Aufdeckung bedrohlicher Kampagne Cyberkriminelle greifen über Microsoft Teams Daten ab

Von Barbara Gribl 1 min Lesedauer

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Sophos X-Ops warnt vor Cyberkriminellen, die Schwachstellen in Microsoft Teams ausnutzen. Sie setzen auf massives E-Mail-Bombardement und Vishing, wodurch die Bedrohung akut wird. Schutzmaßnahmen sind dringend erforderlich.

Ausgerechnet das gängige Kommunikationstool Microsoft Teams wird von Cyberkriminellen gerne als Einfallstor benutzt.(Bild:  kimly - stock.adobe.com)
Ausgerechnet das gängige Kommunikationstool Microsoft Teams wird von Cyberkriminellen gerne als Einfallstor benutzt.
(Bild: kimly - stock.adobe.com)

Sophos X-Ops hat eine brisante Bedrohungskampagne aufgedeckt: Zwei Gruppen von Cyberkriminellen infiltrieren Unternehmen, indem sie die Schwachstellen der Office-365-Plattform Microsoft Teams ausnutzen. Ihr Ziel ist es, Daten abzuschöpfen oder Ransomware zu platzieren. Dabei setzen sie auf eine hinterlistige Taktik: ein massives E-Mail-Bombardement gefolgt von Voice- oder Videoanrufen über Teams, auch bekannt als Voice Phishing oder Vishing. Diese raffinierte Masche verdeutlicht die Dringlichkeit, sich vor solchen Angriffen zu schützen.

„Obwohl die Ausnutzung von Fernverwaltungstools und der Missbrauch legitimer Dienste an sich nicht völlig neu ist, beobachten wir, dass immer mehr Bedrohungsgruppen diese Taktiken anwenden, um Unternehmen jeder Größe ins Visier zu nehmen“, erläutert Sean Gallagher, Principal Threat Researcher bei Sophos.

Angriffsvektor über Microsoft Teams

Aufgrund der Standardkonfiguration von Microsoft Teams, die es jedem Teams-Besitzer ermöglicht zu chatten oder Mitarbeiter anzurufen, sind Unternehmen potenziell gefährdet. Besonders, da viele Unternehmen externe IT-Support-Anbieter nutzen, kann ein Anruf von einer unbekannten Nummer mit dem Namen „Helpdesk-Manager“ nicht sofort Verdacht erregen.

Nachdem die Angreifer die ersten Spam-Nachrichten verschickt haben, geben sie sich als technischer Support des betroffenen Unternehmens aus. Über Teams rufen sie an und bieten ihre „Hilfe“ an. Wenn der Mitarbeiter den Anruf annimmt und den Kriminellen per Quick Assist oder Bildschirmfreigabe die Kontrolle über den Computer gibt, starten die Angreifer das Ausrollen von Schadsoftware. Sophos X-Ops hat Verbindungen der Cyberkriminellen in dieser Kampagne zu den russischen Bedrohungsgruppen Fin7 und Storm-1811 aufgedeckt.

So können Sie sich schützen

Sophos warnt vor neuen MDR- und IR-Fällen und rät Unternehmen, die Microsoft 365 verwenden, zu erhöhter Wachsamkeit. Es wird empfohlen, Konfigurationen zu überprüfen und den Zugriff auf externe Kontennachrichten sowie selten genutzte Fernzugriffstools zu beschränken.

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