Daten-Dschungel Datenmanagement als Erfolgsfaktor in der KI-Ära

Von Agnes Panjas 3 min Lesedauer

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Das Jahr 2024 markierte einen Wendepunkt für die generative KI. Inmitten dieser Entwicklung wurde oft ein wesentlicher Aspekt außer Acht gelassen: das Datenmanagement. Dies ist nämlich einer der Schlüssel zur Entfaltung des vollen Potenzials von KI-Lösungen.

Der Schlüssel zum Erfolg: Wer in der KI-Ära erfolgreich sein will, muss seine Daten gut verwalten. (Bild:  Sunisa - stock.adobe.com / KI-generiert)
Der Schlüssel zum Erfolg: Wer in der KI-Ära erfolgreich sein will, muss seine Daten gut verwalten.
(Bild: Sunisa - stock.adobe.com / KI-generiert)

Deutsche Unternehmen sitzen auf einem wahren Schatz an Daten, doch der Großteil dieses Potenzials bleibt ungenutzt. Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom schöpfen 60 Prozent der Unternehmen hierzulande ihre Daten kaum oder gar nicht aus. Laut Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst ein alarmierendes Zeichen: „Daten und ihre Nutzung sind entscheidend für die künftige Wettbewerbsfähigkeit. Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz entfalten erst dann Wirkung, wenn sie die nötigen Daten verwenden können.“

Paweł Ekk-Cierniakowski ist Senior Manager für Artificial Intelligence & Machine Learning beim schweizerischen IT-Unternehmen SoftwareOne. Er verrät, was Unternehmen heute tun können, um die Weichen für den Erfolg in den Sachen Datenmanagement zu stellen.

Von der Datenflut zum Nutzen

„Ein agiler Ansatz im Datenmanagement ist essenziell, um ethische Überlegungen und neue Verarbeitungstechniken flexibel einzubinden“, erklärt Ekk-Cierniakowski in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Besonders bei unstrukturierten Daten sei ein tiefes Verständnis für Relevanz und Kontext notwendig. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, komplexe Datensätze zu verwalten, während sie gleichzeitig Speicher- und Verarbeitungskosten im Blick behalten müssen.

Ein zentrales Problem bei der Implementierung von KI-Lösungen ist der sogenannte „Daten-Drift“. Dieses Phänomen beschreibt die Veränderung der Datenverteilung nach der ursprünglichen Modellentwicklung, wodurch die Modellgenauigkeit sinkt und die Ergebnisse beeinträchtigt werden können. Um dem entgegenzuwirken, sollten Unternehmen kontinuierliche Überwachungssysteme einrichten, die Abweichungen in der Datenverteilung frühzeitig erkennen, rät Ekk-Cierniakowski.

Bessere KI-Modelle durch moderne Datenverarbeitung

KI-Anwendungen erfordern in der Regel leistungsfähige Speicherlösungen mit hoher Kapazität. Besonders beim Training ist der Bedarf enorm, da GPUs riesige Datenmengen mit maximaler Geschwindigkeit verarbeiten müssen.

Die Datenverarbeitung spielt daher eine zentrale Rolle bei der Entwicklung leistungsfähiger maschineller Lernmodelle – und das gilt ebenso für KI-Modelle. Anstatt KI als eine Art „magisches Werkzeug“ zu betrachten, sollte sie als technologiegestützte Lösung verstanden werden, die auf fundierter Datenanalyse basiert. Ein tiefgehendes Verständnis der Unternehmensdaten sowie eine explorative Datenanalyse sind essenziell, um die geeigneten Schritte zur Datenverarbeitung und -bereinigung abzuleiten und so optimale Ergebnisse zu erzielen. „Ein regelmäßiges Neutraining der KI-Modelle mit aktuellen Daten ist entscheidend, um langfristig präzise Ergebnisse zu gewährleisten“, rät Ekk-Cierniakowski.

Vorverarbeitung und Rechenaufwand

Ein durchdachter strategischer Ansatz ist unerlässlich, um eine effektive Datenbereinigung und -vorverarbeitung sicherzustellen, ohne dabei die Rechenanforderungen großer Datensätze aus den Augen zu verlieren. Da sich die optimalen Methoden oft nicht im Voraus bestimmen lassen, ist es wichtig, verschiedene Techniken zu erproben. Jede Methode sollte dabei laut Ekk-Cierniakowski hinsichtlich Genauigkeit, Kosten und Zeitaufwand kontinuierlich überwacht und bewertet werden, um die bestmögliche Balance zwischen Datenqualität und Rechenaufwand zu finden.

„Wer in der KI-Ära erfolgreich sein will, muss sein Datenmanagement in den Griff bekommen“, fordert der SoftwarOne-Manager. „Es ist der Schlüssel, der die Tür zu ungeahnten Möglichkeiten öffnet – von besseren Kundenbeziehungen bis hin zu revolutionären Produktinnovationen.“

Über SoftwareOne

SoftwareOne ist ein global tätiger IT-Dienstleister und Reseller, der sich auf Softwarelösungen und IT-Services spezialisiert hat. Mit etwa 9.300 Beschäftigten ist das Unternehmen in mehr als 60 Ländern vertreten und bietet Produkte von über 7.500 Softwareherstellern an. Der Hauptsitz von SoftwareOne befindet sich in der Schweiz, und das Unternehmen ist unter dem Börsenkürzel SWON an der SIX Swiss Exchange gelistet. Kürzlich verkündete SoftwareOne Pläne für eine Fusion mit dem norwegischen Wettbewerber Crayon.

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