Studie des Zukunftsinstituts Das sind die 11 Trends der Zukunft

Von Agnes Panjas 5 min Lesedauer

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Das Zukunftsinstitut hat im Rahmen einer Untersuchung 11 Trends der Zukunft vorgestellt, die Wirtschaft und Gesellschaft in den nächsten Jahren prägen werden und auch die Zukunft von Unternehmen stark beeinflussen können.

Das Zukunftsinstitut stellt im Rahmen seiner Untersuchung „Megatrends“ 11 Trends der Zukunft vor, die europäischen Unternehmen dabei helfen können, sich zukunftssicher aufzustellen.(Bild:  patpitchaya - stock.adobe.com)
Das Zukunftsinstitut stellt im Rahmen seiner Untersuchung „Megatrends“ 11 Trends der Zukunft vor, die europäischen Unternehmen dabei helfen können, sich zukunftssicher aufzustellen.
(Bild: patpitchaya - stock.adobe.com)

Die heutige Welt verändert sich immer schneller und mit ihr verstärkt sich auch die Komplexität und Unsicherheit, die von Unternehmen wachsende Anpassungsfähigkeit fordert.

Wie schnell sich Unternehmen heute verändern müssen, weiß auch Harry Gatterer, CEO des Zukunftsinstituts. Entsprechend warnt er: „Die Geschwindigkeit des Wandels ist beispiellos. Wer sich nicht aktiv mit den globalen Entwicklungen auseinandersetzt, riskiert, den Anschluss zu verlieren.“ Um Unternehmen in einer zunehmen komplexen Welt einen Wegweiser an die Hand zu geben, zeigt das Zukunftsinstitut 11 zentrale Trends auf, die unsere Gesellschaft und Wirtschaft in Zukunft stark verändern werden.

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Harry Gatterer ist CEO des Zukunftsinstituts.(Bild:  Thomas Kamenar)
Harry Gatterer ist CEO des Zukunftsinstituts.
(Bild: Thomas Kamenar)

Trend 1: Future of Work

Der Trend bezeichnet die umfassende Umgestaltung der Arbeitswelt aufgrund von technologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen. Arbeit hat sich weit über die reine Existenzsicherung hinaus entwickelt und wird zunehmend als wichtiger Bestandteil der Identität betrachtet. Dieser Trend übertrifft herkömmliche New-Work-Ansätze und spiegelt die globalen Herausforderungen und Chancen wider, die sich aus Digitalisierung, Automatisierung, demografischem Wandel und veränderten Wertvorstellungen ergeben. Unternehmen und Mitarbeiter stehen vor der Herausforderung, Arbeit auf eine neue Weise zu gestalten – flexibler, sinnstiftender und anpassungsfähiger als je zuvor.

Trend 2: Konnektivität

Unter dem Trend Konnektivität wird die zunehmende Vernetzung von Menschen, Organisationen, Maschinen und Systemen verstanden, die das moderne Fundament der Gesellschaft und Wirtschaft bilden. Allerdings geht es bei Konnektivität nicht nur um technologische Fortschritte, sondern auch um ein soziales Prinzip, das die Interaktion zwischen Individuen, Gruppen und Geräten verändert. Der Fokus liegt nicht auf der Technologie selbst, sondern auf ihrer Anwendung: Wie wir Beziehungen aufbauen, Ressourcen teilen und Wissen verbreiten. Aus diesem Grund wird dieser Trend nicht als „Digitalisierung“ bezeichnet, sondern betont die tiefgreifenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen, die aus vernetzten Strukturen resultieren.

Trend 3: Demografischer Wandel

Der demografische Wandel umfasst weit mehr als die alternde Gesellschaft in Industrieländern – er zeigt weltweit dynamische und teils sogar gegensätzliche Entwicklungen. Während in einigen Regionen die Herausforderungen einer älter werdenden Bevölkerung im Fokus stehen, erleben andere Länder ein starkes Bevölkerungswachstum und Urbanisierungsschübe. Die Zunahme von Singlehaushalten, die Migration zwischen Stadt und Land oder gar Ländern sowie andere Lebensformen verändern Werte, Bedürfnisse und Einstellungen – und damit die sozialen und wirtschaftlichen Strukturen auf globaler Ebene.

Über das Zukunftsinstitut:

  • Das Zukunftsinstitut ist ein Forschungs- und Beratungsunternehmen für Megatrends und Zukunftsanalyse im deutschsprachigen Raum.
  • Seit 1998 unterstützt das Institut Unternehmen und Organisationen dabei, gesellschaftliche Veränderungen zu verstehen und strategisch darauf zu reagieren.
  • Mit evidenzbasierten Methoden und interdisziplinärer Forschung liefert das Team von 22 Experten in Wien und Frankfurt tiefgehende Analysen und praxisnahe Zukunftsstrategien.

Mehr zur Megatrend-Untersuchung des Zukunftsinstituts finden Sie hier: https://www.zukunftsinstitut.de/

Trend 4: Globalisierung

Menschen, Güter, Kapital und Informationen sind heute mehr vernetzt als jemals zuvor – und das weit über nationale Grenzen hinweg. Globalisierung ist weit mehr als ein wirtschaftliches Phänomen. Globalisierung treibt tiefgreifende gesellschaftliche, kulturelle und technologische Veränderungen voran und beeinflusst nahezu alle Lebensbereiche.

Trend 5: Mobilität

Die Art wie sich Menschen und Güter fortbewegen wird durch ökologische, technologische, soziale und wirtschaftliche Faktoren beeinflusst. Mobilität wird zudem immer stärker von anderen Trends wie Ökointelligenz, Urbanisierung und Konnektivität geformt. Durch nachhaltige Antriebstechnologien, intelligente Städte und digitale Vernetzung erfahren Mobilitätskonzepte eine grundlegende Veränderung, die sie effizienter, flexibler und umweltfreundlicher gestaltet.

Trend 6: Urbanisierung

Durch die zunehmende Urbanisierung ergeben sich sowohl neue Chancen als auch komplexe Herausforderungen, die tiefgreifend in wirtschaftliche, gesellschaftliche und infrastrukturelle Strukturen eingreifen. Urbanisierung bedeutet eine Verdichtung auf verschiedenen Ebenen: Die Bevölkerungszahlen steigen, der Wohnraum wird knapper, die wirtschaftliche Macht und finanzielle Ressourcen konzentrieren sich vermehrt in den städtischen Zentren. Gleichzeitig unterliegen die Mobilität, der Arbeitsmarkt und die Infrastruktur Veränderungen, während neue soziale Dynamiken zusätzliche Herausforderungen mit sich bringen.

Trend 7: Öko-Intelligenz

Öko-Intelligenz beschreibt die Entwicklung eines umfassenden Verständnisses der Interaktionen zwischen Mensch und Natur im ökologischen Kontext. Während die klassische Ökologie sich auf die Beziehungen zwischen Lebewesen und ihrer Umgebung konzentrierte und die Neo-Ökologie wirtschaftliche sowie technologische Aspekte einbezog, wird heute die Ökologie als wesentlicher Bestandteil sozialer Systeme betrachtet. In den Blickpunkt geraten nicht nur ökologische Herausforderungen, sondern auch die Verantwortung des Individuums und seine Fähigkeit, nachhaltige Lösungen zu erarbeiten

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Trend 8: Identitätsdynamik

Der Trend Identitätsdynamik beschreibt den Wandel hin zu flexibleren und vielfältigeren Identitätskonzepten, die sowohl individuell als auch kollektiv an Bedeutung gewinnen. Wenngleich der Begriff Identität oft Beständigkeit suggeriert, unterliegt sie einem kontinuierlichen Wandel. Früher stark von Kategorien wie Herkunft, Geschlecht oder sozialer Zugehörigkeit geprägt, entwickelt sich Identität heute zu einer kulturellen Technik, die aktiv geformt, verhandelt und kontinuierlich neu definiert wird.

Trend 9: Wissenskultur

Das Streben nach Wissen treibt gesellschaftlichen Fortschritt, wirtschaftlichen Erfolg und persönliche Entwicklung an. Durch die digitale Transformation und die zunehmende Vernetzung hat sich der Zugang zu Informationen jedoch erheblich erweitert. Der Trend Wissenskultur beschreibt diesen Wandel und verdeutlicht, wie Wissen in einer global vernetzten Gesellschaft generiert, geteilt und genutzt wird. Wissenskultur umfasst dabei auch die Entstehung von Wissen, dessen Organisation und den Einfluss auf soziale, wirtschaftliche und technologische Systeme.

Trend 10: Gesundheit

Gesundheit hat heute eine umfassendere Bedeutung als nur ein medizinisches Anliegen. Sie erstreckt sich auf alle Bereiche des Lebens und spiegelt den Übergang von einer rein krankheitszentrierten Sichtweise zu einem ganzheitlichen Verständnis von Wohlbefinden wider, das körperliche, psychische und soziale Aspekte umfasst. Dieses erweiterte Verständnis von Gesundheit beeinflusst nicht nur das Gesundheitssystem, sondern prägt auch Lebensstile, Arbeitsumgebungen und die Entwicklung urbaner Räume – von präventiver Medizin über mentale Gesundheit bis hin zu nachhaltigen Lebens- und Arbeitskonzepten.

Trend 11: Sicherheit

Sicherheit ist dynamisch und kann abhängig von der Lebensrealität des Einzelnen als etwas anderes wahrgenommen werden. Sicherheit umfasst sowohl das physische Überleben, finanzielle Stabilität, verlässliche Lieferketten, das Vertrauen in Institutionen als auch soziale Absicherung. Unabhängig von ihrer Ausprägung ist und bleibt Sicherheit ein fundamentales menschliches Bedürfnis – und als Trend ein zentraler Treiber individueller, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklungen weltweit.

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