Bitkom untersucht Investitionen in KI Deutscher KI-Markt wächst

Von Alexander Siegert 2 min Lesedauer

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Der deutsche Markt für Künstliche Intelligenz (KI) verzeichnet in diesem Jahr einen eindrucksvollen Boom. Laut Zahlen des Digitalverbandes Bitkom steigt die Bereitschaft zu Investitionen enorm. Im kommenden Jahr soll das Wachstum 30 Prozent betragen.

Unternehmen werden in Sachen KI investitionsfreudiger. 6,3 Milliarden Euro flossen dieses Jahr in die Technologie. (Bild:  ipopba - stock.adobe.com)
Unternehmen werden in Sachen KI investitionsfreudiger. 6,3 Milliarden Euro flossen dieses Jahr in die Technologie.
(Bild: ipopba - stock.adobe.com)

Die Nachfrage rund um KI-Produkte steigt. Die Ausgaben für KI-Software, -Dienstleistungen und entsprechende Hardware sollen voraussichtlich um 32 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro steigen, im Vergleich zu 4,8 Milliarden Euro im Jahr 2022. Dies gab der Digitalverband Bitkom auf Datengrundlage des Marktforschungsunternehmens IDC bekannt. Als treibenden Impuls nennt der Bitkom den öffentlichen Start von ChatGPT, der zur einer breiteren Akzeptanz und Nutzung von KI-Technologien, geführt hat.

ChatGPT als Wegbereiter

„Der Start von ChatGPT vor einem Jahr war eine Initialzündung für den KI-Einsatz. ChatGPT hat vielen Menschen erstmals vor Augen geführt, was KI heute schon leisten kann“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. Für Unternehmen sei es noch nie so einfach und kostengünstig gewesen, KI einzusetzen und erste Erfahrungen zu sammeln.

Der größte Teil der KI-Ausgaben entfällt in Deutschland laut Bitkom in diesem Jahr auf KI-Software (4,1 Milliarden Euro), gefolgt von den Dienstleistungen (1,3 Milliarden Euro) sowie Hardware (0,9 Milliarden Euro). Ein ähnlich starkes Wachstum werde auch für das kommende Jahr erwartet, mit prognostizierten Ausgaben von 8,2 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 30 Prozent entspricht. Bis 2025 könne sogar die 10-Milliarden-Euro-Marke überschritten werden. Für eine weitere positive Marktentwicklung ist vor allem entscheidend, dass schnell ein klarer rechtlicher Regulierungsrahmen geschaffen wird. Wintergerst betonte die Bedeutung eines sicheren Rechtsrahmens: „Anbieter und Anwender von KI brauchen einen sicheren Rechtsrahmen, deshalb ist richtig, dass sich die EU um einen AI Act bemüht. Allerdings müssen wir darauf achten, dass der Schuss anders als bei der Datenschutz-Grundverordnung nicht nach hinten losgeht. In das Zentrum des AI Acts gehören kritische KI-Anwendungen und nicht die sogenannten Foundation Models als Basis-Technologie.“

Ältere haben Berührungsängste

Durch den öffentlichen Zugang zu ChatGPT sind viele Menschen erstmalig mit Künstlicher Intelligenz direkt in Kontakt gekommen. Eine aktuelle Bitkom-Befragung unter 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren ergab, dass 34 Prozent bereits den KI-Chatbot ChatGPT ausprobiert haben. Zwei Drittel sind überzeugt, dass ChatGPT und ähnliche Anwendungen das Leben grundlegend verändern werden.

Unter den Altersgruppen gibt es bei der Nutzung aber noch einige Unterschiede. 57 Prozent der Generation 65+ gaben an, noch Angst vor generativer KI zu haben. Für Bitkom-Präsident Wintergerst liegt in KI aber auch eine große Chance für die Älteren: „KI kann die Hürden für eine digitale Teilhabe deutlich reduzieren. Wir müssen nicht mehr lernen, wie Computer zu kommunizieren, die Computer artikulieren sich – fast – wie Menschen.“

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