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ITB: Dank moderner Logistik-Services, wie Streckengeschäfte, brauchen viele Online-Händler gar kein eigenes Lager mehr. Mal ketzerisch gefragt: Wenn die angebotenen Produkte gleich sind und die Versandkosten standardisiert sind, ist es letzten Endes doch ziemlich egal, über welchen Online-Anbieter der Kunde bestellt. Oder sehen Sie das anders?
Helbig: Im Prinzip haben Sie Recht. Dennoch ist der heutige Konsument vorsichtiger und anspruchsvoller als noch vor zwei Jahren. Die visuelle Anmutung, Usability aber auch Social-Media-Marketing-Faktoren sind gerade für die jüngere Zielgruppe ausschlaggebend. Kunden schätzen verknüpfte Online- und Offline-Angebote. Auch die Bequemlichkeit bei der Produktsuche sowie der gesamten Kaufabwicklung wirkt sich bei der Wahl des Shops aus. Online-Anbieter stehen daher vor der Herausforderung die Business Intelligence des Shops anzupassen und den User bestmöglich durch das Angebot zu leiten. Bei gleichen Angeboten werden Kunden immer auf ihre Customer Experience zurückgreifen und positive Kauferfahrungen berücksichtigen. Darüber hinaus spielen die Themen Datenschutz und Service natürlich eine große Rolle. Nur wenn die Shop-Gesamtlösung „state of the art“ -Maßstäbe setzt wird sie erfolgreich sein.
ITB: Ihrer Firmen-Website ist zu entnehmen, dass von Ihren 60 Mitarbeitern etwa 50 direkt an Webshops Ihrer Kunden arbeiten, in den Bereichen Beratung, Projektmanagement, Design, Web-Development und Software-Architektur. Wie kam es zu dieser Spezialisierung als E-Commerce-Dienstleister?
Helbig: Die Vorteile und Möglichkeiten der Digitalisierung waren schon in den 90er Jahren abzusehen. Aus diesem Hintergrund entstand auch communicode. Ziel war es Unternehmen bei der digitalen Optimierung von Geschäfts- und Kommunikationsprozessen zu unterstützen. Dabei stellte sich heraus, dass es am Markt zwar effiziente Lösungen gibt, die Integration und Kommunikation mit anderen Systemen aber oft schwierig war. Im Laufe der Zeit haben sich bei communicode drei Kernbereiche herauskristallisiert, die konsequent weiterentwickelt werden: Content Management, Product Information Management und E-Commerce. Die aktuellen Projekte zeigen, dass diese Spezialisierung für uns die richtige Entscheidung war. Aber auch Zusatztechnologien nehmen wir bei Bedarf gerne in unser Portfolio auf, um für unsere Kunden eine effiziente Gesamtlösung zu konzipieren.
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