Nokia unterstützt das CERN Der größte Teilchenbeschleuniger der Welt erhält ein Upgrade

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Das CERN in Genf arbeitet daran, den Large Hadron Collider, den größten Teilchenbeschleuniger der Welt, zu einem Hochluminositäts-Large-Hadron-Collider aufzurüsten. Dieser soll die Forschung weiterbringen und eine 5- bis 7,5-fach höhere Datenmenge produzieren. Nokia ist Teil des Projekts.

Nokia unterstützt das Projekt, den CERN-Teilchenbeschleuniger aufzurüsten.(Bild:  Nokia)
Nokia unterstützt das Projekt, den CERN-Teilchenbeschleuniger aufzurüsten.
(Bild: Nokia)

Dem größten Teilchenbeschleuniger der Welt steht ein Upgrade bevor. Es geht um riesige Datenmengen und die Erforschung der größten Unbekannten der Physik. Nokia ist Teil eines groß angelegten Forschungsprojekts, um künftig deutlich mehr und schnelleren Datenaustausch zu ermöglichen.

Damit die Anlage die benötigten Daten künftig schneller und in größerer Menge transportieren kann, ist ein Netz mit höherer Kapazität nötig. Hier kommt Nokia ins Spiel: In einem groß angelegten Forschungsprojekt mit der niederländischen Forschungsgemeinschaft SURF, die ebenfalls mit dem CERN zusammenarbeitet, habe Nokia nun über die bestehende, grenzüberschreitende Glasfaserinfrastruktur von SURF eine Übertragungsrate von 800 GBit/s erreicht. Ermöglicht werde diese extrem schnelle Datenübertragung von der photonischen Service-Engine-Technologie von Nokia. Der Datenaustausch zwischen dem CERN-Teilchenbeschleuniger und den Forschungseinrichtungen bei SURF und Nikhef, dem niederländischen Nationalinstitut für subatomare Physik, soll dadurch wesentlich schneller erfolgen.

Enormes Potenzial auf bestehender Glasfaserinfrastruktur

Vorab wurde über eine 1648 Kilometer lange Punkt-zu-Punkt-Glasfaserverbindung zwischen Amsterdam und Genf ein Test durchgeführt. Die Glasfaserverbindung ist Teil des SURF-Netzwerks, das nationale Forschungs- und Bildungseinrichtungen wie Nikhef in den Niederlanden verbindet. Darüber hinaus ist das SURF-Netzwerk gut mit anderen Forschungsnetzwerken und Experimenten weltweit verbunden, u.a. mit dem LHC Optical Private Network (LHCOPN), das einen Zugang zu den Daten des Large Hadron Collider (LHC) am CERN bietet.

Der Test auf der bestehenden Glasfaserinfrastruktur sei bemerkenswert, denn er habe bewiesen: In den vorhandenen Kabel stecke noch enormes Potenzial und ältere Glasfasern könnten genutzt werden, um den künftigen Kapazitätsanforderungen und riesigen Datenströmen der internationalen Forschungsgemeinschaft gerecht zu werden.

Ab 2029 in Betrieb

Die Entdeckung des Higgs-Bosons am CERN im Jahr 2012 hat unser Verständnis des Universums bereits revolutioniert. Wenn der Hochluminositäts-Large-Hadron-Collider im Jahr 2029 in Betrieb gehen wird, seien noch tiefere Einblicke in die grundlegenden Bausteine des Kosmos zu erwarten. Dank der enormen Mengen an wissenschaftlichen Daten dürften weitere Durchbrüche in der Forschung gelingen.

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