Commvault Cloud Datenrettung oder Knockout

Von Alexander Siegert 3 min Lesedauer

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Viele Unternehmen hängen bei Cyberangriffen tief in den Seilen. Damit auf die nächste Attacke nicht der komplette Knockout folgt, stellt Commvault Cloud die Früherkennung und Recovery in den Mittelpunkt. Für native Cloud-Datensicherheit will man KI mit KI bekämpfen.

Eine schnelle und sichere Recovery bringt angegriffene Unternehmen wieder auf die Füße.(Bild:  KAMPUS - stock.adobe.com)
Eine schnelle und sichere Recovery bringt angegriffene Unternehmen wieder auf die Füße.
(Bild: KAMPUS - stock.adobe.com)

Opfer von Ransomware-Angriffen zu werden, ist für Unternehmen ein sehr wahrscheinliches Szenario. Gerade weil Cyberattacken nur eine Frage der Zeit sind, ist eine gute Vorbereitung Pflicht, denn wer die Datensicherheit vernachlässigt, riskiert im schlimmsten Fall die Existenz des Unternehmens. Die Datensicherheits-Experten von Commvault haben dafür im November 2023 die Cyber Resilience Platform Commvault Cloud gelauncht. Sie vereint alle SaaS- und Software-Angebote des Unternehmens auf einer Plattform und richtet sich vor allem an Unternehmen, die sich in Hybrid- und Multi-Cloud-Welten bewegen und eine sichere und schnelle Wiederherstellung der Daten benötigen, um beispielsweise nach einem Ransomware-Angriff möglichst zügig wieder auf die Beine zu kommen. Denn viel Zeit bleibt aus wirtschaftlichen Gründen meist nicht. Die fundamentale Frage, die für Commvault im Raum steht: Warum nicht schon vor dem Angriff aktiv werden? Die Schäden, die durch solche Angriffe verursacht werden, sind enorm. Laut des Lageberichts zur IT-Sicherheit 2023 entsteht jährlich ein Schaden von 206 Milliarden Euro durch Cyberangriffe. Die Weiterentwicklung der KI eröffnet auch den Angreifern neue Möglichkeiten. Das Unternehmen versucht daher zur Vorbeugung von Angriffen, eine „intelligente Schatteninfrastruktur“ bei der Datenrettung einzusetzen, die die Datensicherung im Auge behält. Die Commvault Cloud wird zentralisiert über eine einzige Administrationsoberfläche verwaltet. Mithilfe von KI werden Anomalien beim Backup aufgespürt, wodurch Nutzer frühzeitig erkennen sollen, ob etwas faul ist. Auch wenn sich nicht hinter jeder File-Anomalie gleich ein ernster Angriff verbergen muss, können solche KI-Scans dazu beitragen, die Daten aus einer sichereren Umgebung wiederherzustellen. Commvault Cloud nutzt dafür „Arlie“, einen KI-Assistenten, der rund um die Uhr verfügbar ist und auf Anfragen in einfacher Sprache antwortet.

KI-Assistent „Arlie“ und weitere Funktionen

Arlie nutzt generative KI-Modelle, um individuelle und umsetzbare Antworten zu liefern, wie das Validieren von Wiederherstellungspunkten oder das Generieren von Codes. Zu den neuen KI-gestützten Funktionen gehören Active Insights für Echtzeit-Bedrohungsanalysen, Code Assistance für die schnelle Generierung von Code, Custom Walk-Throughs für anpassbare Einrichtungen und Root Cause Remediation für die Überwachung und Optimierung der Leistung. Commvault kündigt außerdem weitere KI- und Sicherheitsfunktionen an, darunter Advanced Threat Prediction für die Vorhersage von Ransomware-Angriffen und Cloudburst Recovery für die schnelle und automatisierte Datenwiederherstellung in der Cloud.

KI-Scans sollen dabei helfen, einen sauberen Wiederherstellungspunkt zu identifizieren. Die sogenannte Clean Room Recovery bildet deshalb einen zentralen Bestandteil der Commvault-Lösung. In Zusammenarbeit mit Microsoft Azure sollen in diesem Reinraum anschließend die Daten in der Cloud ohne Reste von Malware wiederhergestellt werden, sodass Unternehmen schnellstmöglich wieder ihrem Alltagsgeschäft nachgehen können und sich die wirtschaftlichen Schäden in Grenzen halten.

Eigener Managed Service in Planung

Die Veranstaltung Commvault Shift brachte kürzlich Partner, Kunden und Experten in Frankfurt zusammen, um die Arbeit mit der neuen Plattform vorzustellen. Diese Roadshows werden auch noch in anderen Städten fortgesetzt. Vertrieben werden die Produkte der Commvault Cloud ausschließlich über das indirekte Geschäft. Bezogen werden können die Lösungen über die Distributoren ADN, Arrow und TIM. Um die Partner zu der Resilience-Plattform „aufzuschlauen“, ist eine Enablement-Serie mit virtuellen Bootcamps in Planung, die diesen März starten soll. Für das Frühjahr 2024 ist zusätzlich noch die Einführung eines eigenen Managed Service namens „Platinum Resilience“ mit Backup- und Recovery-Funktionen geplant. Ein 24/7-Ransomware-Bereitschafts- und Reaktionsteam soll bei allen Prozessen von der Implementierung bis zur Wiederherstellung nach einem Sicherheitsvorfall unterstützen. Vor allem Datamanager und Cybersicherheits-Teams sind gut beraten, zukünftig noch intensiver zusammenzuarbeiten. Aufgrund der hohen Bedrohungslage sollte das Thema Recovery nicht auf die leichte Schulter genommen und frühzeitig getestet werden, bevor Cyber-Attacken Wirkungstreffer erzielen, von denen man sich nicht so leicht erholen kann.

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