Software legt deutlich zu Deutsche Digitalbranche wächst trotz Flaute bei Fernsehern

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die Digitalwirtschaft in Deutschland wird in diesem Jahr trotz einer Flaute bei der Unterhaltungselektronik erneut deutlich wachsen, prognostiziert der Digitalverband Bitkom.

Das Software-Segement wird der Bitkom-Prognose nach in diesem Jahr zulegen. Dazu trägt auch die Weiterentwicklung der Künstlichen Intelligenz bei.(Bild:  Nmedia - stock.adobe.com)
Das Software-Segement wird der Bitkom-Prognose nach in diesem Jahr zulegen. Dazu trägt auch die Weiterentwicklung der Künstlichen Intelligenz bei.
(Bild: Nmedia - stock.adobe.com)

Nach einer Konjunkturprognose des Bitkom für das Jahr 2024 wird der Markt für Informationstechnik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik um 4,3 Prozent auf knapp 225 Milliarden Euro zulegen. Für 2025 erwartet der Verband ein Wachstum auf ähnlichem Niveau in Höhe von 4,7 Prozent auf 235,4 Milliarden Euro.

Enttäuschend fallen die Zahlen im Segment der Unterhaltungselektronik aus: Wie im Vorjahr sinken hier die Umsätze. Der Bitkom geht von einem Minus um 7,5 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro aus. „Trotz EM- und Olympia-Jahr gibt es keine tiefgreifende Erholung bei der klassischen Unterhaltungselektronik“, sagte Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst. Viele Haushalte seien aber auch noch mit aktuellen TV-Geräten oder Lautsprechern versorgt, die während der Corona-Pandemie neu angeschafft worden seien. Außerdem habe sich die Haltbarkeit der Hardware verbessert.

In anderen Segmenten der Bitkom-Branche läuft es deutlich besser als in der Unterhaltungselektronik. Dabei verzeichnet die Informationstechnik wie in den Vorjahren das größte Wachstum. Laut aktueller Prognose wird der IT-Sektor 2024 einen Umsatz von 151,2 Milliarden Euro erreichen, was einem Anstieg von 5,4 Prozent entspricht.

KI pusht das Software-Segment

Besonders stark wächst der Umsatz mit Software, der um 9,8 Prozent auf 46,6 Milliarden Euro steigt. Plattformen für die Entwicklung, das Testen und die Bereitstellung von Software verzeichnen einen Zuwachs von 12,8 Prozent auf 12,6 Milliarden Euro. Innerhalb dieses Segments nimmt der Bereich Künstliche Intelligenz um 39,2 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zu.

Wintergerst sagte, die Digitalbranche entwickele sich 2024 in einem schwierigen Umfeld insgesamt stabil. Er äußerte jedoch Bedenken über starke politische Eingriffe in den Markt, Krisen und ungelöste Fragen in der Ampel-Koalition, die für Verunsicherung sorgen. Der Bitkom-Präsident forderte die Bundesregierung auf, zusätzliche Verunsicherung durch Markteingriffe und unverhältnismäßige Regulierung zu vermeiden.

Mehr Arbeitsplätze

Trotz schwieriger Bedingungen entstehen nach den Bitkom-Berechnungen in der Branche weiterhin neue Arbeitsplätze. Im laufenden Jahr würden voraussichtlich 29.000 neue Stellen geschaffen, im kommenden Jahr sollen knapp 47.000 hinzukommen. Bis Ende 2025 werden somit 1,41 Millionen Menschen in der Bitkom-Branche beschäftigt sein, im Vergleich zu 810.000 im Jahr 2005.

Wintergerst wies darauf hin, dass die Digitalbranche Deutschlands stärkster Job-Motor sei, auch wenn einzelne Unternehmen zuletzt Arbeitsplätze abbauen mussten. Die Beschäftigung könnte sogar noch höher sein, wenn es ausreichend Fachkräfte gäbe, da viele Unternehmen freie Stellen nicht besetzen können.

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