Geschäftsführer der Kooperation will Umstrukturierungen durch die EP-Zentrale nicht mittragen Comteam-Chef Claas Eimer protestiert mit Rücktritt

Redakteur: Sarah Gandorfer

Electronic Partner strukturiert seine Systemhaustochter um. Die Kooperation entlastet nach eigener Darstellung die Comteam-Regionalleiter, indem der Vertrieb in Richtung EP-Niederlassungen verschoben wird. Letztere hatten bisher jedoch mehr mit weißer Ware zu tun als mit IT. Das bewog den bisherigen Comteam-Geschäftsführer Claas Eimer zum Rücktritt.

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Das verwirrt schon ein bißchen, wenn ausgerechnet Vertriebsmitarbeiter, die sich zuvor hauptsächlich um Händler mit Kühlschränken und Waschmaschinen kümmerten, sich nun der Bedürfnisse von spezialisierten IT-Systemhäusern annehmen sollen. Das geschieht derzeit bei der Fachhandelskoopertion Electronic Partner (EP) und dem angegliederten Systemhausverbund Comteam.

Laut EP soll die Betreuung der Comteam-Systemhäuser intensiviert werden, indem die Comteam-Regionalleiter von ihren Handelsaufgaben entlastet werden. Diese könnten sich dann besser auf das B2B-Geschäft konzentrieren. Alles rund um das Thema Ware wird in die Hände der Vertriebsprofis aus den jeweiligen EP-Niederlassungen gelegt.

„Mit unserer neuen Struktur haben wir noch mehr Energie zur Verfügung, um Themenfelder erschließen, in denen gut aufgestellte Systemhäuser auch im Jahr 2010 Geld verdienen können”, erklärt Jörg Ehmer, der die B2B-Sparte im europäischen Management-Team bei EP verantwortet.

Claas Eimer tritt zurück

Der Comteam-Geschäftsführer Claas Eimer hat indessen sein Amt niedergelegt. „Ich halte die neue Struktur nicht ideal für Comteam. Das zeige ich mit dem Rücktritt deutlich“, so Eimer. Auch wenn er nicht mehr für die Systemhaussparte zur Verfügung steht, hat er allerdings EP nicht den Rücken zugekehrt. Derzeit laufen Gespräche über eine andere Position im Unternehmen.

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