 voraussichtlich über 687.000 Euro dafür ausgeben, in Irland sind es gut 560.000 Euro, in Großbritannien rund 550.000 Pfund (ca. 634.000 Euro).

Ziele und Hindernisse

Bei den unternehmerischen Zielen stehen die Erhöhung der Produktivität sowie Kosteneinsparungen mit jeweils 34 Prozent an oberster Stelle, Umsatzsteigerungen folgen mit 32 Prozent knapp dahinter. Die größten Hürden bei der KI-Nutzung sind die verfügbare Technologie (23 %), die hohen Implementierungskosten (22 %), Sicherheitsbedenken (22 %), die Datensicherheit (20 %) und die Unternehmenskultur (20 %).Die wichtigsten Anwendungsfelder für KI in Unternehmen sind mit jeweils 20 Prozent die Produktentwicklung, das Projektmanagement, das Finanzwesen sowie die Erfüllung wiederkehrender Aufgaben.

Über die Hälfe der Befragten fürchten eine KI-Lücke in ihrem Unternehmen.(Bild:  Climb Channel Solutions)
Über die Hälfe der Befragten fürchten eine KI-Lücke in ihrem Unternehmen.
(Bild: Climb Channel Solutions)

Wie sehr KI bereits zum operativen Alltag gehört, zeigt sich daran, dass sie für 45 Prozent der Befragten unverzichtbar für die Erfüllung ihrer Aufgaben geworden ist. Gleichzeitig fühlen sich viele der Befragten für die KI-Nutzung jedoch nicht ausreichend geschult: Nur 39 Prozent gaben an, über die notwendigen Fähigkeiten zu verfügen, in Deutschland sind es immerhin 45 Prozent. Auch bei den Strukturen und Prozessen gibt es Nachholbedarf: Für 40 Prozent sind sie nicht ausreichend, um echte Mehrwerte zu generieren. 39 Prozent vermissen zudem klare Richtlinien und Policies für die KI-Nutzung. 54 Prozent der Befragten fürchten daher eine KI-Lücke in ihrem Unternehmen, in Deutschland sind es sogar 57 Prozent.

Lücken bei Sicherheit und Compliance

Datenschutz und Compliance-Konformität bleiben Dauerbaustellen bei der KI-Nutzung. 54 Prozent der Befragten sind beunruhigt bezüglich der Sicherheit von KI-Tools. Allerdings überwiegt bei 53 Prozent das Innovationspotenzial von KI diese Bedenken – ein merkwürdiger Zwiespalt.

Ähnlich gespalten ist das Bild bei den regulatorischen Vorgaben: 40 Prozent der Befragten sind zwar der Meinung, dass die aktuelle KI-Strategie ihres Unternehmens nicht mit dem AI Act der EU konform ist. Andererseits sind 56 Prozent überzeugt davon, dass KI hilfreich bei der praktischen Umsetzung der ESG-Vorgaben sein kann. Nachholbedarf wird auch bei der Unterstützung durch externe Lösungspartner sichtbar: Während in Großbritannien über 53 Prozent darauf setzen, mithilfe dieser Partner die befürchtete KI-Lücke schneller zu schließen, sind es in Deutschland 48 Prozent.

Unternehmen stehen vor großen Aufgaben

Martin Bichler ist Regional Country Manager DACH bei Climb Channel Solutions.(Bild:  Climb Channel Solutions)
Martin Bichler ist Regional Country Manager DACH bei Climb Channel Solutions.
(Bild: Climb Channel Solutions)

„KI ist auf breiter Front in den Unternehmen angekommen, aber bei der operativen Umsetzung sind noch viele Hausaufgaben zu erledigen“, erklärt Martin Bichler, Regional Country Manager DACH bei Climb Channel Solutions. Als wichtigste Erkenntnis der Studie sieht er „die weit verbreitete Kombination aus Anwendungsdruck und großen Erwartungen bei gleichzeitig fehlenden Ressourcen und diffusen Bedenken in den Unternehmen zu sein. Diese Melange ist typisch für innovative Technologien in der Frühphase ihrer praktischen Anwendung. Es wird spannend sein, zu beobachten, wie schnell diese Phase überwunden wird.“

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